Das Achtelfinale in der Champions League geht in die entscheidende Phase. Am Dienstag, den 17. März 2026, empfängt der FC Arsenal im Emirates Stadium in London Bayer 04 Leverkusen zum Rückspiel – Anstoß ist um 21:00 Uhr. Nach dem 1:1 im Hinspiel in der BayArena ist die Ausgangslage offen: Arsenal braucht einen Sieg oder ein Remis mit gleichem Ergebnis, Leverkusen muss mindestens einen Treffer erzielen und darf sich nicht schlechter stellen als im Hinspiel. Was du in diesem Artikel bekommst: eine Formanalyse beider Teams, einen direkten Vergleich und zwei Tipps, die auf den vorliegenden Daten basieren.
Arsenals Form: Vier Siege, aber mit Luft nach oben
Vier Siege aus den letzten fünf Pflichtspielen – Arsenal fährt eine solide Bilanz vor dem Rückspiel ein, auch wenn die Leistungen im Detail nicht immer überzeugten. Gegen Everton am 14. März reichte es erst in der Nachspielzeit: Joker Viktor Gyökeres traf nach einem Pickford-Fehler zum 1:0 (89.), ehe der 16-jährige Max Dowman mit einem Solo über den gesamten Platz das 2:0 erzielte und damit zum jüngsten Torschützen der Premier-League-Geschichte wurde. Ein 2:0 am Ende – aber Everton hatte in der ersten Hälfte eine Doppelchance durch McNeil, Raya musste zweimal eingreifen, und nach der Pause traf Beto aus fünf Metern nur auf Rayas Fuß. Sieht imposanter aus als es war.
Vor dem Everton-Spiel gab es drei weitere Pflichtspiel-Siege: 1:0 bei Brighton, 2:1 gegen Chelsea und 2:1 im FA Cup bei Mansfield. Nur das Hinspiel gegen Leverkusen (1:1) bremste die Serie – und auch da lag Arsenal lange hinten, ehe Einwechselspieler Noni Madueke den entscheidenden Elfmeter holte und Kai Havertz gegen seinen Ex-Klub verwandelte.
Trossard und Kapitän Odegaard sind verletzt. Zwei Spieler, die im Offensivaufbau wichtig sind, fehlen. Das ist kein katastrophaler Ausfall, aber auch keine Kleinigkeit gegen eine defensiv stabile Leverkusen-Elf.
Trotzdem: Im eigenen Stadion verlor Arsenal in der laufenden Saison in 23 Pflichtspielen nur ein einziges Mal. Das Emirates ist eine Festung, und Leverkusen muss sich darauf einstellen.
Leverkusen: Taktisch klar, aber offensiv begrenzt
Die Werkself kommt mit vier Unentschieden aus den letzten fünf Pflichtspielen nach London. Zuletzt das 1:1 gegen Bayern München – ein turbulentes Spiel mit zwei Platzverweisen für Bayern, einem aberkannten Tor des Rekordmeisters (Handspiel Kane), und dem späten Leverkusen-Ausgleich von Hofmann, der ebenfalls per VAR zurückgenommen wurde (Abseits). Am Ende stand ein verdientes Unentschieden, das aber nichts Verlässliches über Leverkusens Stärke verrät.
Die Zahlen aus der CL-Tabellenphase sind eindeutig: 12 Punkte, Platz 16, Tordifferenz –1 (13 Tore, 14 Gegentore). Leverkusen musste durch die Playoffs – und dort setzten sie sich gegen Olympiakos durch: 2:0 auswärts im Hinspiel, 0:0 im Rückspiel. Weiterkommen, aber ohne Glanz.
Grimaldo fehlt im Rückspiel gesperrt. Der linke Flügel verliert damit seine beweglichste Waffe für das Direktspiel nach vorne. Trotzdem hat Leverkusen unter Hjulmand eine klare Spielidee: tief stehen, Konter suchen, Standards nutzen. Genau so fiel das 1:0 im Hinspiel – Andrich per Kopf nach einer Ecke. Das 3:3 in Freiburg zeigte die andere Seite: Wenn Leverkusen Räume hergibt, kassiert es auch Tore.
Arsenal - Leverkusen Tipps
1. Tipp: Über 2,5 Tore
Arsenal muss in diesem Spiel treffen – daran gibt es keinen Zweifel. Ein 0:0 würde die Verlängerung bedeuten, ein Rückspiel-Unentschieden mit Toren bringt Leverkusen ins Viertelfinale. Die Gunners werden von der ersten Minute an Druck machen und früh auf Führung spielen. Das ist keine Annahme, das ist die einzig logische Reaktion auf die Ausgangslage.
In der Tabellenphase erzielte Arsenal 23 Tore in 8 Spielen – knapp drei Treffer pro Partie im Schnitt. Zuhause läuft das offensive Spiel nochmal freier. Gegen Brighton, Chelsea und Everton gab es insgesamt sechs Tore, auch wenn die Chancenverwertung schwankte. Gyökeres als Option von der Bank, Martinelli und Saka als Startelf-Stammspieler – die Mittel, um Leverkusen unter Druck zu setzen, sind vorhanden.
Leverkusen muss seinerseits angreifen. Ein 0:0 bringt ihnen nichts. Mit einem eigenen Tor kommen sie in eine Ausgangslage, in der Arsenal zweimal treffen müsste, um das Spiel noch zu drehen. Also werden sie vorwärts gehen, Risiken eingehen, Räume öffnen. Schick und Tillman sind Spieler, die einen Moment brauchen – und der kann kommen.
Das Hinspiel endete 1:1. Das 3:3 gegen Freiburg vor wenigen Wochen zeigte, dass Leverkusen-Spiele Tore produzieren können. Das 1:1 gegen Bayern mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten bestätigt das. Daher werden beide Mannschaften versuchen, früh Druck zu erzeugen. Deshalb ist der erste Tipp eine Over-Wette auf über 2,5 Tore.
2. Tipp: Beide Teams treffen
Dieser Wett-Tipp folgt zwei Überlegungen. Erstens: Leverkusen trifft. Sie haben in dieser Champions-League-Saison bereits gegen Manchester City und gegen Arsenal (Hinspiel) nicht verloren. Das ist keine Zufallsserie. Hjulmands Elf ist taktisch diszipliniert, hält Strukturen, und findet immer wieder Wege zu Toren über Standards und Konter. Andrich hat es im Hinspiel vorgemacht. Schick, Terrier und Tillman haben auch die Qualitäten, um Offensiv für Gefahr zu sorgen.
Zweitens: Arsenal lässt Gegentore zu, wenn die Voraussetzungen stimmen. In der CL-Tabellenphase nur vier Gegentreffer – das klingt sehr solide. Aber das Hinspiel hat das Gegenteil gezeigt. Leverkusen stand 70 Minuten lang 1:0 vorne, Arsenal biss lange auf Granit. Ohne den strittigen Elfmeter kurz vor dem Ende der Partie hätte Leverkusen die Partie sogar gewonnen.
Dazu kommt die Ausgangslage: Leverkusen kann es sich nicht leisten, nur zu verteidigen. Mit einem 0:0 werden sie vermutlich nicht in die Verlängerung gehen, da auch Arsenal Druck machen wird. Sie müssen selbst treffen. Das bedeutet automatisch, dass sie offensiver spielen als im Hinspiel – mehr Risiko, mehr Räume für Arsenal, aber auch mehr Möglichkeiten für einen eigenen Treffer.
Beim 3:3 in Freiburg trafen sie dreimal. Beim 1:1 gegen Bayern trafen sie einmal und hatten weitere Chancen. Blaswich im Leverkusen-Tor hielt im Spiel gegen Bayern stark – aber Arsenal ist kein Bayern, und die Schusshärte im Emirates ist eine andere Kategorie. Wer auf Beide Teams treffen setzt, setzt auf das wahrscheinlichste Szenario: Arsenal trifft, Leverkusen trifft auch einmal.
Prognose: Arsenal gewinnt, aber nicht ohne Gegentreffer
Arsenal wird dieses Rückspiel gewinnen. Die Qualität ist über 90 Minuten im heimischen Stadion zu groß, die Ausgangslage mit dem 1:1-Hinspiel zu komfortabel. Mit einem Sieg ziehen sie direkt ins Viertelfinale ein.
Leverkusen hat dennoch reale Chancen auf einen Auswärtstreffer. Sie spielen nicht auf Remis, sondern auf den einen Moment – Standard, Konter, Fehler. Das Hinspiel hat gezeigt, dass so ein Moment kommen kann. Und weil sie ihn aktiv suchen müssen, werden sie ihn wahrscheinlicher machen.
Die beiden Wett-Tipps – Über 2,5 Tore und Beide Teams treffen – decken das naheliegendste Szenario ab: Arsenal gewinnt das Spiel, Leverkusen trifft trotzdem einmal. Drei oder mehr Tore in einem Rückspiel-Duell dieser Art sind nach allem, was die Vorberichte und Formdaten zeigen, die logische Konsequenz.


