Beide Teams treffen Wetten verlangen ein Tor von jeder der beiden Mannschaften, sonst nichts. Wer die Partie gewinnt und wie hoch, ändert daran nichts, denn ein 1:1 wird genauso gewertet wie ein 4:3. Einschätzen musst du beide Mannschaften einzeln, ihre eigenen Treffer ebenso wie ihre Gegentore, und ohne diese Einschätzung lässt sich auch die angebotene Quote nicht beurteilen.

Was bedeuten Beide Teams treffen Wetten?

Endet eine Partie 2:1, gewinnt Ja. Endet sie 3:0, gewinnt Nein, obwohl drei Tore gefallen sind. Und bei einem 0:0 gewinnt ebenfalls Nein, weil beide Mannschaften ohne Treffer geblieben sind. Mehr als diese beiden Ausgänge gibt es bei Beide Teams treffen Wetten nicht.

Wer die Partie für sich entscheidet, spielt für die Abrechnung keine Rolle. Ein 4:0 des Favoriten und ein 0:1 des Außenseiters führen beide zu Nein, ein 2:1 und ein 3:3 beide zu Ja. Die Wette hängt also weder am Sieger noch an der Gesamtzahl der Tore.

In den Wettregeln der Wettanbieter läuft diese Wette unter der Kurzform BTTS. Gewertet wird bei der Vollzeitwette die reguläre Spielzeit samt Nachspielzeit, also die 90 Minuten und die Minuten, die der Schiedsrichter hinten dranhängt. Trifft die zweite Mannschaft erstmals in der 90.+3. Minute, gewinnt Ja noch. Mit dem Schlusspfiff der regulären Spielzeit ist der gewertete Zeitraum aber zu Ende, eine Verlängerung im K.-o.-Spiel gehört nicht mehr dazu.

Welche Varianten von Beide Teams treffen Wetten gibt es?

Zur Pause steht es 1:0, am Ende 3:1. Für die erste Halbzeit gewinnt Nein, für die zweite Halbzeit gewinnt Ja, und für die ganze Partie gewinnt ebenfalls Ja. Drei Wetten auf dieselbe Begegnung, und ob sie gewinnen oder verlieren, hängt allein am gewerteten Zeitraum. Beide Teams treffen Wetten laufen in den Wettregeln über drei getrennte Zeiträume, nämlich Vollzeit, erste Halbzeit und zweite Halbzeit, jeder mit eigener Abrechnung.

Zwei weitere Varianten lassen den Zeitraum unangetastet und hängen eine zweite Bedingung an. Die eine verbindet den Treffer beider Mannschaften mit dem Ausgang der Partie, die andere mit der Gesamtzahl der Tore oberhalb oder unterhalb einer vorgegebenen Grenze. In beiden Fällen müssen beide Bedingungen zutreffen, damit die Auswahl gewinnt.

Variante

Gewertet wird

Vollzeit

die reguläre Spielzeit samt Nachspielzeit

Erste Halbzeit

nur die Tore bis zum Pausenpfiff

Zweite Halbzeit

nur die Tore nach dem Wiederanpfiff

Ergebnis und beide treffen

die Tore beider Mannschaften und der Ausgang der Partie

Torgrenze und beide treffen

die Tore beider Mannschaften und die Gesamtzahl der Tore

Die Zeitvarianten und die Kombinationsvarianten verschieben dabei zwei ganz verschiedene Dinge. Bei den Halbzeiten schrumpft die Zeit, in der die beiden Tore fallen müssen. Die Kombinationsvarianten ändern an der Zeit nichts, dafür kommt eine zweite Hürde dazu, und eine davon zu reißen genügt. Steht am Ende ein 2:2, obwohl du eine Siegwette mit beide teams treffen kombiniert hast, ist die Auswahl verloren, obwohl beide Mannschaften getroffen haben.

Beide Bedingungen stecken in einer einzigen Auswahl mit einer Quote, sie werden also nicht zu zwei Wetten aufgeteilt, von denen die eine gewinnen und die andere verlieren kann. Zwei Bedingungen zusammen treten seltener ein als eine allein, und damit sinkt die Trefferchance gegenüber der schlichten Wette auf Ja.

Welche Partien kommen für eine BTTS-Wette infrage?

Angenommen, eine Heimmannschaft hat in ihren letzten fünf Heimspielen jedes Mal mindestens ein Tor erzielt und in jedem dieser Spiele auch mindestens eines kassiert. Der Gast hat auswärts dreimal zu null gespielt und blieb in zwei weiteren Auswärtsspielen selbst ohne Treffer. Für Ja taugt diese Begegnung nicht, denn die Bedingung braucht beide Mannschaften, und eine davon liefert in ihren Auswärtsspielen weder verlässlich eigene Tore noch verlässlich Gegentore.

Heim- und Auswärtsspiele werden dabei getrennt gezählt und nicht in einen Topf geworfen. Eine Mannschaft, die zu Hause offensiver spielt und dafür hinten Räume öffnet, kann auswärts tief stehen und mit einem torlosen Remis zufrieden sein. Wer beide Serien zusammenrechnet, mittelt genau den Unterschied weg, auf den es bei Beide Teams treffen Wetten ankommt. Für die Vorauswahl zählst du deshalb die Heimspiele der Heimmannschaft und die Auswärtsspiele des Gastes.

Für jede der beiden Mannschaften brauchst du dabei zwei Zahlen statt einer, nämlich wie oft sie selbst getroffen und wie oft sie ein Gegentor bekommen hat. Eine Mannschaft mit gefährlichem Angriff und stabiler Abwehr ist für Ja trotz ihrer Tore ein schlechter Kandidat, weil sie die eine Hälfte der Bedingung zuverlässig liefert und die andere zuverlässig verhindert. Spiele ohne Gegentor auf der einen Seite und torlose Auftritte auf der anderen sind die beiden Ausschlussgründe, nach denen du zuerst suchst, denn jeder von ihnen kippt Ja für sich allein.

Am Ende dieses Filters steht eine Liste von Kandidaten, keine Wette. Beide Mannschaften haben in vergleichbaren Spielen schon getroffen und schon kassiert, mehr steht damit nicht fest, und genau deshalb lohnt sich hier überhaupt eine genauere Analyse. Ob am Ende Ja, Nein oder gar kein Tipp steht, entscheidet sich mit den Zahlen und dem Umfeld der konkreten Partie.

Die wichtigsten Statistiken bei BTTS-Wetten

Die BTTS-Häufigkeit ist eine einzige Division. Du teilst die Spiele mit Toren auf beiden Seiten durch alle Spiele der Stichprobe. Bei zwölf Heimspielen, in denen achtmal beide Mannschaften trafen, ergibt 8 geteilt durch 12 einen Wert von 0,667, also rund 67 Prozent. Diese Rechnung machst du zweimal und hast danach zwei Werte, einen je Mannschaft, jeden aus den Spielen, die du in der Vorauswahl für sie bestimmt hast.

Ob die Zahl am Ende etwas taugt, entscheidet sich an fünf Punkten:

  • Wie viele Spiele in der Stichprobe stecken. Die Zahl der Spiele ist nirgends festgelegt, und sie gehört zum Ergebnis dazu. Rund 67 Prozent aus zwölf Spielen und dieselben 67 Prozent aus drei Spielen sind nicht dasselbe. Ein einziger Ausreißer verschiebt bei wenigen Spielen den ganzen Wert, bei vielen reichst du weit in eine Zeit zurück, in der die Mannschaft womöglich anders spielte.
  • Gegen wen die Spiele der Stichprobe liefen. Acht beidseitige Torerfolge gegen die schwächsten Mannschaften der Tabelle lassen sich kaum auf eine Begegnung mit dem Tabellenzweiten übertragen. Geh die Gegner der Stichprobe einzeln durch und prüfe, ob der kommende Gegner in dieses Feld passt.
  • Wer wirklich aufläuft. Erst an der bestätigten Aufstellung siehst du, ob die Spieler beginnen, die die Tore der Stichprobe erzielt oder vorbereitet haben. Fehlen sie, ist die Torgefahr dieser Mannschaft eine andere als in den Zahlen. Dasselbe gilt für die andere Hälfte der Bedingung, denn ein Ausfall in der Innenverteidigung oder ein Ersatztorhüter verschiebt auch die Aussicht auf Gegentore.
  • Was der Spielstand aus der Partie macht. Ein früher Rückstand zwingt eine Mannschaft nach vorn und öffnet die Räume dahinter, was Tore auf beiden Seiten wahrscheinlicher macht. Eine 1:0-Führung ab der 70. Minute wirkt umgekehrt, denn der Führende verwaltet, der Zurückliegende läuft gegen eine tiefe Abwehr an, und für Ja fehlt am Ende genau dessen Tor.
  • Die Bedeutung der Partie. Am Saisonende steht für manche Mannschaft rechnerisch fest, dass sie weder absteigen noch die Meisterschaft oder einen Europapokalplatz erreichen kann. In der englischen Premier League stiegen die erzielten Tore solcher Mannschaften über sechs Spielzeiten im Schnitt von 1,23 auf 1,49 je 90 Minuten und ihre Gegentore von 1,39 auf 1,66, beide Hälften der Bedingung also um fast denselben Betrag. Genau aus diesen beiden Größen entsteht die BTTS-Häufigkeit, und die Erwartung, dass dann weniger Tore fallen, stimmt nicht.

Keiner dieser Punkte entscheidet für sich allein, und bei Beide Teams treffen Wetten gilt das besonders, weil zwei Mannschaften gleichzeitig eine Bedingung erfüllen müssen. An der BTTS-Häufigkeit liest du ab, wie oft es in vergleichbaren Spielen geklappt hat, und die fünf Punkte davor klären, wie belastbar dieser Wert für die kommende Partie ist.

Wie oft beide Mannschaften in den fünf großen Ligen trafen

Zwischen der Liga mit dem höchsten und der mit dem niedrigsten Anteil lagen in der Spielzeit 2025/26 17 Prozentpunkte. Gezählt sind dabei die Spiele einer kompletten Saison, in denen beide Mannschaften mindestens ein Tor erzielten, also genau der Ausgang, um den es bei Beide Teams treffen Wetten geht. Jede der fünf Ligen ist dafür ein für sich abgeschlossener Datensatz aus allen Paarungen einer Spielzeit, Hinspiel wie Rückspiel.

Liga

Spiele der Saison 2025/26

davon mit Toren auf beiden Seiten

Anteil

Bundesliga

306

189

62 Prozent

La Liga

380

215

57 Prozent

Premier League

380

213

56 Prozent

Ligue 1

306

155

51 Prozent

Serie A

380

172

45 Prozent

Woraus die fünf Werte entstanden sind

Hinter jedem dieser Anteile steht dieselbe Division, die du auch für eine einzelne Mannschaft rechnest, nur über eine ganze Liga und eine ganze Spielzeit: In jeder Zeile der Tabelle ergibt die mittlere der drei Zahlen geteilt durch die erste den Prozentwert dahinter. Die Werte gehören zu einer abgeschlossenen Saison. Sie halten fest, wie oft der Fall eintrat, und sagen nichts darüber, wie oft er in der nächsten Spielzeit eintreten wird. Warum die Bundesliga oben und die Serie A unten lagen, liegt stark an den Eigenheiten der Liga und der Spielweise der einzelnen Mannschaft. Die italienische Serie A ist bekannt für ihre eher defensive Spielweise, während die meisten Mannschaften in der Bundesliga deutlich offensiver spielen.

Was die Spanne für deine Auswahl bedeutet

Eine Prozentzahl ohne Liga, ohne Zeitraum und ohne Zahl der Spiele lässt sich nach diesen fünf Werten nicht mehr einordnen: Derselbe Wert war in der einen Liga der Schnitt einer kompletten Spielzeit und lag in einer anderen deutlich unter dem, was dort über dieselbe Saison zusammenkam. Ebenso wenig taugt die Rangfolge dazu, Kandidaten zu suchen. Wer die Partien für Ja in der Liga mit dem höchsten und die für Nein in der Liga mit dem niedrigsten Anteil sucht, hat seine Auswahl an eine Größe gehängt, in der über die zwei Mannschaften der Partie nichts steckt. Eine Schätzung für eine einzelne Begegnung darf dagegen weit außerhalb dieser Spanne liegen, denn ein Ligaschnitt mittelt hunderte Partien. Sie braucht dann aber einen Grund aus genau dieser Begegnung, den du benennen kannst; findest du ihn nicht, liegt es an der Schätzung und nicht an der Liga.