Das AFC Championship Game 2026 steht vor der Tür und verspricht ein packendes Duell zwischen den Denver Broncos und den New England Patriots. Am Sonntag treffen die beiden Teams im Empower Field at Mile High aufeinander, wo die Broncos als Top-Seed der AFC ihren Heimvorteil ausspielen wollen. Doch die Ausgangslage hat sich dramatisch verändert, seit Bo Nix im Divisional-Round-Sieg gegen die Bills einen Knöchelbruch erlitt und für den Rest der Playoffs ausfällt.

Für dich als Tipper ergeben sich daraus interessante Wett-Möglichkeiten. Die Patriots reisen mit einer beeindruckenden Auswärtsbilanz von 8-0 nach Denver und haben in der Divisional Round die Houston Texans mit 28:16 deutlich bezwungen. Drake Maye führt die Offense an und hat sich in seiner Debütsaison als einer der besten jungen Quarterbacks der Liga etabliert. Auf der anderen Seite müssen die Broncos auf Backup Jarrett Stidham setzen, der seit zwei Jahren kein NFL-Spiel mehr gestartet hat.

Diese Konstellation macht das Spiel für Wett-Tipps besonders spannend. Die Quoten spiegeln die Favoritenrolle der Patriots wider, doch wie valide sind diese Einschätzungen? In dieser Analyse schaue ich mir beide Teams genauer an und liefere dir zwei konkrete Tipps für das Conference Championship Game.

Broncos - Patriot Tipps

Wett-Tipps Denver Broncos - New England Patriots
NFL
01
Sieg New England Patriot -6,5 2,14
02
Drake Maye wirft über 1,5 Touchdowns 2,00

1. Tipp: Sieg New England Patriot -6,5

Als ersten Wett-Tipp für dieses AFC Championship Game empfehle ich eine Handicap-Wette auf einen Sieg der Patriots - 6,5. Das bedeutet, dass die Patriots mit mindestens sieben Punkten Unterschied gewinnen müssen, damit dieser Tipp aufgeht.

Die Gründe für diese Empfehlung sind klar. Die Patriots verfügen mit Drake Maye über einen Quarterback, der in der Regular Season bewiesen hat, dass er ein Unterschiedsspieler seien kann. Seine 31 Touchdowns und nur acht Interceptions zeigen seine Effizienz und Entscheidungsfähigkeit. Gegen die Texans warf er trotz schwieriger Wetterbedingungen drei Touchdown-Pässe und führte sein Team souverän ins Conference Championship.

Die Schwäche der Broncos-Offense ohne Nix

Auf der anderen Seite steht Jarrett Stidham, der in seiner Karriere eine ausgeglichene Bilanz von acht Touchdowns zu acht Interceptions aufweist. Sein letzter Start vor über zwei Jahren endete mit einer Niederlage, bei der er einen Pick warf. Die Broncos hatten in der Regular Season ihre offensive Identität rund um Bo Nix aufgebaut – sein Ausfall zwingt das Team, den gesamten Gameplan umzustellen.

Die Defense der Patriots hat in den Playoffs bisher nur durchschnittlich 9,5 Punkte pro Spiel zugelassen. Justin Herbert kam gegen sie auf ein Passer Rating von 64,2, C.J. Stroud auf 28,8. Beide Quarterbacks sind deutlich erfahrener und talentierter als Stidham und konnten die Patriots-Defense dennoch nicht knacken. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Stidham gegenn genau diese Defensive bedeutend besser aussieht.

Die Auswärtsbilanz der Patriots unterstreicht ihre Reife als Team. Acht Siege in acht Auswärtsspielen – das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Mannschaft, die unter Druck performen kann. Selbst wenn die Mile-High-Atmosphäre für Heimvorteil sorgt, haben die Patriots bereits gezeigt, dass sie sich davon nicht beeindrucken lassen. Mein Wett-Tipp lautet daherklar klar: New England Patriots -6,5.

2. Tipp: Drake Maye wirft über 1,5 Touchdowns

Mein zweiter Wett-Tipp für das AFC Championship Game: Drake Maye wirft über 1,5 Passing Touchdowns. Diese Wette gewinnt, wenn der Patriots-Quarterback mindestens zwei Touchdown-Pässe in diesem Spiel wirft.

Mayes Statistiken in der Regular Season sprechen eine deutliche Sprache. In 17 Spielen warf er 31 Touchdowns, was einem Schnitt von 1,82 pro Partie entspricht. In den Playoffs kam er auf vier Touchdowns in zwei Spielen – ein Schnitt von 2,0 pro Spiel. Selbst im schwierigen Schneetreiben gegen Houston schaffte er drei Touchdown-Pässe.

Die Broncos-Defense unter Druck

Die Broncos haben zwar eine sehr starke Defense, die in der Divisional Round gegen die Bills nur 30 Punkte zuließ – wobei 27 davon in der regulären Spielzeit fielen. Josh Allen warf trotz vier Turnovers zwei Touchdown-Pässe gegen Denver. Die Patriots-Offense ist diverser als die der Bills und bietet Maye mit Stefon Diggs und Kayshon Boutte mehrere gute Optionen in der Red Zone.

Boutte zeigte im Spiel gegen Houston, was er kann. Sein spektakulärer One-Hand-Catch in der Endzone zum 27:16 war ein Statement. Diggs ist ohnehin eine der zuverlässigsten Waffen in der Red Zone und hat in der Regular Season 51 First Downs erzielt. Die Kombination aus Mayes Arm und diesen Receivern sollte für mindestens zwei Scoring-Plays durch die Luft sorgen.

Stidham wird voraussichtlich versuchen, konservativ zu spielen und Fehler zu vermeiden. Das bedeutet für die Patriots, dass sie häufig den Ball bekommen werden. Das würd zwangsläufig dazu führen, dass die Broncos Defensive irgendwann erschöpft ist. Deshalb denke ich, dass Maye gegen die Broncos mindestens zwei Passing Touchdowns erzielen wird.

Die Broncos ohne Bo Nix: Wie stark ist Denver mit Jarrett Stidham?

Die Denver Broncos beendeten die Regular Season mit einer starken Bilanz von 14 Siegen und drei Niederlagen. In der Divisional Round lieferten sie sich einen echten Playoff-Krimi gegen die Buffalo Bills und gewannen 33:30 in der Overtime. Wil Lutz verwandelte den entscheidenden 23-Yard-Field-Goal, nachdem Ja'Quan McMillian im entscheidenden Moment einen Pass von Josh Allen abgefangen hatte.

Der Sieg hatte allerdings einen bitteren Beigeschmack. Bo Nix zog sich wenige Spielzüge vor dem entscheidenden Field Goal einen Knöchelbruch zu und fällt für den Rest der Saison aus. Der Second-Year-Quarterback hatte Denver zur besten Bilanz der AFC geführt und 24 Siege in seinen ersten zwei Saisons gefeiert – ein NFL-Rekord, den er mit Russell Wilson teilt.

Jarrett Stidham: Der Backup mit begrenzter Erfahrung

Jetzt liegt die Verantwortung bei Jarrett Stidham. Der 29-Jährige hat in seiner NFL-Karriere lediglich 20 Spiele absolviert und dabei nur vier Mal in der Startformation gestanden. Seine Statistiken sind durchschnittlich: 59,4 Prozent Completion-Rate, 1.422 Yards und jeweils acht Touchdowns sowie Interceptions. Sein letzter Start liegt über zwei Jahre zurück – am 7. Januar 2024 gegen die Las Vegas Raiders, als er bei einer 14:27-Niederlage 20 von 34 Pässen für 272 Yards und einen Touchdown bei einer Interception warf.

Head Coach Sean Payton gab sich nach dem Bills-Spiel dennoch zuversichtlich: Stidham sei bereit und könne bei mehreren Teams als Starter auflaufen. Ob diese Einschätzung der Realität standhält, wird sich zeigen. Die Broncos haben mit Courtland Sutton einen verlässlichen Receiver, der in 18 Spielen dieser Saison 78 Receptions für 1.070 Yards und sieben Touchdowns verzeichnete. Im Spiel gegen die Bills kam er auf vier Catches für 53 Yards.

New England Patriots: Die perfekte Auswärtsmannschaft

Die New England Patriots haben unter Mike Vrabel eine bemerkenswerte Transformation durchlaufen. In seiner ersten Saison als Head Coach führte der dreimalige Super-Bowl-Champion als Spieler die Patriots zu einer Bilanz von 14 Siegen und drei Niederlagen in der Regular Season. Vrabel setzte auf eine Kultur, in der Spieler füreinander performen wollen – und diese Philosophie trägt Früchte.

In den Playoffs zeigten die Patriots bisher ihre beste Leistung der Saison. In der Wild Card Round besiegten sie die Los Angeles Chargers mit 16:3, in der Divisional Round die Houston Texans mit 28:16. Besonders die Defense glänzte: In beiden Spielen ließ sie im Schnitt nur 9,5 Punkte zu und erzwang sechs Turnovers bei neun Sacks.

Drake Maye: Der MVP-Kandidat am Steuer

Drake Maye hat sich in seiner zweiten Saison als einer der aufregendsten jungen Quarterbacks der NFL etabliert. In 17 Regular-Season-Spielen kam er auf 4.394 Passing Yards bei einer Completion-Rate von 72 Prozent. Seine 31 Touchdowns bei nur acht Interceptions ergeben ein hervorragendes Passer Rating von 113,5. In den Playoffs warf er vier Touchdowns bei zwei Interceptions.

Im Spiel gegen die Texans hatte Maye allerdings mit den Bedingungen zu kämpfen. Bei Schnee und Regen completete er 16 von 27 Pässen für 179 Yards und drei Touchdowns, verlor den Ball aber auch viermal, wovon zwei verloren gingen. Sein Top-Target ist Stefon Diggs, der in der Regular Season 85 Catches für 1.013 Yards und vier Touchdowns verzeichnete. Gegen Houston kam Diggs auf vier Catches für 40 Yards und einen Score.

Die letzten fünf Spiele der Patriots unterstreichen ihre aktuelle Dominanz. Nach dem 28:16 gegen Houston gab es das 16:3 gegen die Chargers, davor ein 38:10 gegen die Dolphins, ein 42:10 gegen die Jets und ein 28:24-Sieg gegen die Ravens. Die Auswärtsbilanz von 8-0 in dieser Saison ist beeindruckend und gibt den Patriots zusätzliches Selbstvertrauen für die Reise nach Denver.

Fazit und Prognose

Das AFC Championship Game zwischen den Denver Broncos und den New England Patriots wird unter völlig anderen Vorzeichen stattfinden, als die Broncos sich das erhofft hatten. Mit Bo Nix hätten sie den Heimvorteil und die Top-Seed-Position ausspielen können. Ohne ihn fehlt ihnen der Spieler, der in entscheidenden Momenten den Unterschied machen kann.

Die Patriots sind das komplettere Team in dieser Playoff-Phase. Mike Vrabels Defense hat bewiesen, dass sie auch Spitzen-Quarterbacks neutralisieren kann. Drake Maye hat die Werkzeuge, um die Broncos-Defense zu knacken, während Jarrett Stidham vor der größten Herausforderung seiner Karriere steht.

Trotzdem dürfen die Broncos nicht unterschätzt werden. Sean Payton ist ein erfahrener Coach, der sein Team auf diese Situation vorbereiten wird. Die Defense mit Nik Bonitto und dem turnover-freudigen Secondary hat gegen Buffalo gezeigt, dass sie Spiele gewinnen kann. Dennoch erwarte ich, dass die Patriots mit ihrer Erfahrung und Qualität am Ende den Sieg davontragen und zum ersten Mal seit 2018 wieder im Super Bowl stehen werden.