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Wett-Tipp · NFL

Chargers gegen Broncos: Wett-Tipp und Prognose am 11.10.2026

Chargers gegen Broncos
NFL
Unser Tipp Sieg Los Angeles Chargers
Quote2,47
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Die Los Angeles Chargers haben seit Woche 16 der vergangenen Saison kein Spiel mehr gewonnen und gehen mit 0-4 in das Duell mit Denver. Die Broncos stehen bei 2-2, haben ihre beiden Siege aber erst nach Rückständen in der zweiten Halbzeit geholt und auswärts noch nicht gewonnen. In Seattle verloren die Chargers am Sonntag beide Tackles, in San Francisco schied bei Denver Pat Surtain II verletzt aus. Dazu haben sich beide Kader seit dem Winter verändert: Bei den Chargers ist Mike McDaniel neuer Offensive Coordinator, Denver holte im März Jaylen Waddle aus Miami.

Die Ausgangslage vor dem Spiel in Inglewood

Angepfiffen wird am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 22:05 Uhr deutscher Zeit im SoFi Stadium in Inglewood. Die Chargers haben Heimrecht, verloren aber auch ihre beiden bisherigen Heimspiele, jeweils 14:26 gegen Arizona und Las Vegas. Danach folgten ein 16:24 in Buffalo und ein 23:30 in Seattle. Der Abstand wurde dabei von Woche zu Woche kleiner, von zweimal zwölf Punkten auf acht und sieben. Denver gewann beide Heimspiele, 20:13 gegen Jacksonville und 30:26 gegen die Rams, und verlor beide Auswärtsspiele deutlich: 10:31 in Kansas City und 14:24 in San Francisco.

In der AFC West sind die Chargers Letzter, die Broncos Dritter. Mit vier Spielen ist die Stichprobe klein, und beide Teams haben sich nach dem Sommer verändert. Die Werte der Saison zeigen eher, wo die Probleme liegen, als wie stark ein Team ist.

Saison 2026 nach vier Spielen

Los Angeles Chargers

Denver Broncos

Punkte je Spiel

16,8

18,5

Zugelassene Punkte je Spiel

26,5

23,5

Raumgewinn je Spiel (Yards)

306,8

280,3

Zugelassener Raumgewinn je Spiel (Yards)

333,5

375,0

Rushing Yards je Spiel

121,5

81,3

Yards pro Lauf

4,3

3,6

Zugelassene Rushing Yards je Spiel

121,8

142,8

Zugelassene Passing Yards je Spiel

211,8

232,3

Eigene Ballverluste

10

5

Erzwungene Ballverluste

7

4

Sacks gegen den eigenen Quarterback

12

5

Sacks der eigenen Defense

10

8

Los Angeles Chargers: viele Ballverluste, verlässliches Laufspiel

Verloren haben die Chargers ihre Spiele vor allem durch eigene Fehler. Zehn Ballverluste in vier Spielen sind der schlechteste Wert der beiden Teams, Justin Herbert warf sechs Interceptions bei vier Touchdowns und wurde zwölfmal gesackt. In Seattle fing Drake Thomas den ersten Pass des Spiels ab, ein fallen gelassener Punt führte direkt zu einem Touchdown der Seahawks, und am Ende stand ein Strip Sack, als die Chargers 1:42 Minuten vor Schluss noch ausgleichen konnten. Dazu kamen 16 Strafen für 130 Yards. Die Offensive Line hielt dort kaum etwas: Herbert stand bei 55 Prozent seiner Dropbacks unter Druck, und nach den Verletzungen von Joe Alt, Rashawn Slater und Trevor Penning spielten im letzten Viertel vier Rookies neben Cole Strange.

Was funktioniert, ist das Laufspiel. Die Chargers kommen auf 121,5 Rushing Yards je Spiel und 4,3 Yards pro Lauf, in den letzten beiden Spielen waren es 131 und 147 Yards. Omarion Hampton hat 238 Yards und drei Touchdowns, verlor aber in den ersten beiden Spielen je einen Fumble. Seitdem teilt er sich die Läufe mit Keaton Mitchell und Kimani Vidal; in Seattle hatte Mitchell sogar einen Lauf mehr. Herbert selbst zeigte in der zweiten Halbzeit in Seattle, dass der Angriff Drives zu Ende spielen kann: 13 von 16 Pässen kamen für 144 Yards an, aus 6:27 wurde 23:30. Trotzdem hat es für das Comeback nicht gereicht, da sie viel zu spät angefangen haben, Punkte zu erzielen.

Die Defense hält die Spiele länger offen, als die Punkte vermuten lassen. Sie ließ im Schnitt 333,5 Yards zu und damit weniger als Denvers Defense. Gegen Seattle waren es 286 Yards, also weniger, als der eigene Angriff schaffte. In Buffalo erzwang sie fünf Ballverluste, Genesis Smith, ein Pick aus der vierten Runde, fing dabei zwei Interceptions. Khalil Mack steht bei drei Sacks, Tuli Tuipulotu bei zwei. Trotzdem hat die Mannschaft in jedem Spiel mindestens 24 Punkte zugelassen, auch weil die Gegner nach Ballverlusten oft kurze Wege zur Endzone hatten.

Denver Broncos: langsame Starts, schwache Auswärtsspiele

Der Angriff der Broncos kommt schwer in Gang. Mit 280,3 Yards je Spiel liegt Denver unter den Chargers, das Laufspiel schafft nur 3,6 Yards pro Lauf, und bei den erzielten Punkten steht die Mannschaft auf Rang 26 der Liga. In den vier ersten Halbzeiten der Saison erzielte Denver zusammen 13 Punkte. Gegen die Rams lag die Mannschaft zur Pause 0:16 zurück und war in der ersten Halbzeit mit 67 zu 273 Yards unterlegen, gegen Jacksonville holte sie einen Rückstand von zehn Punkten im dritten Viertel auf. Bo Nix steht bei 819 Yards, fünf Touchdowns und drei Interceptions. Er wurde nur fünfmal gesackt, kam in San Francisco aber kaum zu tiefen Pässen und brachte bei 42 Versuchen nur 5,1 Yards je Pass zusammen. Jaylen Waddle ist mit 185 Yards der beste Receiver, Courtland Sutton fing in San Francisco einen von sechs Bällen.

Auch die Defense ist nicht mehr die aus dem Vorjahr. Denver führte die NFL 2024 und 2025 bei den Sacks an, hat in dieser Saison aber erst acht und in San Francisco keinen einzigen geschafft. Im Schnitt ließen die Broncos 375,0 Yards und 142,8 Rushing Yards pro Spiel zu, Kansas City lief allein 220 Yards. Talanoa Hufanga fing zwei Interceptions und trug eine gegen die Rams zum Touchdown zurück, Zach Allen führt mit drei Sacks.

Auswärts hat Denver die größten Schwierigkeiten. In Kansas City kamen die Broncos auf 176 Yards, in San Francisco stand es zur Pause 3:3, bevor die 49ers nach einem fallen gelassenen Punt von Marvin Mims Jr. in drei Drives hintereinander Touchdowns erzielten. Zu diesem Zeitpunkt waren Surtain und Riley Moss schon verletzt ausgeschieden, außen spielten Jahdae Barron und Kris Abrams-Draine.

Neue Coordinators, Waddle und der Draft: die Kader 2026

Bei den Chargers haben beide Coordinators gewechselt. Nach dem 3:16 in der Wild Card Round gegen New England entließ Jim Harbaugh Offensive Coordinator Greg Roman. Nachfolger ist Mike McDaniel, der im Januar nach vier Saisons als Head Coach der Miami Dolphins gehen musste. Auf seinen Wunsch kamen Running Back Keaton Mitchell und Fullback Alec Ingold, dazu Guard Cole Strange, der schon in Miami mit ihm gearbeitet hatte. Defensive Coordinator Jesse Minter wurde Head Coach in Baltimore, sein Nachfolger ist Chris O'Leary. Im Draft nahmen die Chargers in der ersten Runde Outside Linebacker Akheem Mesidor, in der zweiten Center Jake Slaughter, der sofort startet. Aus späteren Runden kamen Wide Receiver Brenen Thompson, Tackle Travis Burke, Safety Genesis Smith und Guard Logan Taylor. Der neue Tight End David Njoku, früher bei den Browns, steht mit einem Bruch des Wadenbeins auf der Injured Reserve.

Denver baute vor allem den Angriff um. Für den Pick aus der ersten Runde und zwei weitere Picks holten die Broncos im März Jaylen Waddle aus Miami. Dieser hat sich bislang jedoch nicht richtig in die Mannschaft eingefunden. Mit nur 185 Yards und einem Touchdown in vier Spielen liegt er etwas hinter den Erwartungen an ihn. Offensive Coordinator Joe Lombardi musste gehen, Davis Webb, bisher Quarterbacks Coach, übernahm. Defensive End John Franklin-Myers wechselte nach Tennessee, Linebacker Dre Greenlaw wurde entlassen. J.K. Dobbins und Alex Singleton bekamen neue Verträge. Ohne Picks in den ersten beiden Runden kamen im Draft Defensive Tackle Tyler Onyedim, Running Back Jonah Coleman und Tackle Kage Casey.

Chargers vs. Broncos: der direkte Vergleich

Seit Harbaugh 2024 kam, haben die Chargers drei der vier Duelle gegen die Broncos gewonnen, beide in Los Angeles. Die einzige Niederlage, ein 3:19 in Denver im Januar, kam am letzten Spieltag zustande, als die Chargers Trey Lance statt Herbert spielen ließen, da die Partie für sie sportlich irrelevant war. Im September 2025 gewannen sie zu Hause 23:20, Herbert warf dabei 300 Yards.

Datum

Spielort

Ergebnis

04.01.2026

Denver

Broncos 19:3 Chargers

21.09.2025

Los Angeles

Chargers 23:20 Broncos

19.12.2024

Los Angeles

Chargers 34:27 Broncos

13.10.2024

Denver

Chargers 23:16 Broncos

31.12.2023

Denver

Broncos 16:9 Chargers

10.12.2023

Los Angeles

Broncos 24:7 Chargers

Vergangene Saison war Denver mit 14-3 das stärkere Team und kam bis ins AFC Championship Game, die Chargers schlossen mit 11-6 ab. Gegen Herbert taten sich die Broncos trotzdem schwer: In den drei Duellen mit ihm seit 2024 gewannen sie keines.

Los Angeles Chargers - Denver Broncos Tipps

Meine Empfehlung für diese Partie ist eine Siegwette auf die Los Angeles Chargers und das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen laufen die Chargers für 4,3 Yards pro Versuch und kamen zuletzt auf 131 und 147 Rushing Yards. Denver ließ im Schnitt 142,8 Rushing Yards zu, gegen Kansas City 220 und gegen San Francisco 140. Mit Hampton, Mitchell und Vidal können die Chargers den Ball also am Boden bewegen und Herbert aus den langen Third Downs heraushalten, in denen eine angeschlagene Line am meisten Druck zulässt. Zum anderen trifft Herbert, wenn er werfen muss, möglicherweise auf eine Secondary ohne Surtain und Moss; in San Francisco fielen die drei Touchdowns in Folge erst, nachdem beide raus waren. Wie gut Herbert mit etwas Zeit noch spielt, zeigte die zweite Halbzeit in Seattle mit 13 von 16 angebrachten Pässen.

Von Denvers Seite spricht der schwache Angriff für die Chargers. Die Broncos kommen auf 280,3 Yards je Spiel, laufen für 3,6 Yards pro Versuch und haben in vier ersten Halbzeiten nur 13 Punkte erzielt. Ihre Siege nach Rückstand gelangen zu Hause, auswärts verloren sie mit 21 und 10 Punkten Abstand. Die Defense der Chargers ließ weniger Yards zu als die der Broncos, hielt Seattle bei 286 Yards und erzwang in Buffalo fünf Ballverluste. Gegen einen Angriff, der früh selten Punkte macht, kann sie die Chargers lange im Spiel halten.

Hinzu kommen Heimrecht und das direkte Duell. Unter Harbaugh haben die Chargers alle drei Spiele gegen Denver gewonnen, in denen Herbert spielte, beide Heimspiele eingeschlossen. Ihre vier Niederlagen dieser Saison gingen vor allem auf Ballverluste und Strafen zurück, in Buffalo und Seattle waren sie beim Raumgewinn gleichauf oder vorn, und der Abstand ist zuletzt auf sieben Punkte geschrumpft.

Gegen den Tipp spricht die Offensive Line, die ohne Alt und Slater gegen einen Pass Rush antreten könnte, der die Liga zweimal in Folge bei den Sacks anführte. In dieser Saison kam Denver aber erst auf acht Sacks und in San Francisco auf keinen, und ein Angriff, der über den Lauf kommt, nimmt dem Pass Rush die Gelegenheiten. Ich setze auf den Sieg der Los Angeles Chargers, weil ihr Laufspiel genau die Schwäche von Denvers Defense trifft und Denvers Angriff bisher zu selten früh Punkte erzielt hat, um ein Auswärtsspiel zu kontrollieren.

Die Prognose

Das Spiel dürfte sich daran entscheiden, ob die Chargers den Ball halten können, ohne zu viele Turnover zu produzieren. Bleiben die frühen Interceptions und Fumbles aus, kann ihr Laufspiel die Drives verlängern, während Denvers Angriff erfahrungsgemäß eine Halbzeit braucht, um in Gang zu kommen. Dann laufen die Broncos einem Rückstand hinterher, ohne den Heimvorteil, mit dem sie ihre beiden Aufholjagden geschafft haben.

Gelingt es den Chargers, Herbert über das Laufspiel und kurze Würfe aus dem Druck zu halten, bekommt ihre Defense ein Spiel, das sie bisher selten hatte: eines ohne kurze Wege für den Gegner. Die Prognose lautet auf einen knappen Heimsieg der Chargers, getragen vom Laufspiel und von einer Defense, die Denvers langsame Starts ausnutzt.

Tim, Redaktion wetten.eu

Ich bin Tim und verantworte bei Wetten.eu die Wett-Tipps und Spielprognosen. Mein Schwerpunkt liegt auf der Bundesliga und der NFL. Bevor ich einen Tipp abgebe, werte ich Statistiken aus: Tordifferenzen, Formkurven, Head-to-Head-Bilanzen und Spielerdaten. So erkennst du, warum ich eine bestimmte Wette empfehle – und kannst selbst einschätzen, ob sie zu deiner Strategie passt.