Am 24. Januar 2026 steigt in der legendären T-Mobile Arena in Las Vegas einer der meistdiskutierten Kämpfe der jüngeren UFC-Geschichte. Im Hauptkampf von UFC 324 stehen sich Justin Gaethje und Paddy Pimblett gegenüber – und es geht um nichts Geringeres als den Interim Lightweight Titel. Zwei völlig unterschiedliche Kämpfer, zwei komplett verschiedene Ansätze und jede Menge Sprengstoff im Octagon.

Du willst wissen, wie du bei diesem Kampf setzen solltest? Dann bist du hier genau richtig. In diesem Artikel analysiere ich beide Kämpfer detailliert, schaue mir die letzten Auftritte an und liefere dir am Ende zwei konkrete Wett-Tipps für den Abend. Gaethje bringt seine brachiale Schlagkraft mit, während Pimblett als Submission-Spezialist mit einer beeindruckenden Siegesserie anreist. Die Frage ist: Wer setzt sich durch?

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Justin Gaethje: Der erfahrene Veteran mit Knockout-Power

Justin Gaethje gehört seit Jahren zu den gefährlichsten Kämpfern der Lightweight Division. Mit einer Bilanz von 26 Siegen und 5 Niederlagen hat der 37-Jährige bewiesen, dass er auf höchstem Niveau mithalten kann. Seine körperlichen Voraussetzungen sprechen für sich: Bei einer Größe von 1,80 Metern und einer Reichweite von 177,8 Zentimetern verfügt er über solide Maße für die Gewichtsklasse.

Die letzten fünf Kämpfe von Gaethje zeigen ein gemischtes Bild. Am 9. März 2025 besiegte er Rafael Fiziev nach Punkten – ein taktisch kluger Sieg, bei dem Gaethje seine Erfahrung ausspielte. Zuvor hatte er im April 2024 gegen Max Holloway verloren, als dieser ihn in Runde 5 kurz vor Schluss per KO ausschaltete. Im Juni 2023 gelang ihm ein beeindruckender TKO-Sieg in Runde 2 gegen Dustin Poirier. Im März 2023 holte er ebenfalls einen Punktsieg gegen Fiziev. Die letzte Niederlage vor dem Holloway-Kampf datiert aus dem März 2022, als Charles Oliveira ihn per Submission bezwang.

Gaethjes Stärken und Schwächen im Octagon

Was fällt bei Gaethjes Bilanz auf? Drei seiner fünf Niederlagen kamen durch Submission zustande. Gegen Oliveira musste er aufgeben, gegen Khabib Nurmagomedov davor ebenfalls. Das zeigt eine klare Tendenz: Wenn Gaethje auf den Boden gezwungen wird und gegen einen exzellenten Grappler antritt, gerät er in Schwierigkeiten. Im Stand hingegen ist er immer brandgefährlich. Seine Beintritte und sein explosives Boxen haben schon viele Gegner ausgeknockt. Poirier kann davon ein Lied singen.

Gaethje ist ein Kämpfer, der den direkten Schlagabtausch sucht. Er nimmt Treffer in Kauf, um selbst welche landen zu können. Gegen einen reinen Striker kann das funktionieren. Gegen einen Submission-Spezialisten wie Pimblett birgt diese Herangehensweise erhebliche Risiken. Mit 37 Jahren ist Gaethje zudem nicht mehr der Jüngste. Die Frage ist berechtigt, ob seine Reflexe noch schnell genug sind, um die Takedowns von Pimblett zu verteidigen.

Paddy Pimblett: Der aufstrebende Stern aus Liverpool

Paddy Pimblett ist das genaue Gegenteil von Gaethje. Mit 31 Jahren steht er in der Blüte seiner Karriere. Seine Bilanz von 23 Siegen bei nur 3 Niederlagen ist beeindruckend. Bei einer Körpergröße von 1,78 Metern bringt er eine Reichweite von 185,4 Zentimetern mit – das sind fast 8 Zentimeter mehr als Gaethje. Ein deutlicher Vorteil im Stand, den viele unterschätzen.

Pimbletts letzte fünf Kämpfe sprechen eine deutliche Sprache. Am 13. April 2025 besiegte er Michael Chandler per TKO – ein Statement gegen einen ehemaligen Titelanwärter. Im Juni 2024 finishte er Bobby Green bereits in Runde 1 per Submission. Im Dezember 2023 holte er einen Punktsieg gegen Tony Ferguson. Im Dezember 2022 gewann er nach Punkten gegen Jared Gordon, und im Juni 2022 gelang ihm eine Submission in Runde 2 gegen Jordan Leavitt.

Pimbletts Weg zum Titelkampf und seine Finisher-Qualitäten

Was macht Pimblett so gefährlich? Er ist ein kompletter Kämpfer mit einem klaren Finish-Instinkt. Von seinen sieben UFC-Siegen kamen drei durch Submission und zwei durch KO zustande. Er kann also sowohl stehend als auch am Boden gewinnen. Seine Grappling-Fähigkeiten sind das Herzstück seines Spiels. Das Triangle gegen Bobby Green und der Rear Naked Choke gegen Jordan Leavitt zeigen seine Vielseitigkeit im Bodenkampf.

Allerdings hat Pimblett auch Schwächen. Er kassiert im Stand zu viele Treffer. Gegen Gaethjes Power könnte das zum Problem werden. Doch Pimblett hat bislang ein gutes Kinn gezeigt und erholt sich schnell. Der TKO-Sieg gegen Chandler hat bewiesen, dass er auch im Schlagabtausch bestehen kann. Sein Selbstvertrauen vor diesem Kampf ist enorm. Er selbst prognostiziert, dass der Kampf nicht lange dauern wird, wenn er Gaethje auf den Boden bringt.

Justin Gaethje - Paddy Pimblett Tipps

Wett-Tipps Gaethje - Pimblett
UFC 324
01
Unter 3,5 Runden 1,51
02
Sieg Paddy Pimblett 1,40

1. Tipp: Unter 3,5 Runden

Als ersten Wett-Tipp für diesen Kampf empfehle ich eine Under-Wette auf Unter 3,5 Runden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Beide Kämpfer sind keine Typen für taktische Punktsiege über die volle Distanz. Gaethje sucht seit jeher den frühen Finish – sein TKO gegen Dustin Poirier kam bereits in Runde 2. Pimblett hingegen hat in seinen letzten fünf Kämpfen zweimal in den ersten beiden Runden per Submission gewonnen.

Schau dir die Finishes genauer an: Bobby Green musste schon in Runde 1 aufgeben. Jordan Leavitt war in Runde 2 erledigt. Auch der TKO gegen Chandler kam nicht über die volle Distanz. Gaethje auf der anderen Seite hat gegen Poirier gezeigt, dass er schnell finishen kann, wenn er seinen Rhythmus findet.

Dieser Kampf wird nicht die volle Distanz von fünf Runden gehen. Entweder landet Gaethje früh einen seiner brutalen Treffer und verletzt Pimblett ernsthaft, oder Pimblett findet einen Weg zum Takedown und arbeitet auf eine Submission hin. In beiden Szenarien endet der Kampf vor der vierten Runde. Der Kampfstil beider Athleten lässt kaum Raum für ein taktisches Abtasten.

2. Tipp: Sieg Paddy Pimblett – Der junge Löwe schlägt zu

Als zweiten Wett-Tipp empfehle ich einen Sieg für Paddy Pimblett. Diese Empfehlung basiert auf mehreren Faktoren. Pimbletts Bilanz der letzten fünf Kämpfe ist makellos – fünf Siege ohne Niederlage. Gaethje hingegen hat in diesem Zeitraum zwei Niederlagen kassiert. Das Momentum spricht klar für den Mann aus Liverpool, auch wenn dieser vermutlich etwas leichtere Gegner hatte.

Der entscheidende Faktor ist Gaethjes Anfälligkeit gegen Grappling-Spezialisten. Seine Niederlagen gegen Charles Oliveira und Khabib Nurmagomedov kamen beide per Submission zustande. Pimblett gehört zu den besten Grapplers der Division. Seine Submissions gegen Bobby Green und Jordan Leavitt waren technisch sauber und zeigten seine Fähigkeit, auch aus ungünstigen Positionen Finishes zu erzwingen.

Dazu kommt der Altersunterschied. Mit 37 Jahren ist Gaethje sechs Jahre älter als Pimblett. In einem Sport, in dem Reaktionsschnelligkeit und Erholungsfähigkeit entscheidend sind, kann das den Unterschied ausmachen. Pimblett ist hungriger, er kämpft um seinen ersten UFC-Titel. Gaethje hingegen hat bereits angedeutet, dass dies möglicherweise sein letzter Anlauf auf den Titel sein könnte. Der Reichweitenvorteil von fast 8 Zentimetern gibt Pimblett zudem mehr Möglichkeiten, im Stand Distanz zu halten, wo er durchaus auch seine Qualitäten hat. Obwohl er vermutlich früh versuchen wird den Kampf auf den Boden zu bringen, hat Pimblett auch die Fähigkeit im Stand gefährlich zu werden, was ihm zu einem scher einschätzbaren Gegner macht.

UFC 324 Prognose: So sehe ich den Kampf verlaufen

Meine Prognose für diesen Kampf: Pimblett wird die erste Runde überstehen müssen. Gaethje kommt traditionell stark aus der Ecke und sucht früh den Knockout. Wenn Pimblett diesen ersten Sturm übersteht, verschiebt sich das Momentum zu seinen Gunsten. Gaethjes Cardio war in längeren Kämpfen bereits ein Thema – gegen Holloway ging ihm in Runde 5 die Luft aus.

Ab Runde 2 sehe ich Pimblett den Kampf kontrollieren. Seine Takedown-Versuche werden häufiger und Gaethjes wird müder. Sobald der Kampf auf dem Boden landet, hat Pimblett einen klaren Vorteil. Seine Submissions-Fähigkeiten sind auf höchstem Niveau. Ein Triangle oder ein Rear Naked Choke könnte das Ende für Gaethje bedeuten.

Der Interim Lightweight Titel geht nach meiner Einschätzung an Paddy Pimblett. Der Kampf endet innerhalb der ersten drei Runden – entweder durch Submission oder durch einen späten TKO, wenn Gaethje zu viel Schaden nimmt.

UFC 324 verspricht einen spektakulären Hauptkampf zwischen zwei völlig unterschiedlichen Kämpfertypen. Die T-Mobile Arena wird am 24. Januar 2026 Zeuge eines Duells, das über den weiteren Weg der Lightweight Division entscheiden wird. Der Sieger dieses Kampfes wird voraussichtlich gegen den aktuellen Lightweight Champion Ilia Topuria antreten.