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Wett-Tipp · NFL

Seattle Seahawks - San Francisco 49ers Tipps und Prognose

Seahawks gegen 49ers
NFLSo., 11.10.2026
Unser Tipp Brock Purdy erzielt über 1,5 Passing Touchdowns
Quote2,00
Quote bei BetLabel
18+. Quoten können sich bis zum Spielbeginn ändern.
Zu BetLabel

Im Januar endete die Saison der San Francisco 49ers in Seattle, in den Playoffs gegen den späteren Sieger des Super Bowl. Jetzt kommen sie ungeschlagen zurück, und zum ersten Mal in dieser Saison müssen sie im Stadion eines Gegners antreten. Die Seahawks haben als Titelverteidiger im Sommer Spieler abgegeben, die 49ers ihren Angriff neu besetzt. Wie viel die Duelle vom Winter noch über dieses Spiel verraten, hängt an genau diesen Veränderungen, an den Ausfällen der Woche und daran, wie viel vier Spieltage über die Form beider Mannschaften aussagen.

Spitzenspiel der NFC West: Termin und Form nach vier Spielen

Angepfiffen wird am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 22:25 Uhr deutscher Zeit im Lumen Field in Seattle, gespielt wird auf Kunstrasen. Es treffen die beiden besten Mannschaften der NFC West aufeinander: San Francisco führt mit 4-0, Seattle folgt mit 3-1. Die 49ers bestritten den Auftakt gegen die Rams in Melbourne und danach drei Heimspiele. Seattle hat neun Heimspiele in Folge gewonnen und muss schon am Donnerstag darauf in Denver antreten, vier Tage nach diesem Spiel.

Die 49ers erzielen 30,5 Punkte je Spiel, gleichauf mit Dallas der zweitbeste Wert der Liga, und lassen 16,0 zu. Vier Spiele sind allerdings wenig, und die Gegner der 49ers sind bisher keine Spitzenteams: Die Rams und Denver stehen bei 2-2, Arizona bei 1-3.

Saison 2026 nach vier Spielen

Seattle Seahawks

San Francisco 49ers

Punkte je Spiel

26,3

30,5

Zugelassene Punkte je Spiel

18,3

16,0

Raumgewinn je Spiel (Yards)

347,3

389,0

Zugelassener Raumgewinn je Spiel (Yards)

246,8

308,8

Touchdowns der Offense (per Pass/per Lauf)

13 (10/3)

16 (11/5)

Eigene Ballverluste

5

2

Erzwungene Ballverluste

8

3

Sacks gegen den eigenen Quarterback

6

0

Sacks der eigenen Defense

11

6

San Francisco 49ers: effizient in der Red Zone, Purdy ohne Sack

Der Angriff der 49ers macht aus seinen Chancen fast immer sechs Punkte. Elf von 13 Besuchen in der Red Zone endeten mit einem Touchdown, beim Third Down kam San Francisco in 23 von 40 Versuchen durch. Brock Purdy brachte 79 von 113 Pässen für 1.007 Yards an, warf 11 Passing Touchdowns und nur eine Interception. Gesackt wurde er in vier Spielen kein einziges Mal. Gegen Miami brachte er 20 von 22 Pässen an und wurde danach als NFC Offensive Player of the Week ausgezeichnet. Christian McCaffrey trägt das Laufspiel und kam auf vier Touchdowns am Boden.

Purdy verteilt die Bälle breit. George Kittle fing in den letzten drei Spielen 14 Pässe für 232 Yards und vier Touchdowns, Mike Evans hat 213 Receiving Yards, Deebo Samuel drei Touchdowns. Ganz reibungslos lief es zuletzt aber nicht: Gegen Denver brachten die ersten sieben Drives nur 3 Punkte. Erst nach einem Fumble der Broncos beim Punt Return im dritten Viertel gelangen drei Touchdowns in drei Drives in Folge, während Denver beide Cornerbacks verletzt verlor, darunter Patrick Surtain II.

Die Defense ließ im Schnitt 99,8 Rushing Yards zu, und nur Arizona kam über 14 Punkte, beim 36:30 dann aber gleich auf 30. Ballverluste erzwingt sie kaum, drei in vier Spielen, und der Pass Rush kam auf sechs Sacks, zwei davon durch Keion White.

Seattle Seahawks: Smith-Njigba glänzt, die Strafen kosten Punkte

Seattles Defense lässt gegen den Pass wenig zu. Im Schnitt gab sie 144,8 Passing Yards und 246,8 Yards Raumgewinn ab, erzwang acht Ballverluste und kam auf elf Sacks, drei davon durch Leonard Williams. Julian Love fing zwei der sechs Interceptions. In drei der vier Spiele gelang dem Gegner genau ein Passing Touchdown. Die Ausnahme war Washington: Marcus Mariota warf drei, und Seattle verlor 31:33.

Wo die Defense Punkte hergibt, hat sie oft selbst nachgeholfen. Gegen die Chargers führte Seattle im dritten Viertel 27:6 und gewann am Ende nur 30:23. Die Seahawks kassierten 14 Strafen für 150 Yards, so viele Yards wie nie zuvor in einem ihrer Spiele. Sieben davon waren Strafen von 15 Yards, vier fielen in Drives, die mit Punkten der Chargers endeten.

Im Angriff läuft vieles über Jaxon Smith-Njigba. Er führte die Liga 2025 mit 1.793 Receiving Yards an und steht in dieser Saison schon bei 481 Yards und sechs Touchdowns. Sam Darnold verletzte sich im ersten Viertel des Auftakts am Gesäßmuskel, Drew Lock gewann für ihn das erste und das zweite Spiel. Seit Woche 3 ist Darnold zurück und warf sechs Passing Touchdowns, aber auch drei Interceptions. Schwach ist Seattle beim Third Down mit 14 geschafften von 45 Versuchen, und von 16 Besuchen in der Red Zone endeten nur neun mit einem Touchdown.

Wer kam und wer ging: die Kader 2026

Seattle gewann im Februar den Super Bowl LX mit 29:13 gegen New England und verlor danach mehrere Schlüsselspieler. Running Back Kenneth Walker III ging zu den Chiefs, Cornerback Riq Woolen zu den Eagles, Safety Coby Bryant zu den Bears und Defensive End Boye Mafe zu den Bengals. Gehalten wurden Rashid Shaheed, der einen Vertrag über drei Jahre und 51 Millionen Dollar unterschrieb, und Cornerback Josh Jobe; Smith-Njigba bekam eine Verlängerung über 168,6 Millionen Dollar. Neu sind Cornerback Trevon Diggs, Safety Rodney Thomas II, Linebacker Dante Fowler und Running Back Emanuel Wilson. Aus dem Draft hilft bisher kaum jemand: Jadarian Price, der Pick am Ende der ersten Runde, steht auf der Injured Reserve, Safety Bud Clark aus der zweiten Runde fällt die ganze Saison aus. Offensive Coordinator Klint Kubiak wurde Cheftrainer der Raiders, sein Nachfolger Brian Fleury trainierte zuvor die Tight Ends der 49ers.

In San Francisco ist Raheem Morris neuer Defensive Coordinator, Robert Saleh ging nach Tennessee. Die größte Veränderung betrifft die Receiver. Mike Evans kam im März nach zwölf Jahren in Tampa Bay, Deebo Samuel kehrte im August für ein Jahr zurück, Christian Kirk unterschrieb ebenfalls, steht aber seit Saisonbeginn auf der Injured Reserve. Kittle riss sich in der Wild Card Round im Januar die Achillessehne und stand 243 Tage später zum Auftakt wieder auf dem Feld. Einen Pick in der ersten Runde hatten die 49ers nicht; Receiver De'Zhaun Stribling aus der zweiten Runde ist verletzt, Defensive End Romello Height aus der dritten Runde hat einen Sack. Für die Defense kamen Linebacker Dre Greenlaw aus Denver und per Trade Defensive Tackle Osa Odighizuwa aus Dallas.

Seahawks vs. 49ers: der direkte Vergleich

Von den letzten fünf Duellen, alle mit Purdy als Quarterback der 49ers, gewann Seattle drei. Die beiden jüngsten gingen klar an die Seahawks.

Datum

Spielort

Ergebnis

17.01.2026 (Divisional Round)

Seattle

Seahawks 41:6 49ers

03.01.2026

Santa Clara

Seahawks 13:3 49ers

07.09.2025

Seattle

49ers 17:13 Seahawks

17.11.2024

Santa Clara

Seahawks 20:17 49ers

10.10.2024

Seattle

49ers 36:24 Seahawks

Die beiden jüngsten Siege Seattles fielen in den Januar. Im letzten Spiel der Regular Season kamen die 49ers auf 173 Yards Raumgewinn und nur ein Field Goal, zwei Wochen später verloren sie in den Playoffs in Seattle mit 6:41, wobei vor allem die 49ers durch einige Verletzungen stark eingeschränkt waren. Dort trug Shaheed den Kickoff zu Beginn 95 Yards zum Touchdown zurück, Walker III lief dreimal in die Endzone, und den 49ers fehlte Kittle, der sich eine Woche zuvor die Achillessehne gerissen hatte. San Francisco verlor den Ball dreimal und kam kein einziges Mal in die Red Zone. Allerdings sind die Vorzeichen nun komplett anders, weshalb es sehr unwahrscheinlich ist, dass sich das so wiederholen wird.

Seattle Seahawks - San Francisco 49ers Tipps

Der Wett-Tipp lautet Brock Purdy über 1,5 Passing Touchdowns. Purdy braucht dafür mindestens zwei Touchdowns per Pass, ein eigener Lauf in die Endzone zählt nicht. In dieser Saison hat er das in jedem Spiel geschafft, mit drei, zwei, vier und zwei Passing Touchdowns. Die 49ers holen ihre Touchdowns vor allem durch die Luft: 11 der 16 Touchdowns der Offense fielen per Pass. Weil San Francisco in der Red Zone fast immer bis in die Endzone kommt, muss es sich selten mit einem Field Goal begnügen. Die Pässe hängen auch nicht an einem einzigen Empfänger. Kittle fing vier, Samuel drei, Evans zwei, und von den Empfängern fehlen am Sonntag nur Juszczyk und Robinson mit je einem. Dazu wurde Purdy noch kein einziges Mal gesackt, er hat also Zeit, seine Ziele zu finden.

Auch Seattles Defense bietet Ansatzpunkte, obwohl sie gegen den Pass wenig Raum hergibt. Mit Woolen und Bryant fehlen zwei Spieler aus der Secondary der Vorsaison, und Washington kam gegen die neue Besetzung dreimal per Pass in die Endzone. Verlängert Seattle wie gegen die Chargers mit Strafen die Drives des Gegners, bekommt eine Offense, die in der Red Zone so zuverlässig trifft, zusätzliche Chancen auf einen Touchdown. Weil Seattle selbst 26,3 Punkte je Spiel erzielt, dürfte San Francisco zudem bis ins vierte Viertel Punkte brauchen und sich nicht früh auf das Laufspiel zurückziehen können.

Die längere Reihe stützt das Bild. In der Vorsaison warf Purdy in sechs von neun Starts der Regular Season mindestens zwei Passing Touchdowns, seit Beginn der Saison 2025 einschließlich Playoffs in 11 von 15 Starts. Gegen Seattle gelang ihm das in drei der letzten sieben Duelle, in Seattle selbst 2024 mit drei und 2025 mit zwei Passing Touchdowns. Die beiden Spiele ohne Passing Touchdown im Januar gehören zu dieser Reihe, kamen aber mit einem anderen Angriff zustande: In den Playoffs fehlte Kittle, der in dieser Saison die meisten Touchdowns gefangen hat, und Evans spielte noch in Tampa Bay.

Der Tipp ist eine Über-Wette auf mehr als 1,5 Passing Touchdowns von Brock Purdy, weil San Francisco seine Touchdowns in dieser Saison vor allem über Purdys Pässe erzielt, seine Line ihn bisher schützt und er mit Kittle, Samuel und Evans drei Empfänger hat, die in der Endzone zuverlässig sind.

Fazit und Prognose zum Spiel in Seattle

Der Ausgang hängt vor allem davon ab, ob Seattles Pass Rush Purdy erstmals in dieser Saison zu Boden bringt. Elf Sacks hat die Defense der Seahawks schon, die Offensive Line der 49ers hat noch keinen zugelassen. Gelingt Seattle das nicht, kann San Francisco seine Drives wie bisher zu Ende spielen. Umgekehrt fehlt den 49ers Bosa im Pass Rush gegen Darnold, der gegen die Chargers dreimal gesackt wurde und seit seiner Rückkehr drei Interceptions warf. Seattles Schwäche beim Third Down und die vielen Strafen sprechen dagegen, dass die Seahawks ein solches Spiel über vier Viertel bestimmen. Ich erwarte deshalb ein enges Spiel, das San Francisco knapp gewinnt.

Tim, Redaktion wetten.eu

Ich bin Tim und verantworte bei Wetten.eu die Wett-Tipps und Spielprognosen. Mein Schwerpunkt liegt auf der Bundesliga und der NFL. Bevor ich einen Tipp abgebe, werte ich Statistiken aus: Tordifferenzen, Formkurven, Head-to-Head-Bilanzen und Spielerdaten. So erkennst du, warum ich eine bestimmte Wette empfehle – und kannst selbst einschätzen, ob sie zu deiner Strategie passt.