Fußballspiele können nach der regulären Spielzeit unentschieden stehen. Bei 3-Weg Wetten ist dieses Remis ein eigener Tipp, genau wie der Heim- oder Auswärtssieg. Vor dem Setzen musst du deshalb wissen, welcher Spielstand für die Wette zählt.

Wie funktionieren 3-Weg Wetten?

Die drei Ausgänge schließen einander aus. Mit 1 tippst du auf den Heimsieg, X steht für das Unentschieden und 2 für den Auswärtssieg. Endet die Partie im maßgeblichen Zeitraum remis, gewinnt allein die Auswahl X. Ein späterer Sieger ändert daran nichts, wenn er erst nach diesem Zeitraum feststeht.

Bei Fußball Wetten gilt ohne einen ausdrücklich anders benannten Zeitraum die reguläre Spielzeit. Für die Abrechnung zählen zweimal 45 Minuten samt Nachspielzeit, nicht aber eine Verlängerung oder ein Elfmeterschießen. Steht es nach der Nachspielzeit unentschieden, ist bei einer 1X2-Wette also X der richtige Tipp, selbst wenn anschließend noch ein Team weiterkommt.

Sportarten mit 3-Weg Wetten

Eine dritte Auswahl kommt dort infrage, wo im maßgeblichen Zeitraum neben zwei Siegerseiten auch ein Unentschieden möglich ist. Das sind zum Beispiel Sportarten wie Fußball, Eishockey und Boxen. Die Bezeichnung 3-Weg sagt dabei noch nicht, welcher Zeitpunkt oder welche Wertung für die Abrechnung zählt.

Sportart

Drei mögliche Ausgänge

Grenze für die Abrechnung

Fußball

Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg

Reguläre Spielzeit

Eishockey

Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg

60 Minuten, ohne Verlängerung und Shootout

Boxen

Sieg des ersten Boxers, offiziell gewertetes Unentschieden, Sieg des zweiten Boxers

Offiziell gewertetes Kampfergebnis

American Football

Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg

60 Minuten, ohne Verlängerung

Handball

Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg

Reguläre Spielzeit

Im Eishockey ist bei 3-Weg Wetten nach den 60 Minuten die Auswahl X richtig, obwohl in Verlängerung oder Shootout später noch ein Sieger feststeht. Beim Boxen braucht es für die mittlere Auswahl ein offiziell gewertetes Unentschieden. Die Wette bezieht sich damit nicht einfach auf den irgendwann feststehenden Sieger, sondern auf genau die Wertungsgrenze des Angebots.

Vorteile und Nachteile der dritten Auswahl

Mit einer einzelnen 1-, X- oder 2-Auswahl deckst du genau einen der drei möglichen Ausgänge ab. Eine Doppelte Chance, die diese Auswahl einschließt, erfasst dagegen noch einen zweiten Ausgang. Die breitere Abdeckung senkt jedoch die Quote, weil dafür mehr Ergebnisse zum Gewinn führen können.

Auswahl

Vorteil

Nachteil

Einzelne Auswahl 1, X oder 2

Höhere faire Quote

Die beiden nicht gewählten Ausgänge führen zum Verlust

Doppelte Chance 1X, X2 oder 12

Zwei der drei Ausgänge sind abgedeckt

Niedrigere Quote als bei der enthaltenen Einzelwahl

Einzelne Auswahl X

Das Unentschieden lässt sich gezielt tippen

Jeder Sieg einer der beiden Seiten führt zum Verlust

Die höhere Quote der Einzelwahl ist keine Trefferzusage. Ihr Kehrwert gibt lediglich an, welche Trefferwahrscheinlichkeit zum Erreichen der Gewinnschwelle nötig wäre. Du tauschst bei 3-Weg Wetten also eine engere Abdeckung gegen eine höhere mögliche Auszahlung pro Einsatz.

Tipps und Strategien für 3-Weg Wetten

Eine zutreffende Einschätzung der Partie reicht nicht aus, wenn die Wette einen anderen Zeitraum oder weniger Ausgänge umfasst als gedacht. Für deine Auswahl müssen deshalb die Abrechnung und die abgedeckten Ergebnisse zusammenpassen. Die Quote ordnest du erst ein, wenn diese beiden Punkte feststehen.

Die Wertungsgrenze vor der Auswahl klären

Du kannst den späteren Sieger richtig eingeschätzt haben und mit einer 3-Weg-Wette trotzdem verlieren, wenn für die Abrechnung ein früherer Spielstand zählt. Prüfe deshalb zuerst die genaue Bezeichnung des Wettsegments und den genannten Zeitraum. Bezieht sich die Auswahl auf die reguläre Spielzeit, bleibt ein danach feststehender Sieger für diese Wette ohne Bedeutung.

Die praktische Folge ist eine klare Reihenfolge: Zuerst legst du fest, welcher Spielstand abgerechnet wird, dann ordnest du deine Einschätzung 1, X oder 2 zu. Stützt sich dein Tipp auf einen anderen Zeitraum als das Wettsegment, passen Einschätzung und Auswahl nicht zusammen. In diesem Fall löst eine höhere Quote das eigentliche Problem nicht.

Einzelwahl und Doppelte Chance bewusst trennen

Vor dem Setzen sollte feststehen, ob genau ein Ausgang oder auch ein zweiter Ausgang zu deiner Einschätzung passt. Prüfe dazu, bei welchen Ergebnissen deine konkrete Auswahl gewinnt und bei welchen sie verliert. Ein Einzeltipp deckt nur den gewählten Ausgang ab, während 1X, X2 oder 12 jeweils zwei Ergebnisse einschließen.

Ergibt diese Prüfung, dass du dich auf einen Ausgang festlegen willst, ist die Einzelwahl die passende Form, allerdings führen beide anderen Ergebnisse zum Verlust. Hältst du einen anderen Ausgang ebenfalls für wahrscheinlich, ist die Doppelte Chance Wette trotz der niedrigeren Quote die bessere Wahl.

Die Quote erst nach der Abdeckung einordnen

Die höhere Quote einer Einzelwahl macht sie nicht automatisch zur besseren Entscheidung. Prüfe, welcher zusätzliche Verlustausgang gegenüber der einschließenden Doppelten Chance hinzukommt und ob deine Einschätzung diese engere Abdeckung tatsächlich stützt. Erst dann lässt sich die Quote im Verhältnis zum übernommenen Risiko beurteilen.

Wenn du mehrere Ausgänge getrennt setzt, beziehst du die Summe aller Einsätze in die Beurteilung ein. Nur so steht die Quote der gewonnenen Auswahl im Verhältnis zum gesamten Betrag, den du für die Abdeckung eingesetzt hast.