Argentinien und Österreich haben ihre WM-Auftakte beide gewonnen, und trotzdem könnten die Vorzeichen vor dem direkten Duell kaum unterschiedlicher sein. Lionel Messi schnürte beim 3:0 gegen Algerien einen Dreierpack, während sich Österreich gegen Jordanien eine lange Zeit schwer getan hat, bis sie durch ein Eigentor erneut in Führung gegangen sind. Für Tipper stellt sich damit die Frage, die dieses Spiel wirklich prägt: Gewinnt Argentinien so klar, wie es die Form verspricht, fallen erneut viele Tore, und hat Österreich gegen den Weltmeister überhaupt eine echte Chance? Die beiden Auftaktauftritte geben darauf bessere Antworten als jede Quotenliste.

Die liegen weniger in großen Namen als in den Zahlen der ersten beiden Spiele: Wie effizient Argentinien gegen Algerien zuschlug und wie schwer sich Österreich gegen einen WM-Neuling tat, sagt über dieses Duell mehr aus als der Tabellenplatz.

Was steht für Argentinien und Österreich am 2. Spieltag auf dem Spiel?

Beide Mannschaften sind mit einem Sieg in die WM 2026 gestartet, und genau das macht das Duell am 2. Spieltag in Gruppe J so wertvoll. Argentinien fertigte Algerien mit 3:0 ab, Österreich bezwang Jordanien mit 3:1. Nach einem Spieltag stehen also zwei Teams bei drei Punkten, die beiden anderen bei null.

Der Sieger dieses direkten Duells steht mit sechs Punkten so gut wie sicher in der K.-o.-Runde und greift nach Platz eins in der Gruppe. Für den Verlierer wird es eng, weil der letzte Spieltag dann gegen Jordanien oder Algerien zur Pflichtaufgabe wird, bei der schon ein Ausrutscher das Aus bedeuten kann. So früh im Turnier fällt hier eine Vorentscheidung.

Gespielt wird am Montag, dem 22. Juni 2026, um 19:00 Uhr deutscher Zeit im AT&T Stadium in Arlington bei Dallas. Für Österreich ist es nach dem ersten WM-Sieg seit 1990 das wichtigste Spiel der Gruppenphase, für Argentinien die Chance, das Weiterkommen schon vor dem letzten Spieltag abzuhaken.

Platz

Mannschaft

Spiele

Tore

Punkte

1

Argentinien

1

3:0

3

2

Österreich

1

3:1

3

3

Jordanien

1

1:3

0

4

Algerien

1

0:3

0

Wie stark ist Argentinien nach dem WM-Auftakt?

Argentinien hat gegen Algerien gezeigt, warum der Titelverteidiger zu den Favoriten zählt, und zwar nicht über pausenlose Dominanz, sondern über Effizienz. Mit 48 Prozent Ballbesitz hatte die Mannschaft von Lionel Scaloni sogar etwas weniger vom Ball als Algerien, traf aber dreimal. Die erwarteten Tore lagen bei 1,26 zu 0,32, die Torschüsse bei 10 zu 7. Aus wenig Aufwand wurde ein klares Ergebnis.

Den Unterschied machte Lionel Messi. In seinem 200. Länderspiel erzielte der Kapitän alle drei Tore, vorbereitet von Rodrigo De Paul, Alexis Mac Allister und Nicolás González. Mit nun 16 WM-Toren zog er mit dem deutschen Rekordhalter Miroslav Klose gleich. Dass er das mit 38 Jahren noch so abruft, sagt viel über die Verfassung des Spielmachers.

Dahinter steht ein Kader, der kaum Schwachstellen hat. Im Mittelfeld ordnen De Paul, Mac Allister und Enzo Fernández das Spiel, in der Sturmspitze kann Scaloni zwischen Lautaro Martínez und Julián Álvarez wählen, die beide gegen Algerien zum Einsatz kamen. Diese Tiefe erlaubt Wechsel, ohne dass das Niveau spürbar sinkt.

Die Form spricht ebenfalls für Argentinien. Acht Spiele in Folge hat das Team gewonnen, quer durch Qualifikation, Testspiele und den WM-Auftakt, und kassierte in dieser Serie nur ein einziges Gegentor. Über 2,5 Tore fielen dabei in vier der letzten fünf Auftritte. Eine Mannschaft, die so trifft und hinten so stabil steht, geht auch gegen Österreich als klarer Favorit ins Spiel.

Österreichs Auftaktschwierigkeiten gegen Jordanien

Der 3:1-Endstand gegen Jordanien sieht souveräner aus, als das Spiel war. Österreich hatte mit 63 Prozent deutlich mehr Ballbesitz und die besseren erwarteten Tore (1,69 zu 0,46), brachte den WM-Neuling aber lange nicht entscheidend in Bedrängnis. Das war kein souveräner Auftritt, sondern ein hart erarbeiteter, phasenweise glücklicher Sieg.

Für die Einordnung vor dem Spiel gegen Argentinien zählt dieser Verlauf mehr als das Ergebnis. Ein Team, das gegen einen WM-Neuling bis in die zwölfte Minute der Nachspielzeit zittert, hat gegen den Titelverteidiger eine ganz andere Aufgabe vor sich.

Romano Schmid brachte Österreich in der 21. Minute mit einem sehenswerten Schuss in Führung, vorbereitet von Xaver Schlager. Nach der Pause glich Ali Olwan in der 50. Minute für Jordanien aus, und danach blieb es lange beim 1:1. Ein Treffer von Marko Arnautović in der 67. Minute zählte nach Videobeweis wegen eines Handspiels nicht.

Die Entscheidung fiel spät und mit Glück. In der 76. Minute fälschte Yazan Al-Arab eine Hereingabe von Marcel Sabitzer unhaltbar ins eigene Tor ab, und in der 90.+12 verwandelte Arnautović einen Handelfmeter zum 3:1. Gegen eine kompaktere Mannschaft als Jordanien hätte dieser Auftritt kaum für drei Punkte gereicht.

Rangnicks Pressing und die Schlüsselspieler

Unter Trainer Ralf Rangnick spielt Österreich mit hohem Pressing und schnellem Zugriff nach Ballverlust. Gegen einen Gegner, der das Spiel selbst machen will, kann das unangenehm werden, weil es Argentinien zu Fehlern im Aufbau zwingen soll. Das ist Österreichs realistischste Waffe für dieses Duell.

Das Personal dafür ist da. Im Zentrum sorgen Konrad Laimer und Nicolas Seiwald für Tempo und Zweikampfhärte, Marcel Sabitzer schaltet sich nach vorne ein und bereitete gegen Jordanien das 2:1 vor. David Alaba führt die Abwehr, Marko Arnautović kam von der Bank und verwandelte den entscheidenden Elfmeter.

Welche Schlüsselduelle entscheiden Argentinien gegen Österreich?

Das Spiel wird nicht über die ganze Breite des Feldes entschieden, sondern an drei Stellen. An jeder davon hat Argentinien das höhere Niveau, doch Österreich hat überall einen Plan, der zumindest phasenweise aufgehen kann.

Argentiniens Mittelfeld gegen Österreichs Pressing

Im Zentrum trifft Argentiniens Reihe aus Rodrigo De Paul, Alexis Mac Allister und Enzo Fernández auf das hohe Pressing der Österreicher. Dieses Trio verbindet Ballsicherheit mit Tempo und löste gegen Algerien den Druck meist sauber auf, obwohl die Mannschaft dort nur 48 Prozent Ballbesitz hatte.

Österreichs Idee ist, genau hier zuzupacken und Argentinien früh zu stören. Gelingt das, entstehen Ballgewinne in gefährlicher Zone. Gelingt es nicht, öffnet das hohe Anlaufen Räume hinter der Kette, die ein Spieler wie Messi gnadenlos bestraft. An diesem Duell hängt, ob Österreich das Spiel offen halten kann.

Argentiniens Angriff gegen Alaba und Danso

Vorne hat Scaloni die Wahl: Messi als Schaltzentrale, dazu Lautaro Martínez oder Julián Álvarez in der Spitze, die beide gegen Algerien zum Zug kamen. Gegen diese Offensive steht eine österreichische Abwehr um David Alaba und Kevin Danso, die Erfahrung und Zweikampfstärke mitbringt.

Der Knackpunkt ist die Absicherung. Wenn Österreich hoch presst, bleibt die Abwehr oft in Eins-gegen-eins-Situationen, und genau die sucht Messi. Halten Alaba und Danso die Kette dagegen kompakt und tief, wird es für Argentinien schwerer, durch die Mitte zum Abschluss zu kommen. Wie mutig Rangnick auflaufen lässt, prägt dieses Duell.

Österreichs Umschaltspiel und Standards

Österreichs beste Chance auf Tore liegt nicht im Aufbau, sondern in zwei Situationen: im Umschalten nach Ballgewinn und bei ruhenden Bällen. Gegen Jordanien fiel das wichtige 2:1 nach einer Hereingabe von Marcel Sabitzer, die ins eigene Tor abgefälscht wurde, und auch sonst kam Österreich über Flanken und zweite Bälle zu seinen Gelegenheiten.

Gegen Argentiniens Abwehr um Cristian Romero, Lisandro Martínez und den erfahrenen Nicolás Otamendi ist das ein gangbarer Weg, weil ruhende Bälle das Tempo aus dem Spiel nehmen und individuelle Klasse weniger zählt. Argentinien hat in den letzten acht Spielen nur ein Gegentor kassiert, also wird Österreich jede dieser Situationen brauchen, um überhaupt zu treffen.

Argentinien vs. Österreich Wett-Tipp

Wett-Tipps Argentinien - Österreich
WM 2026
01
Über 2,5 Tore 1,92

Aus den beiden Auftaktauftritten ergibt sich ein klarer Tipp: Über 2,5 Tore. Er stützt sich nicht auf ein Bauchgefühl, sondern auf das, was Argentinien und Österreich am ersten Spieltag und in den Wochen davor gezeigt haben.

Das stärkste Argument liefert Argentiniens Offensive. In vier der letzten fünf Auftritte fielen mehr als 2,5 Tore, der WM-Auftakt gegen Algerien endete 3:0, davor schlug das Team unter anderem Sambia 5:0 und Island 3:0. Mit Messi, Lautaro Martínez und Julián Álvarez hat Scaloni so viel Qualität in der Offensive, dass selbst wenige Gelegenheiten zu Toren werden: Der Dreierpack gegen Algerien entstand aus gerade einmal 1,26 erwarteten Toren. Diese Mannschaft trifft fast immer, egal wie das Spiel läuft.

Dazu kommt, dass auch Österreich Tore beisteuert. Gegen Jordanien gelangen drei Treffer, und in drei der letzten fünf Spiele trafen beide Mannschaften. Unter Rangnick verteidigt Österreich hoch und schiebt früh nach, das öffnet Räume hinter der Abwehr, die ein Gegner wie Argentinien bestraft. Sobald Österreich gegen den Favoriten einem Rückstand hinterherläuft, muss es noch mehr riskieren, und die Partie öffnet sich weiter.

Der erste Spieltag der Gruppe J passt ins Bild. Argentinien gegen Algerien brachte drei Tore, Österreich gegen Jordanien sogar vier. Zwei Teams, die selbst treffen und dem Gegner Chancen lassen, ergeben eine gute Ausgangslage für ein torreiches Spiel, und genau darauf zielt dieser Tipp.

Spielprognose und Fazit

In der Prognose bleibt Argentinien der klare Favorit. Der Titelverteidiger wird die Initiative übernehmen, den Ball durch De Paul, Mac Allister und Enzo Fernández laufen lassen und über Messi zu seinen Chancen kommen. Österreich hält mit hohem Pressing dagegen und setzt auf Konter und ruhende Bälle, also auf die Mittel, mit denen es schon gegen Jordanien zu seinen Toren kam.

Wahrscheinlich entwickelt sich daraus ein offenes Spiel mit Treffern auf beiden Seiten. Als Tendenz spricht vieles für einen Sieg Argentiniens, etwa ein 3:1 oder 2:1, bei dem auch Österreich trifft. Dass die Österreicher den Weltmeister über 90 Minuten ärgern, ist nach dem mühsamen Auftakt gegen Jordanien nicht ausgeschlossen, ein Punktgewinn wäre aber eine kleine Überraschung.

International World Cup (International)
22.06.2026, 19:00
Argentina
vs Anstoss
Austria

Prognose & Wahrscheinlichkeiten

Über 1.5 Tore
100%
Über 2.5 Tore
100%
Über 3.5 Tore
50%
Beide treffen (BTTS)
50%
Über 0.5 Tore (HZ)
100%
Ø Ecken
6.0
Ø Karten
1.0
Argentina 3.00 Punkte pro Spiel
Erwartung 3.5 Tore im Spiel
Austria 3.00 Punkte pro Spiel

Quoten

1 (Heim) 1.57
X (Unentschieden) 3.90
2 (Auswärts) 6.10
BTTS Ja 1.93
Über 2.5 1.93
BTTS Nein 1.80

Team-Statistiken (letzte 10 Spiele)

Argentina Austria
Ø Expected Goals (xG) 1.58 1.84
Ø xG gegen 0.74 0.96
Tore erzielt 20 23
Gegentore 3 7
Ohne Gegentor 7 4
Ohne eigenes Tor 1 2
BTTS-Quote 20% 40%
Über 1.5 Tore 5 / 10 8 / 10
Über 2.5 Tore 3 / 10 4 / 10
Über 3.5 Tore 2 / 10 2 / 10
Ø Ecken dafür 4.6 4.1
Ø Ecken dagegen 2.1 3.1
Ø Gelbe Karten 2.1 1.9
Ø Gefährliche Angriffe 50.8 61.8

Aktuelle Form (letzte 5 Spiele)

Argentina

SSSSN
17.06.2026, 03:00 vs Algeria 3:0 S
10.06.2026, 03:00 vs Iceland 3:0 S
07.06.2026, 02:00 vs Honduras 2:0 S
28.03.2026, 00:15 vs Mauritania 2:1 S
10.09.2025, 01:00 vs Ecuador 0:1 N

Austria

SUSSS
17.06.2026, 06:00 vs Jordan 3:1 S
11.06.2026, 06:00 vs Guatemala 0:0 U
01.06.2026, 20:45 vs Tunisia 1:0 S
31.03.2026, 20:45 vs South Korea 1:0 S
27.03.2026, 18:00 vs Ghana 5:1 S

Direkter Vergleich (H2H)

0 Spiele
0 Argentina
0 Unentschieden
0 Austria
BTTS 0%
Über 2.5 0%
Über 1.5 0%
Ø Tore 0.0