Köln empfängt Dortmund im RheinEnergieStadion zum 25. Spieltag der Bundesliga. Für den Aufsteiger geht es gegen den BVB um wichtige Punkte im Abstiegskampf, während Dortmund nach dem bitteren Champions-League-Aus und der Heimniederlage gegen Bayern den zweiten Tabellenplatz verteidigen will. Ein Duell zweier Mannschaften mit komplett unterschiedlicher Ausgangslage – und genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Formkurven, den direkten Vergleich und die besten Tipps für diese Partie.
Kölns Formtief: Nur ein Sieg aus den letzten fünf Pflichtspielen
Der 1. FC Köln steckt mitten im Abstiegskampf und die jüngsten Ergebnisse machen es nicht besser. Aus den letzten fünf Pflichtspielen holte der Effzeh lediglich einen einzigen Dreier – das 1:0 gegen Wolfsburg am 30. Januar. Seitdem ging es bergab. Die 1:2-Heimniederlage gegen RB Leipzig am 8. Februar zeigte bereits, dass die Kölner gegen die Topteams der Liga erhebliche Probleme haben. Auswärts beim VfB Stuttgart gab es dann ein 1:3, bei dem die Mannschaft von Lukas Kwasniok vor allem defensiv nicht stabil genug stand.
Das 2:2 gegen Hoffenheim am 21. Februar war ein Lichtblick, der aber schnell verblasste. Gegen Augsburg setzte es zuletzt eine 0:2-Niederlage, bei der Köln offensiv kaum stattfand. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 24 Punkte aus 24 Spielen, 6 Siege, 6 Unentschieden und 12 Niederlagen. Die Tordifferenz von -8 (33 erzielte, 41 kassierte Tore) zeigt, wo der Schuh drückt.
Besonders die Auswärtsbilanz ist erschreckend. Acht Auswärtsspiele in Serie konnte Köln nicht gewinnen. Gegen Augsburg kam offensiv kaum etwas zustande – 0,49 Expected Goals standen zu Buche. Die Kölner versuchten es über lange Bälle, sorgten damit aber für keinerlei Durchschlagskraft. Erst spät kamen Chancen über Standards, die Querlatte rettete einmal für Augsburg. Richtig gefährlich wurde es nie.
Kölns Offensivprobleme in Zahlen
Gegen Augsburg brachte Kwasniok gleich drei Veränderungen in die Startelf, weil Sebulonsen, Schmied und El Mala nicht auf dem Feld standen. Simpson-Pusey, Waldschmidt und Bülter rückten nach. Die Umstellungen griffen nicht. 54 Prozent Ballbesitz klingen ordentlich, führten aber zu gerade einmal zehn Torschüssen mit einem xGoals-Wert von 0,49. In der zweiten Halbzeit versuchte Kwasniok mit offensiven Wechseln – El Mala, Chavez, Schenten kamen – doch keiner konnte den Unterschied machen. Die einzig wirklich brenzlige Szene für Augsburg war Özkacar per Kopf in der Nachspielzeit. Zu wenig für einen Aufsteiger, der dringend Punkte braucht.
Ist die Saison von Dortmund vorbei?
Dortmund steht mit 52 Punkten auf Rang zwei – aber die letzten Wochen haben Spuren hinterlassen. Fünf Pflichtspiele, zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Das klingt nach einer stabilen Bilanz, verschleiert aber die Bedeutung der letzten Partien.
Das 4:0 gegen Mainz am 13. Februar war noch ein souveräner Auftritt. Danach wurde es turbulent. Im Champions-League-Playoff schlug der BVB Atalanta im Hinspiel 2:0, kassierte im Rückspiel aber ein 1:4 – das Aus auf internationaler Bühne, nachdem man sich eigentlich eine gute Ausgangslage erarbeitet hat. Bei RB Leipzig erkämpfte sich Dortmund nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2, konnte den Punktverlust aber nicht verhindern. Der Rückstand auf Bayern wuchs auf acht Zähler an.
Dann kam das Topspiel gegen den Rekordmeister. Schlotterbeck brachte den BVB per Kopf nach einem Freistoß in Führung, Kane glich per Abstauber aus. Sein Doppelpack brachte Bayern 2:1 in Führung, Svensson traf per Direktabnahme zum 2:2 – ehe Kimmichs Volley in der 87. Minute das 2:3 besiegelte. Ein Spiel, das Dortmund hätte gewinnen können und am Ende verlor. So bitter das klingt: Der BVB hat gezeigt, dass er gegen die Besten mithalten kann. Für den Titelkampf reicht es trotzdem nicht mehr.
Was die Statistiken über Dortmunds Saison verraten
51 erzielte Tore in 24 Spielen – nur Bayern hat mehr. 25 Gegentore bei einer Tordifferenz von +26 sind starke Werte. 15 Siege und nur 2 Niederlagen in der Liga zeigen, dass Dortmund in der Breite der Saison konstant liefert. Die jüngsten Rückschläge kamen gegen absolute Topgegner: Bayern, Atalanta, Leipzig. In Köln wartet ein Gegner aus dem unteren Tabellendrittel. Nach dem Champions-League-Aus wird sich der BVB voll auf die Bundesliga konzentrieren und den zweiten Rang absichern wollen.
FC Köln vs. Borussia Dortmund direkter Vergleich
Ein Blick auf die letzten fünf direkten Duelle macht die Kräfteverhältnisse klar. Vier Siege für Dortmund, eine Niederlage – und die liegt mehr als drei Jahre zurück. Kölns letzter Erfolg gegen den BVB datiert vom 1. Oktober 2022, als der Effzeh in einem wilden Spiel 3:2 gewann. Seitdem? Kein einziger Punkt gegen Schwarz-Gelb.
Datum | Heim | Ergebnis | Gast |
|---|---|---|---|
25.10.2025 | Dortmund | 1:0 | Köln |
20.01.2024 | Köln | 0:4 | Dortmund |
19.08.2023 | Dortmund | 1:0 | Köln |
18.03.2023 | Dortmund | 6:1 | Köln |
01.10.2022 | Köln | 3:2 | Dortmund |
Das Torverhältnis in diesen fünf Begegnungen: 12:4 für Dortmund. Im Hinspiel dieser Saison reichte ein knappes 1:0 für den BVB. Die drei Duelle davor waren deutlicher – 4:0, 1:0, 6:1. Auffällig: Selbst in den knappen Partien hat Köln kein einziges Tor gegen Dortmund erzielt. In den letzten vier Spielen traf der Effzeh exakt null Mal gegen den BVB.
Für einen Wett-Tipp auf dieses Spiel liefert der direkte Vergleich ein klares Bild. Dortmund hat diese Paarung in den vergangenen Jahren kontrolliert. Köln brauchte schon 2022 drei eigene Treffer, um den BVB zu schlagen – und die aktuelle Offensivleistung der Kölner lässt nicht vermuten, dass sie dazu nochmal in der Lage wären.
FC Köln - Borussia Dortmund Tipps
1. Tipp: Sieg Borussia Dortmund
Die Argumente liegen klar auf der Hand. Dortmund hat vier der letzten fünf direkten Duelle gewonnen und dabei nur ein einziges Gegentor kassiert. Köln hat in den letzten vier Aufeinandertreffen kein Tor gegen den BVB erzielt. Allein diese Statistik macht es extrem schwer, auf den Effzeh zu setzen.
Dortmunds jüngste Niederlagen kamen gegen Bayern München und Atalanta Bergamo in der Champions League – zwei Teams auf einem völlig anderen Niveau als der aktuelle Tabellendreizehnte. Gegen Leipzig holte der BVB nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2, gegen Mainz gewann man souverän 4:0. In der Breite der Saison stehen 15 Siege bei nur 2 Niederlagen – eine Quote, die in der gesamten Liga nur Bayern toppt.
Köln dagegen hat aus den letzten fünf Spielen einen einzigen Sieg geholt. Die Auswärtsbilanz ist katastrophal: acht Spiele in Serie ohne Dreier auf fremdem Platz. Gegen Augsburg sah die Offensive erschreckend harmlos aus, gegen Stuttgart und Leipzig gab es ebenfalls nichts zu holen. Die Defensive kassiert im Schnitt mehr als 1,7 Tore pro Spiel.
Dortmund wird nach dem Champions-League-Aus und der Bayern-Niederlage eine Reaktion zeigen wollen. Der zweite Tabellenplatz muss abgesichert werden, und ein Auswärtsspiel beim Aufsteiger ist dafür genau die richtige Gelegenheit. Die individuelle Klasse im Kader – Spieler wie Adeyemi, Beier, Guirassy oder Svensson – ist Kölns Defensivabteilung klar überlegen. Deshalb ist eine erste Empfehlung eine Siegwette auf Borussia Dortmund.
2. Tipp: Über 2,5 Tore
In vier der letzten fünf direkten Duelle zwischen Köln und Dortmund fielen mindestens drei Treffer. Das 0:4, das 6:1 und das 3:2 waren allesamt torreich. Nur das Hinspiel dieser Saison endete mit einem knappen 1:0. Der Trend im Head-to-Head spricht also klar für mehr als 2 Tore.
Dortmund hat in dieser Saison 51 Tore in 24 Ligaspielen erzielt – ein Schnitt von über zwei Treffern pro Partie. In den letzten fünf Pflichtspielen fielen auf Seiten des BVB insgesamt 11 eigene Tore. Selbst in den Niederlagen gegen Bayern (2:3) und Atalanta (1:4) traf Dortmund mindestens einmal. Das 4:0 gegen Mainz und das 2:0 gegen Atalanta im Hinspiel zeigen die Offensivkraft, die der BVB abrufen kann.
Auf der anderen Seite kassiert Köln reichlich Gegentore. 41 Stück in 24 Spielen, also mehr als 1,7 pro Begegnung. Gegen Stuttgart waren es drei, gegen Leipzig zwei, gegen Augsburg zwei. Die Kölner Defensive bietet regelmäßig Lücken – gerade gegen spielstarke Teams mit schnellen Offensivspielern, wie es Dortmund hat.
Selbst wenn Köln ein oder zwei Tore erzielt – was angesichts der Heimstärke im RheinEnergieStadion nicht ausgeschlossen ist – reicht Dortmunds Offensivqualität locker, um auf der Gegenseite ebenfalls zu treffen. Die letzten Dortmund-Spiele waren durch die Bank torreich: 2:3 gegen Bayern, 1:4 bei Atalanta, 2:2 in Leipzig, 2:0 gegen Atalanta, 4:0 gegen Mainz. In lediglich einem dieser Spiele fielen weniger als zwei Tore.
Fazit und Prognose
Dortmund fährt als klarer Favorit nach Köln. Die Datenlage ist eindeutig: vier Siege aus fünf Direktduellen, Tabellenzweiter gegen Dreizehnter, 51 erzielte Tore gegen 33 auf Kölner Seite. Der BVB hat trotz der jüngsten Rückschläge gegen Bayern und in der Champions League die klar bessere Mannschaft und wird den Fokus jetzt voll auf die Liga legen.
Köln muss im Abstiegskampf punkten, hat aber gegen Spitzenteams in dieser Saison kaum etwas gerissen. Die Auswärtsbilanz ist miserabel, die Offensive harmlos, die Defensive anfällig. Im Heimspiel wird der Effzeh alles reinwerfen – das Publikum im RheinEnergieStadion kann Kräfte freisetzen. Für einen Sieg gegen dieses Dortmunder Team dürfte das aber nicht reichen.
Meine Prognose: Dortmund gewinnt 3:1. Der BVB startet kontrolliert, nutzt seine individuelle Klasse in der Offensive und lässt Köln nur wenige Räume. Ein Kölner Ehrentreffer ist drin, weil der Effzeh vor eigenem Publikum kämpfen wird. Aber Dortmunds Qualität in der Spitze entscheidet diese Partie.


