Am 24. Spieltag empfängt der VfB Stuttgart den VfL Wolfsburg in der MHPArena – Anstoß ist am 01.03.2026 um 15:30 Uhr. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit: Stuttgart steht mit 43 Punkten auf Rang 4 und hat die Champions League im Blick, Wolfsburg kämpft mit mageren 20 Zählern auf Platz 15 gegen den Abstieg. Die Wettanbieter sehen das ähnlich und taxieren den Heimsieg bei einer Quote um 1,55. Unser Tipp für diese Partie geht in Richtung Heimsieg und beide Teams treffen. Die Heimbilanz der Schwaben lässt kaum Zweifel aufkommen, doch Wolfsburgs Offensive hat selbst in Niederlagen genug Qualität für mindestens ein Tor gezeigt. Warum beide Wetten Sinn ergeben und wo es Value gibt, schauen wir uns in der Analyse genauer an – mit Formcheck, direktem Vergleich und Quoteneinordnung.

VfB Stuttgart im Formcheck – Europacup-Doppelbelastung als Faktor

13 Siege, 4 Unentschieden, 6 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 44:32 – so liest sich Stuttgarts Bundesliga-Bilanz nach 23 Spieltagen. Platz 4 und damit volle Konkurrenz um die Champions-League-Plätze. Sebastian Hoeneß hat eine Mannschaft geformt, die vor allem zuhause kaum zu schlagen ist: 8 Siege, 2 Remis und nur eine einzige Niederlage in der MHPArena. Und diese eine Pleite? Das 0:5 gegen den FC Bayern, also gegen ein Kaliber, das mit dem VfL Wolfsburg ungefähr so viel gemeinsam hat wie ein Porsche mit einem Tretroller. Für alle anderen Gäste in Stuttgart gilt: Es wird extrem schwer, hier Punkte mitzunehmen.

Die jüngsten Ergebnisse zeichnen allerdings kein komplett makelloses Bild. Das 4:1 bei Celtic Glasgow in der Europa League war beeindruckend, keine Frage. Drei Tage später kam das Rückspiel – und mit ihm eine 0:1-Niederlage trotz 2,13 erwartbarer Tore (xGoals). Stuttgart hatte mehr vom Spiel, traf aber das Tor nicht. In der Bundesliga gab es beim 3:3 in Heidenheim einen klassischen Warnschuss: Zweimal führte Stuttgart, zweimal ließ die Konzentration nach. Solche Aussetzer passieren, und sie zeigen, dass diese Mannschaft nicht unverwundbar ist.

Was den Kader betrifft: Die Doppelbelastung durch die Europa League ist real. Stuttgart steht im Achtelfinale und hat drei Pflichtspiele in acht Tagen auf dem Programm. Hoeneß rotierte gegen Celtic bereits kräftig durch, und gegen Wolfsburg wird er vermutlich ähnlich verfahren. Trotzdem reicht die Kadertiefe locker, um auch in einer B-Elf-Variante gegen einen Abstiegskandidaten zu bestehen.

Wolfsburgs Krise in Zahlen – dem VfL fehlt die Stabilität

20 Punkte nach 23 Spieltagen, Platz 15, nur die Tordifferenz trennt den VfL vom Relegationsplatz. 49 Gegentore machen Wolfsburg zur drittschlechtesten Defensive der Liga. Offensiv sieht es mit 33 eigenen Treffern kaum besser aus – das reicht für keinen gesicherten Mittelfeldplatz, geschweige denn für sorgenfreie Wochen in der Autostadt.

Die Negativserie spricht Bände: Kein Sieg aus den letzten fünf Pflichtspielen, vier Niederlagen und ein Remis. Besonders bitter war die Pleite gegen den FC Augsburg, weil sie exemplarisch zeigt, was beim VfL schiefläuft. Wolfsburg führte 2:1, die drei Punkte schienen sicher, die Uhr tickte runter. Dann kam die Nachspielzeit, ein Handelfmeter, Augsburgs Ex-Wolfsburger Rexhbecaj traf – und plötzlich stand es 2:3. Wer so Spiele aus der Hand gibt, hat ein Problem, das über fehlende Qualität hinausgeht. Hier geht es um mentale Stabilität, und die fehlt diesem Team ganz offensichtlich.

Auswärts wird es noch düsterer. Nur 3 Siege in 11 Spielen auf fremdem Platz, die Defensive kassiert in der Fremde besonders häufig Gegentore. In Stuttgart wartet jetzt eine Mannschaft, die zuhause fast alles gewinnt – keine gute Kombination für ein Team mit 49 Gegentreffern.

Trainer Daniel Bauer hat bisher keine Trendwende geschafft, und der Kader hilft ihm gerade nicht weiter. Maximilian Arnold fehlt wegen einer Leistenverletzung, Yannick Gerhardt übernimmt seinen Platz im Mittelfeld. Arnold war einer der wenigen Spieler mit Erfahrung und Führungsqualität in diesem Kader – sein Ausfall trifft Wolfsburg in einer Phase, in der jedes Prozent zählt. So viel dazu.

Trifft Wolfsburg in Stuttgart? Der direkte Vergleich spricht eine klare Sprache

In den letzten fünf Duellen zwischen Stuttgart und Wolfsburg gab es 3 Siege für den VfB, 1 Sieg für den VfL und 1 Remis. Der direkte Vergleich fällt also deutlich zugunsten der Schwaben aus. Richtig interessant wird es aber beim Blick auf die Tore: In 4 dieser 5 Partien trafen beide Mannschaften, insgesamt fielen 20 Tore – macht einen Schnitt von 4,0 pro Spiel. Wer auf „beide Teams treffen" setzen möchte, findet hier eine solide historische Grundlage.

Das jüngste Aufeinandertreffen endete 3:0 für Stuttgart, und zwar auswärts in Wolfsburg. Damals war der VfL tabellarisch sogar besser aufgestellt als jetzt, trotzdem hatte er offensiv nichts entgegenzusetzen. Wolfsburgs einziger Sieg in der jüngeren Historie datiert vom 15.02.2025 – ein 2:1 auswärts in Stuttgart. Aber: Damals stand Ralph Hasenhüttl an der Seitenlinie, das Team funktionierte taktisch deutlich besser, und die Mannschaft hatte eine ganz andere Stabilität als das aktuelle Ensemble unter Bauer.

Datum

Paarung

Ergebnis

Beide Teams getroffen

19.10.2025

VfL Wolfsburg – VfB Stuttgart

0:3

Nein

15.02.2025

VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg

1:2

Ja

21.09.2024

VfL Wolfsburg – VfB Stuttgart

2:2

Ja

02.03.2024

VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg

3:1

Ja

23.09.2023

VfL Wolfsburg – VfB Stuttgart

1:2

Ja

Der Trend ist klar: Stuttgart dominiert dieses Duell, und Tore fallen fast immer auf beiden Seiten.

Wett-Tipps und Quoten für Stuttgart gegen Wolfsburg

Wett-Tipps Stuttgart - Wolfsburg
Bundesliga
01
Beide Teams treffen 1,51
02
Sieg VfB Stuttgart 1,50

Tipp 1 – Beide Teams treffen

Drei Argumente sprechen für diese Wette: Erstens die Historie der direkten Duelle, in denen 4 von 5 Spielen Tore auf beiden Seiten brachten. Zweitens Stuttgarts Defensive, die trotz starker Heimbilanz nur 2 Zu-Null-Spiele zuhause vorweisen kann – die Schwaben lassen Chancen zu, und das regelmäßig. Drittens Wolfsburgs Offensivleistungen auch in Niederlagen: 2 Tore gegen Augsburg, 2:2 bei Leipzig, selbst in schlechten Phasen trifft der VfL gelegentlich.

Die Quote liegt bei 1,55 bis 1,65 je nach Wettanbieter. Nicht überragend, aber der Tipp geht mit hoher Wahrscheinlichkeit auf – und genau darum eignet er sich gut als Teil einer Kombiwette.

Tipp 2 – Sieg VfB Stuttgart

8 von 11 Heimspielen gewonnen, nur der FC Bayern hat in der MHPArena dieses Jahr drei Punkte mitgenommen – diese Heimbilanz macht den Heimsieg zum wahrscheinlichsten Ausgang. Wolfsburg hat auswärts in dieser Saison nur 3 von 11 Spielen gewonnen und kommt mit dem schlechtesten Lauf der Saison nach Stuttgart. 43 gegen 20 Punkte in der Tabelle erzählen den Rest.

Bei einer Quote von circa 1,55 ist der Einzelsieg fair bepreist. Wer mehr Value sucht, kann einen Blick auf Handicap -1 werfen – hier gibt es deutlich attraktivere Quoten um die 2,70 bis 2,90. Ein Stuttgarter Sieg mit zwei oder mehr Toren Unterschied? Angesichts des 3:0 im Hinspiel und der aktuellen Kräfteverhältnisse absolut im Bereich des Möglichen.

Prognose zum Bundesliga-Spiel am 24. Spieltag

Stuttgart wird dieses Spiel gewinnen. Die Heimbilanz, die individuelle Qualität und Wolfsburgs desolater Zustand lassen kaum einen anderen Schluss zu. Wer den Formcheck beider Teams nebeneinanderlegt, sieht ein Bild, das eindeutiger kaum sein könnte: Hier Champions-League-Anwärter mit Heimbilanz auf Top-3-Niveau, dort Abstiegskandidat ohne Sieg seit fünf Spielen. Unsere Prognose für den 24. Spieltag: Ein 2:1 für den VfB. Stuttgart kontrolliert die Partie über weite Strecken, lässt aber wie so oft in dieser Saison eine Gelegenheit liegen, bei der Wolfsburg durch eine Einzelaktion oder einen Standard trifft. Für mehr reicht es beim VfL nicht – dafür fehlt schlicht die Substanz in diesem Kader.

Risikofaktoren gibt es natürlich. Stuttgarts Doppelbelastung mit dem dritten Pflichtspiel in acht Tagen kann Spuren hinterlassen, und Hoeneß wird rotieren. Wolfsburg bringt die Verzweiflung eines Abstiegskandidaten mit, der um jeden Punkt kämpfen muss – solche Teams treten anders auf als Mannschaften, die nichts mehr zu verlieren haben. Aber: Diese Faktoren machen ein Gegentor wahrscheinlicher, nicht eine Niederlage. Im Gegenteil – sie stützen den Tipp auf beide Teams treffen zusätzlich.

Beide Tipps lassen sich als Einzelwette oder Kombi spielen. Wer Stuttgart-Sieg und BTTS kombiniert, landet bei einer Quote um 2,50 – das ist für das Risikoprofil dieser Partie ein ordentlicher Wert. Als Einzeltipp bleibt der Heimsieg die sicherste Variante.