Am 24. Spieltag der 3. Liga empfängt der SV Wehen Wiesbaden den MSV Duisburg in der Brita-Arena. Anpfiff ist am Samstag um 14:00 Uhr. Auf dem Papier trifft ein solides Mittelfeld-Team auf einen der heißesten Aufstiegskandidaten der Saison – doch die Ausgangslage ist komplexer, als es der Tabellenstand vermuten lässt. Beide Mannschaften gehen mit Selbstvertrauen in dieses Duell, und genau das macht die Partie für Tipps so reizvoll.
SV Wehen Wiesbaden: Vier Spiele ohne Niederlage
Der SV Wehen Wiesbaden hat sich in den vergangenen Wochen stabilisiert und steht mit 38 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Die Bilanz von 11 Siegen, 5 Unentschieden und 7 Niederlagen zeigt eine Mannschaft, die in der oberen Tabellenhälfte angekommen ist. Mit 31 erzielten Toren bei 25 Gegentoren ergibt sich eine Tordifferenz von +6 – ein ordentlicher Wert im Mittelfeld der Liga.
Was für die aktuelle Verfassung der Wiesbadener spricht: In den letzten vier Pflichtspielen blieb das Team von Trainer Daniel Scherning ungeschlagen. Den Anfang machte der 1:0-Auswärtssieg beim SSV Ulm 1846, gefolgt vom 2:1-Heimerfolg gegen den SC Verl und dem 1:1 bei Rot-Weiss Essen. Zuletzt schlug Wehen den 1. FC Schweinfurt 05 zu Hause mit 2:0 – wobei die Art und Weise des Sieges Aufschluss gibt.
Gegen Schweinfurt sah es lange nach einem torlosen Remis aus. Erst in der Schlussphase drehten zwei Joker die Partie: Flotho traf in der 88. Minute per Kopf nach einer Flanke von Greilinger, und nur zwei Minuten später erhöhte der erst 18-jährige Ati Allah auf 2:0. Der Youngster feierte damit sein Premierentor in der 3. Liga. Dieses Muster der späten Tore kennt man in Wiesbaden bereits aus dem Hinspiel gegen Schweinfurt.
Wehens Heimstärke als Faktor in der Brita-Arena
Auffällig ist, dass Wehen zu Hause eine ordentliche Bilanz vorweisen kann. Sowohl der 2:1 gegen Verl als auch der 2:0 gegen Schweinfurt fielen in der Brita-Arena. Kapitän Kaya gibt dem Spiel im Zentrum Struktur, während Gözüsirin mit seinen Abschlüssen für Torgefahr sorgt. Gegen Schweinfurt hatte er eine gute Chance in der 49. Minute, die Keeper Weisbäcker gerade noch entschärfte. In der Offensive wechselt Scherning gerne durch – Agrafiotis, Johansson und Schleimer kommen je nach Gegner zum Einsatz. Diese taktische Flexibilität macht Wehen schwer ausrechenbar.
MSV Duisburg: Mit 42 Toren auf Aufstiegskurs
Der MSV Duisburg belegt mit 43 Punkten den zweiten Tabellenplatz und hat den Aufstieg fest im Blick. 12 Siege, 7 Unentschieden und nur 4 Niederlagen sprechen eine deutliche Sprache. Was die Zebras besonders auszeichnet, ist ihre Offensivpower: 42 erzielte Tore bei 25 Gegentoren ergeben eine Tordifferenz von +17 – einer der besten Werte der Liga.
In den letzten fünf Pflichtspielen holte Duisburg drei Siege, ein Unentschieden und kassierte eine Niederlage. Besonders eindrucksvoll war der 4:2-Heimsieg gegen den SC Verl am letzten Spieltag. In einer intensiven Partie vor 20.327 Zuschauern in der Schauinsland-Reisen-Arena traf Lex-Tyler Lobinger doppelt – einmal nach nur zwei Minuten zum 1:0 und dann kurz vor der Pause zum 3:1. Sussek erhöhte nach dem Seitenwechsel auf 4:1.
Auch auswärts hat Duisburg Qualität bewiesen. Beim VfB Stuttgart II gewann der MSV 4:0 – ein Ergebnis, das die Durchschlagskraft in der Fremde unterstreicht. Allerdings gab es auch einen Dämpfer: Beim SSV Ulm 1846 verlor Duisburg mit 0:1 und bei Viktoria Köln reichte es nur zu einem 0:0. Die Auswärtsbilanz ist also nicht makellos, was für die Einschätzung dieses Spiels durchaus relevant ist.
Duisburgs Offensive rund um Lobinger in starker Verfassung
Trainer Dietmar Hirsch kann auf eine breite Auswahl an Offensivspielern zurückgreifen. Lobinger ist mit seinem Doppelpack gegen Verl der Mann der Stunde. Seine Schnelligkeit und Abschlussstärke machen ihn zum gefährlichsten Angreifer der Zebras. Gegen Verl zeigte er beim 3:1 einen Sprint über das halbe Feld und schloss eiskalt ab. Ein Wermutstropfen: Borkowski musste gegen Verl ohne Gegnereinwirkung verletzt vom Platz und wird möglicherweise fehlen. Das wäre ein Verlust, denn er hatte zuvor das 2:1 erzielt. Symalla und Noß stehen als Alternativen bereit. Auch das Fehlen von Kapitän Hahn, der gegen Verl gelbgesperrt war, muss Hirsch personell auffangen.
SV Wehen Wiesbaden - MSV Duisburg Tipps
1. Tipp: Beide Mannschaften erzielen ein Tor
Beide Teams haben in dieser Saison bewiesen, dass sie regelmäßig treffen – Duisburg kommt auf 42 Tore in 23 Spielen, Wehen auf 31 Treffer im gleichen Zeitraum. Gleichzeitig kassieren beide Mannschaften mit jeweils 25 Gegentoren ausreichend Gegentreffer, um dem jeweiligen Kontrahenten Chancen zu ermöglichen.
Ein Blick auf die jüngsten Ergebnisse bestätigt dieses Bild. Bei Wehen fielen in drei der letzten fünf Pflichtspiele Tore auf beiden Seiten: Das 2:1 gegen Verl, das 1:1 bei Rot-Weiss Essen und die 1:3-Niederlage bei Hoffenheim II. Duisburg auf der anderen Seite lieferte beim 4:2 gegen Verl ein Paradebeispiel für ein torreiches Spiel, in dem beide Mannschaften trafen. Auch die 0:1-Niederlage beim SSV Ulm zeigt, dass der MSV auswärts Gegentore kassiert.
Wehen wird zu Hause in der Brita-Arena offensiv auftreten. Die letzten Heimspiele gegen Verl (2:1) und Schweinfurt (2:0) belegen das. Spieler wie Gözüsirin und Flotho sorgen für Torgefahr, während Ati Allah als Joker für frischen Schwung sorgt. Duisburg wiederum hat mit Lobinger, Sussek und Symalla genug offensive Qualität, um gegen jede Defensive in der 3. Liga zu treffen. Bei 42 Saisontoren hat der MSV die zweithöchste Trefferquote der Liga. Dass die Duisburger ausgerechnet auswärts nicht treffen, erscheint angesichts des 4:0 bei Stuttgart II und der 42 Saisontore unwahrscheinlich.
2. Tipp: Doppelte Chance X2
Mein zweiter Wett-Tipp für Wehen gegen Duisburg ist eine Doppelte Chance Wette auf X2. Damit setzt du darauf, dass der MSV Duisburg entweder gewinnt oder zumindest einen Punkt mitnimmt. Angesichts der Tabellenkonstellation und der Saisonleistung der Zebras ist das ein gut nachvollziehbarer Ansatz.
Duisburg steht mit 43 Punkten fünf Zähler vor Wehen auf dem zweiten Platz. Mit nur vier Niederlagen in 23 Spielen gehört der MSV zu den besten Teams der Liga. Trainer Hirsch hat eine Mannschaft geformt, die auch unter Druck Ergebnisse liefert. Das 4:2 gegen Verl am vergangenen Spieltag zeigte genau das: Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Mhamdi in der 4. Minute reagierte Duisburg eiskalt und ging durch Borkowski und Lobinger noch vor der Pause mit 3:1 in Führung. Solche Comeback-Qualitäten zeichnen eine reife Mannschaft aus.
Wehen ist zu Hause zwar unangenehm zu bespielen, hat aber in dieser Saison bereits sieben Niederlagen kassiert. Gerade gegen die stärkeren Teams der Liga tun sich die Wiesbadener schwer – die 1:3-Niederlage bei Hoffenheim II zeigt, dass Wehens Defensive unter Druck geraten kann. Duisburg bringt mit Lobinger einen Stürmer mit, der aktuell in starker Verfassung ist und allein gegen Verl doppelt traf. Sussek sorgte mit seinem Treffer zum 4:1 dafür, dass das Spiel vorzeitig entschieden war. Diese offensive Wucht wird auch in Wiesbaden ein Faktor sein. Selbst wenn Wehen gut dagegenhält, reicht es für Duisburg im Normalfall zumindest zu einem Unentschieden. Die Doppelte Chance X2 bietet hier ein attraktives Verhältnis aus Risiko und Ertrag.
Fazit und Prognose
Die Ausgangslage vor dem Aufeinandertreffen in der Brita-Arena ist klar: Duisburg kommt als Tabellenzweiter mit dem breiteren Kader und der stärkeren Offensive nach Wiesbaden. 42 Tore in 23 Spielen unterstreichen die Durchschlagskraft des MSV. Wehen dagegen profitiert von vier ungeschlagenen Spielen in Serie und der Unterstützung der Heimfans.
Für ein torreiches Spiel sprechen die identischen 25 Gegentore beider Teams und die offensive Ausrichtung auf beiden Seiten. Wehen hat in den letzten Heimspielen jeweils getroffen und Duisburg lässt kaum ein Spiel ohne eigenen Treffer verstreichen. Ein Spiel, in dem beide Mannschaften den Weg ins Tor finden, zeichnet sich ab. Gleichzeitig hat der MSV mit seiner Qualität rund um Lobinger und Sussek gute Aussichten, mindestens einen Punkt aus Wiesbaden mitzunehmen – wenn nicht sogar drei.


