Am kommenden Donnerstag um 18:45 Uhr empfängt der VfB Stuttgart in der MHPArena den FC Porto zum Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League. Für Stuttgart ist es das erste Achtelfinale seit Jahren auf europäischer Bühne – ein Heimspiel vor eigenem Publikum gegen einen Gegner mit großer Europapokal-Erfahrung. Wer nach dem Hinspiel mit dem besseren Ergebnis ins Rückspiel gehen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Welche Wett-Tipps sich für diese Partie anbieten und wie beide Teams aktuell aufgestellt sind, zeige ich dir in dieser Analyse.
Der VfB Stuttgart kämpft mit der Konstanz
In der Tabellenphase der Europa League zeigte der VfB Stuttgart eine klare Tendenz: Entweder die Schwaben gewinnen – oder sie verlieren. Unentschieden spielten sie kein einziges Mal. Mit 15 Punkten aus acht Spielen (5 Siege, 3 Niederlagen) und einem Torverhältnis von 15:7 belegte Stuttgart Rang 11 und zog damit direkt ins Achtelfinale ein. Fünf Siege in der Ligaphase sind eine solide Ausbeute, auch wenn drei Niederlagen zeigen, dass die Mannschaft nicht in jedem Spiel ihr bestes Niveau abruft.
Im Playoff-Duell gegen Celtic Glasgow bewies Stuttgart Charakter. Das Hinspiel gewannen die Schwaben mit einem deutlichen 4:1-Auswärtssieg in Glasgow – ein Ergebnis, das die ganze Offensivstärke dieser Mannschaft unter Beweis stellte. Das Rückspiel in der MHPArena verloren sie zwar mit 0:1, aber die Basis war bereits gelegt. Wer Celtic auswärts mit vier Toren schlägt, bringt genug Qualität mit, um auch dem FC Porto Probleme zu bereiten.
Stuttgarts Bundesliga-Form: Torrausch mit Schwankungen
In der Bundesliga lief es zuletzt durchwachsen. Beim 4:0 gegen den VfL Wolfsburg am 1. März zeigte der VfB seine stärkste Seite – eine kompromisslose Offensive, die keine Diskussion aufkommen ließ. Gegen Mainz (2:2) und in Heidenheim (3:3) ließ Stuttgart jedoch Punkte liegen. In Mainz stand die Mannschaft kurz vor dem Sieg, ehe Danny da Costa in der Nachspielzeit ausglich. Trotz dieser Ergebnisse: In fünf Pflichtspielen erzielte Stuttgart insgesamt 13 Tore – eine Zahl, die für sich spricht.
Spieler wie Deniz Undav und Ermedin Demirovic sind in diesen Wochen die zuverlässigen Torschützen der Schwaben. Gegen Mainz erzielten beide innerhalb von 60 Sekunden je einen Treffer und drehten damit einen Rückstand – das zeigt, wie schnell Stuttgart ein Spiel entscheiden kann.
FC Porto: Direkter Achtelfinalist mit stabiler Ligaphase
Der FC Porto qualifizierte sich ohne Umwege für das Achtelfinale. Mit 17 Punkten aus acht Spielen (5 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage) und einem Torverhältnis von 13:7 belegte Porto Rang 5 der Europa League Ligaphase. Die Portugiesen spielten konsistenter als Stuttgart – zwei Unentschieden statt drei Niederlagen sprechen für eine Mannschaft, die Spiele selten aus der Hand gibt.
In der portugiesischen Liga sieht das Bild zuletzt weniger überzeugend aus. Das Taca-Halbfinale verlor Porto 0:1 gegen Sporting am 3. März – ein Ausscheiden im nationalen Pokal, das man nicht vergessen sollte. Beim Stadtduell gegen Benfica gab es ein 2:2. Davor hatte Porto in der Liga drei Pflichtspiele in Folge gewonnen: 3:1 gegen Arouca, 1:0 gegen Rio Ave und 1:0 bei Nacional. Porto kontrolliert schwächere Gegner, gegen Topteams wie Sporting oder Benfica gerät die Mannschaft aber ins Schwimmen.
Portos Auswärtsrolle als kritischer Faktor
Porto reist nach Stuttgart, in eine ausverkaufte MHPArena, wo die Atmosphäre für europäische Abende eine andere Qualität hat als in der Liga Portugal. Auswärts hat Porto in den letzten fünf Spielen zwei Siege eingefahren – bei Nacional und bei Arouca, beides keine Topteams der eigenen Liga. Der Schritt in eine volle EL-Arena in Stuttgart ist eine andere Herausforderung, und wie die Portugiesen damit umgehen, ist ein entscheidender Faktor für den Ausgang des Hinspiels.
VfB Stuttgart - FC Porto Tipps
1. Tipp: Sieg VfB Stuttgart
Als ersten Wett-Tipp für dieses Spiel empfehle ich eine Siegwette auf den VfB Stuttgart. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Stuttgart hat die Ligaphase mit fünf Siegen aus acht Spielen abgeschlossen und dabei 15 Tore erzielt. Das Playoff-Hinspiel gegen Celtic gewannen die Schwaben mit 4:1 in Glasgow – ein Auswärtssieg in dieser Höhe gegen einen starken Gegner ist kein Zufallsergebnis. Fünf Siege in der Europa League sprechen für eine Mannschaft, die auf europäischem Niveau mithalten kann.
Stuttgart hat zuletzt 13 Tore in fünf Pflichtspielen erzielt – darunter das 4:0 gegen Wolfsburg und das 4:1 im Celtic-Playoff-Hinspiel. Das liegt vor allem an Spielern wie Deniz Undav und Ermedin Demirovic, die beide in einer klar erkennbaren Torlaune sind. Gegen Mainz trafen beide innerhalb einer Minute und drehten damit ein 0:1 in ein 2:1 – dieses Zusammenspiel macht Stuttgart zu einem schwierigen Gegner. Dazu kommen Akteure wie Chris Führich und Jamie Leweling, die über die Außenpositionen für Tiefe sorgen.
Porto auf der anderen Seite verlor zuletzt das Taca-Halbfinale gegen Sporting mit 0:1 und spielte gegen Benfica nur 2:2. Auswärts haben die Portugiesen in den letzten fünf Spielen nur gegen Nacional und Arouca gewonnen – beides keine Topteams. Der Schritt in eine ausverkaufte EL-Arena in Stuttgart ist eine andere Herausforderung. Deshalb spricht vieles in dieser Partie dafür, dass der VfB das Hinspiel für sich entscheidet und mit einem Sieg ins Rückspiel nach Porto reist.
2. Tipp: Deniz Undav erzielt ein Tor
Als zweiten Wett-Tipp für Stuttgart gegen Porto empfehle ich eine Spielerwette auf Deniz Undav als Torschützen. Undav traf zuletzt gegen Mainz in der 77. Minute mit einem präzisen Abschluss zwischen den Beinen von Torwart Batz – ein Tor, das einen Stürmer in Topform zeigt. Er kam in einer Phase des Spiels zum Treffer, in der Stuttgart unter Druck stand, und löste die Situation mit einem kühlen Abschluss.
Undav ist Stuttgarts zentraler Angreifer und damit der Spieler, der am häufigsten in Abschlusspositionen auftaucht. In Spielen, in denen Stuttgart offensiv dominant ist – und das war der VfB in den letzten Wochen mit 13 Toren in fünf Spielen –, kommen die meisten Chancen über seinen Weg. Dazu kommt, dass Porto zuletzt nicht unantastbar war: In den letzten fünf Spielen kassierten die Portugiesen vier Gegentore, darunter zwei beim 2:2 gegen Benfica. Das zeigt, dass es Lücken gibt, die ein Stürmer wie Undav nutzen kann.
Porto wird im Auswärtsspiel defensiv denken müssen, um das Hinspiel-Ergebnis offenzuhalten. Wenn Stuttgart Druck aufbaut – was in der MHPArena ihre Stärke ist –, wird Undav früher oder später in eine gute Position kommen. Selbst in Spielen, die für Stuttgart schwierig liefen, wie dem 2:2 in Mainz, war er zur Stelle. Ein Tor von Undav erscheint in dieser Partie sehr realistisch.
Fazit und Prognose
Das Achtelfinal-Hinspiel zwischen Stuttgart und Porto ist kein klares Duell David gegen Goliath, aber die Vorzeichen sprechen für den VfB. Heimvorteil, 13 Tore in fünf Spielen und eine Offensivlinie mit Undav und Demirovic, die aktuell häufig trifft, wenn es darauf ankommt – das sind konkrete Argumente.
Porto ist ein stabiles Team mit 17 Punkten aus der EL-Ligaphase und einem strukturierten Spielstil. Die Niederlage gegen Sporting im Pokal und die Hängepartie gegen Benfica zeigen aber, dass die Form der Portugiesen gerade nicht auf dem Höhepunkt ist. Auswärts in einer europäischen Atmosphäre ohne Heimunterstützung ist das ein erschwerender Faktor. Deshalb gehe ich von einem knappen Sieg des VfB Stuttgarts aus.


