Beim Darts World Matchplay treffen sich im Juli die besten Spieler der PDC in Blackpool, und wer das Turnier verfolgt, steht schnell vor drei Fragen: Was genau ist dieses Major, wann läuft die Ausgabe 2026, und auf wen lohnt sich ein Tipp? Die ersten beiden sind rasch geklärt. Die dritte ist die spannende, denn ihre Antwort hängt an der Form der Topspieler und am besonderen Format des Turniers.
Das World Matchplay tickt nämlich anders als die übrigen Darts-Turniere. Gespielt wird in Legs statt in Sets, über neun Tage im engen, lauten Empress Ballroom, und die Distanz wächst von Runde zu Runde bis zum Finale über 35 Legs. Über ein Viertelfinale von bis zu 31 Legs hilft kein Strohfeuer, hier zählt, wer über Stunden sein Niveau hält. Mit diesem Wissen lassen sich die Favoriten 2026 anders einordnen, als es eine reine Teilnehmerliste nahelegt.
Die Besonderheiten des PDC World Matchplay
Das World Matchplay läuft seit 1994 und ist nach der Weltmeisterschaft das älteste Major der PDC. Diese Einordnung hat handfeste Folgen für deine Einschätzung: Bei der Berechnung der PDC Order of Merit, also der Weltrangliste über zwei Jahre, bringt nur die WM mehr ranglistenrelevantes Preisgeld als Blackpool. Wer hier gewinnt, klettert spürbar nach oben und sichert sich die Setzung für die nächsten Großereignisse.
Für die Spitzenspieler zählt das Turnier zur Triple Crown. Gemeint sind die drei Titel, die in der Szene am höchsten gehandelt werden: Weltmeisterschaft, World Matchplay und Premier League. Alle drei in einer Karriere zu holen, gelingt nur wenigen; ganz oben auf dieser kurzen Liste stehen Phil Taylor und Michael van Gerwen. Das ist mehr als eine schöne Statistik. Es erklärt, warum hier niemand das Turnier auf die leichte Schulter nimmt und die besten Spieler mit voller Konzentration antreten. Für eine Wette ist das ein wichtiger Punkt, denn ein patzender Favorit aus Motivationsmangel ist in Blackpool nicht zu erwarten.
Der Siegerpokal trägt seit 2018 den Namen Phil Taylor Trophy, benannt nach dem Rekordsieger des Turniers. Schon dieser Namensgeber sagt einiges über den Stellenwert des Turniers aus.
Praktisch bedeutet das: Das World Matchplay ist kein Nebenschauplatz, auf dem Topspieler reihenweise früh ausscheiden, weil ihnen der Anreiz fehlt. Die Motivation ist hoch, das Feld stark, und die Form der Besten lässt sich gut auf einen Tipp übertragen.
Das Format beim Darts World Matchplay
Das World Matchplay wird komplett in Legs gespielt, nicht in Sets. Ein Leg ist ein einzelner Durchgang von 501 Punkten auf null, und gezählt werden hier die gewonnenen Legs am Stück, ohne den Zwischenschritt über Satzgewinne. Das klingt nach einem Detail, ändert aber den Charakter der Partie: Wer vier oder fünf Legs in Folge gewinnt, baut einen Vorsprung auf, den der Gegner unmittelbar aufholen muss. Es gibt keinen Satzgewinn, der eine schwache Phase kaschiert.
Entschieden ist eine Partie erst, wenn ein Spieler die nötige Zahl an Legs mit zwei Legs Vorsprung erreicht. Steht es am Ende der regulären Distanz gleich, folgt eine begrenzte Verlängerung. Bringt auch die keine Entscheidung mit zwei Legs Abstand, fällt die Partie in einem einzigen Sudden-Death-Leg. Dieses Prinzip zieht sich durch alle Runden und hält enge Spiele bis zum letzten Wurf offen.
Die Zahl der nötigen Gewinnlegs steigt von Runde zu Runde. In der ersten Runde reichen 10 gewonnene Legs, im Finale sind 18 nötig. Die folgende Tabelle zeigt die Distanz pro Runde und den Stand, ab dem ein Sudden-Death-Leg über den Sieg entscheidet:
Runde | Distanz | Sieg bei | Sudden Death |
|---|---|---|---|
Erste Runde | Best of 19 | 10 Legs | 12:12 |
Zweite Runde | Best of 21 | 11 Legs | 13:13 |
Viertelfinale | Best of 31 | 16 Legs | 18:18 |
Halbfinale | Best of 33 | 17 Legs | 19:19 |
Finale | Best of 35 | 18 Legs | 20:20 |
Vor allem die späten Runden sind eine Frage der Ausdauer. Ein Viertelfinale über bis zu 31 Legs zieht sich deutlich länger als eine reguläre Partie auf der Pro Tour, und im Finale stehen die Spieler weit über eine Stunde am Oche. Ein starker Beginn allein reicht nicht, denn ein Nachlassen über die lange Distanz kostet den mühsam erarbeiteten Vorsprung. Das macht die lange Distanz für einen Tipp auf den Turniersieger so wichtig: Konstanz über die volle Strecke schlägt einen einzelnen guten Tag. Ein Spieler, der drei Legs am Stück abgibt, ist hier längst nicht draußen, solange er konditionell und mental durchhält und die wichtigen Doppel trifft.
Auch für eine Wette in der laufenden Partie zählt dieses Format. Ein Rückstand von 9:11 ist über die lange Distanz eines Viertelfinales noch lange keine Vorentscheidung.
Die Qualifikation für das World Matchplay
Ins Feld kommen 32 Spieler, und sie qualifizieren sich über zwei getrennte Ranglisten. Die erste ist die PDC Order of Merit, die Weltrangliste über zwei Jahre. Sie summiert das Preisgeld der vergangenen zwei Jahre, und die besten 16 dieser Liste sind beim World Matchplay gesetzt. Gesetzt heißt hier: Diese Spieler treffen in der ersten Runde auf einen ungesetzten Qualifikanten und nicht aufeinander.
Die zweite Tür führt über die Pro Tour Order of Merit. Diese Rangliste zählt nur die Preisgelder eines einzigen Jahres und nur von den Pro-Tour-Turnieren, also vor allem den Players Championships und den European-Tour-Events. Bei diesen kleineren, im Fernsehen kaum gezeigten Turnieren sammeln starke Spieler das Preisgeld, das sie nach oben schiebt. Die besten 16 der Pro Tour, die nicht schon über die Weltrangliste dabei sind, kommen als ungesetzte Spieler ins Feld.
Für eine Einschätzung ist der Zeitpunkt entscheidend: Das Feld steht erst Anfang Juli fest, wenn die letzten Pro-Tour-Turniere gespielt sind und der Stichtag der Ranglisten greift. Bis dahin kann ein starker Lauf einen Spieler noch ins Feld oder aus dem Feld schieben, und auch die Setzung verschiebt sich mit jedem Ergebnis.
Eine frühe Wette auf einen bestimmten Teilnehmer ist deshalb immer auch eine Wette darauf, dass er am Ende wirklich in Blackpool steht. Wer zu früh festlegt, riskiert, dass sein Spieler die Qualifikation knapp verpasst.
World Matchplay 2026: Termin, Austragungsort und Preisgeld
Die Ausgabe 2026 ist die 33. Auflage des Turniers und läuft vom 18. bis 26. Juli 2026. Gespielt wird wie fast immer im Empress Ballroom der Winter Gardens in Blackpool, der traditionellen Heimat des World Matchplay. Das Finale steigt am 26. Juli, dem letzten der neun Turniertage. Für eine Wette auf den Turniersieger ist dieser Zeitraum wichtig, denn eine solche Langzeitwette bleibt über mehr als eine Woche gebunden.
Der Schauplatz ist mehr als eine Randnotiz: Der Empress Ballroom ist eng, heiß und laut, das Publikum steht dicht an der Bühne. Spieler, die in Blackpool schon erfolgreich waren, kommen mit diesem Hexenkessel erkennbar besser zurecht als Debütanten.
Beim Preisgeld hat die PDC für 2026 deutlich aufgestockt. Insgesamt werden 1.000.000 Pfund ausgespielt, nach 800.000 Pfund im Vorjahr. Der Sieger erhält davon 225.000 Pfund und die Phil Taylor Trophy, der unterlegene Finalist 125.000 Pfund. Diese Aufstockung ist Teil der größten Erhöhung der Preisgelder in der Geschichte der PDC und macht das World Matchplay finanziell noch attraktiver, ändert an der sportlichen Ordnung aber nichts.
Die Favoriten bei dem PDC World Matchplay 2026
An Luke Littler führt 2026 kaum ein Weg vorbei. Er ist Titelverteidiger in Blackpool und holte hier 2025 seinen ersten World-Matchplay-Titel mit einem 18:13 im Finale gegen James Wade. Seitdem hat er nicht nachgelassen, im Gegenteil. Anfang 2026 verteidigte er den WM-Titel mit einem 7:1 im Finale gegen Gian van Veen. Im Mai folgte der Premier-League-Titel mit einem 11:10 gegen Luke Humphries. Diese Serie über die größten Turniere hinweg ist der Grund, warum ihn die Wettanbieter so deutlich oben sehen.
Für Darts Wetten auf den Sieger hat das eine unbequeme Seite: Bei BWIN liegt die Quote auf Littler bei 2,00, und das in einem Feld aus 32 Spielern. Viel Spielraum für Value bleibt da nicht.
Der stärkste Herausforderer ist Luke Humphries. Er gewann das World Matchplay 2024 mit einem 18:15 im Finale gegen Michael van Gerwen, ist Weltmeister von 2024 und stand 2025 wie 2026 im Premier-League-Finale, das er 2025 sogar gegen Luke Littler gewann. Zuletzt verliert er die ganz engen Endspiele auffällig oft gegen denselben Gegner, und der heißt Littler. Seine Quote von 6,00 zeigt es deutlich: zweiter Mann, aber mit klarem Abstand zur Spitze.
Dahinter steht mit Michael van Gerwen der erfahrenste Titelkandidat. Er hat das World Matchplay dreimal gewonnen, 2015, 2016 und 2022, und stand 2024 noch einmal im Finale. Sein Problem ist nicht die Klasse, sondern die Konstanz gegen die junge Spitze: Seit dem Titel 2022 ist in Blackpool kein weiterer dazugekommen. Die Quote von 13,00 zeigt das, denn bei den Wettanbietern ist er längst nicht mehr automatisch die Nummer drei, jüngere Spieler sind an ihm vorbeigezogen.
Spieler | Belegte Form | Quote (BWIN) |
|---|---|---|
Luke Littler | Weltmeister 2025 und 2026, World-Matchplay-Sieger 2025, Premier-League-Sieger 2024 und 2026 | 2,00 |
Luke Humphries | World-Matchplay-Sieger 2024, Weltmeister 2024, Premier-League-Sieger 2025 | 6,00 |
Michael van Gerwen | dreimaliger World-Matchplay-Sieger (2015, 2016, 2022), Finalist 2024 | 13,00 |
Alle Quoten BWIN, Stand: 24.06.2026.
Langzeitwette: Titelkandidaten und Außenseiter mit Chancen
Wer die kurze Quote auf Littler scheut, hat zwei naheliegende Alternativen: Humphries und van Gerwen. Beide bringen World-Matchplay-Titel mit und sind jederzeit für ein tiefes Turnier gut. Spannender für die Quote sind die Spieler dahinter, die mehr Value bieten, weil ihnen weniger zugetraut wird.
Ein Name drängt sich auf: Gian van Veen. Der Niederländer stand Anfang 2026 im WM-Finale, das er gegen Littler mit 1:7 verlor, und debütierte im selben Jahr in der Premier League. Schon der Finaleinzug war eine Ansage, denn auf dem Weg dorthin bezwang er unter anderem Gary Anderson. Er ist jung, im Aufwind und in Blackpool noch ohne die Last großer Erwartungen. Eine Wette auf ihn ist keine Wette auf den Titel, sondern auf einen tiefen Lauf zu einer hohen Quote. Gegen die ganz Großen über die volle Distanz fehlt ihm noch die Erfahrung, doch genau dieses Risiko ist in seiner Quote von 15,00 eingepreist.
Noch heißer als van Veen ist 2026 ein anderer Niederländer: Wessel Nijman. Er hat in dieser Saison schon acht Pro-Tour-Titel geholt und ist damit erst der vierte Spieler nach Phil Taylor, Michael van Gerwen und Peter Wright, dem acht oder mehr solcher Titel in einem Jahr gelangen. Dieser Lauf hat ihn bis in die Top 15 der Weltrangliste geschoben, und die Wettanbieter führen ihn mit 10,00 sogar vor dem dreimaligen Sieger Michael van Gerwen. So viel Spielpraxis und Selbstvertrauen auf der Pro Tour machen ihn für mich zum spannendsten Außenseiter für eine Langzeitwette. Ihm fehlt zurzeit nur die Erfahrung in den großen Turnieren, weshalb seine Quote auch trotz seiner außergewöhnlich guten Leistungen so hoch ist.
Daneben lohnt der Blick auf Spieler, die das World Matchplay schon gewonnen oder fast gewonnen haben. Sie wissen, wie man in diesem Hexenkessel über die lange Distanz besteht, und das ist hier mehr wert als ein guter Auftritt bei einem schnellen Turnier:
- Gerwyn Price: Finalist 2022, reißt über hohe Aufnahmen die langen Partien an sich. Mit 12,00 der kürzeste Preis dieser Gruppe und fast schon ein erweiterter Favorit.
- James Wade: Sieger 2007 und Finalist 2025, kennt die Bühne in Blackpool wie kaum ein anderer (34,00).
- Gary Anderson: Sieger 2018 und 2026 Halbfinalist der Darts-WM, über die lange Distanz weiter gefährlich (34,00).
- Josh Rock: World-Matchplay-Halbfinalist 2025, bekannt für hohe Averages und schnelle Legs (34,00).
- Nathan Aspinall: Sieger 2023, kennt den Weg durch das Turnier bis zum Titel (41,00).
- Rob Cross: Sieger 2019, in Form ein unangenehmer Gegner für jeden Favoriten (41,00).
- Stephen Bunting: Halbfinalist der Darts-WM 2025, zuletzt auf einem Niveau, das tiefe Läufe möglich macht (41,00).
Für Leser aus dem deutschsprachigen Raum sind zwei Namen besonders interessant. Martin Schindler, die deutsche Nummer eins, ist seit Jahren regelmäßig im Feld und gewann 2026 bei einem Players Championship seinen ersten Pro-Tour-Titel. Die Siegquote von 101,00 macht aber klar: Für den Turniersieg reicht das nicht, für einen Achtungserfolg in der ersten Runde gegen einen gesetzten Spieler aber durchaus. Der zweite deutsche Name ist Niko Springer, der jüngere Aufsteiger mit Tour Card und einem European-Tour-Titel von 2025, bei BWIN mit 151,00 aber ein starker Außenseiter. Ihm traue ich jedoch durchaus die ein oder andere Überraschung zu. Er hat dieses Jahr bereits einige starke Leistungen gezeigt und konnte auf der European Tour unter anderem Michael Van Gerwen und Wessel Nijman schlagen. Und das waren keine engen Partien, bei denen er glücklich durchgekommen ist. Gegen Nijman gewann er mit einem 100er Average 6:0 in Legs und gegen Van Gerwen mit 6:1. Die Konstanz ist zurzeit jedoch Springers größtes Problem, weshalb seine Quote dementsprechend hoch ist.
Bei allen gilt derselbe Vorbehalt: Das lange Format hilft den Favoriten. Ein Außenseiter muss über eine Woche mehrere Topspieler in langen Partien schlagen, nicht nur an einem guten Abend einen einzigen. Ein Tipp auf einen von ihnen bringt eine hohe Quote, erkauft sie aber mit einem steileren Weg ins Finale als bei Littler oder Humphries.
Die Geschichte des World Matchplay
Die Geschichte des Turniers ist über Jahre vor allem eine Geschichte von Phil Taylor. Er gewann das World Matchplay sechzehnmal bei 25 Teilnahmen, eine Bilanz, die im Darts wohl nie wieder jemand erreicht. In den Jahren seiner Vorherrschaft lautete die Frage oft nicht, ob er gewinnt, sondern wie hoch. Seinen sechzehnten und letzten Titel holte er 2017, ein Jahr später beendete er seine Karriere. Daraufhin benannte die PDC den Siegerpokal nach ihm. Der heutige Sieger hält also einen Pokal mit dem Namen des Mannes in den Händen, dessen Rekorde alle anderen bis heute jagen.
Nach Taylor übernahm zunächst Michael van Gerwen mit drei Titeln, 2015, 2016 und 2022. Danach verteilten sich die Siege breiter: Gary Anderson 2018, Rob Cross 2019, Peter Wright 2021 und Nathan Aspinall 2023. Zuletzt rückte die junge Spitze nach, mit Luke Humphries 2024 und Luke Littler 2025, der mit 18 Jahren als jüngster Spieler überhaupt das World Matchplay gewann.
Eine Ausnahme sticht heraus: 2020 fand das World Matchplay nicht in Blackpool statt, sondern wegen der Pandemie in Milton Keynes und ohne Publikum. Diese bislang einzige Austragung außerhalb der Winter Gardens gewann Dimitri Van den Bergh. Er ist neben Phil Taylor der einzige der letzten 10 Sieger, die 2026 nicht dabei sind. Er ist jedoch nicht zurückgetreten, sondern kämpft seit längerem mit seiner Konstanz, weshalb er sich nicht für den Darts World Matchplay qualifizieren konnte.
Bei den Rekorden lohnt der Blick auf ein paar Zahlen. Der erste Sieger überhaupt war 1994 der US-Amerikaner Larry Butler, der bis heute einzige Spieler aus den USA, der ein PDC-Major gewann. Den höchsten Average einer Partie hält Phil Taylor mit 114,99 aus der ersten Runde 2010. Neundarter sind in Blackpool selten geblieben: Taylor warf 2002 den ersten, der live im britischen Fernsehen zu sehen war, zuletzt gelang das perfekte Leg Dimitri Van den Bergh 2024 und Luke Littler 2025.
Jahr | Sieger | Besonderheit |
|---|---|---|
1994 | Larry Butler | erster Sieger, bis heute einziger US-Sieger eines PDC-Majors |
2017 | Phil Taylor | 16. und letzter Titel des Rekordsiegers |
2020 | Dimitri Van den Bergh | einzige Austragung außerhalb Blackpools, in Milton Keynes |
2022 | Michael van Gerwen | dritter Titel nach 2015 und 2016 |
2024 | Luke Humphries | Finalsieg gegen Michael van Gerwen |
2025 | Luke Littler | jüngster Sieger in der Geschichte des Turniers |
Für eine Wette steckt in dieser Geschichte eine klare Botschaft: In Blackpool setzen sich fast immer die etablierten Topspieler mit hohem Average durch, die mit der langen Distanz und der dichten Atmosphäre zurechtkommen. Echte Siege von Außenseitern wie der von Butler 1994 sind die große Ausnahme, nicht die Regel. Wer auf den Titel tippt, fährt mit den nachweislich formstarken Namen meist besser als mit einer romantischen Wette auf einen Außenseiter.
Häufige Fragen zum Darts World Matchplay
Welche Wettarten gibt es beim World Matchplay neben der Wette auf den Turniersieger?
Neben der Langzeitwette auf den Turniersieger lässt sich auch auf jede einzelne Partie wetten: vom Spielsieger über ein Handicap auf Legs bis zur Über/Unter-Wette auf die Gesamtzahl der Legs. Beliebt sind außerdem Wetten auf die meisten 180er einer Partie und auf den höchsten Checkout. Bei einem Major über mehrere Tage bieten viele Wettanbieter zusätzlich eine Spezialwette darauf an, ob im Turnierverlauf überhaupt ein Neundarter fällt.
Welche Nation hat die meisten World-Matchplay-Titel geholt?
England stellt mit großem Abstand die meisten Sieger des World Matchplay, allein Phil Taylor steht für 16 Titel. Dazu kommen jüngere englische Champions wie Luke Humphries und Luke Littler. Erst mit deutlichem Rückstand folgen die Niederlande, wo Michael van Gerwen mit drei Titeln der erfolgreichste Spieler ist, sowie Schottland mit Gary Anderson und Peter Wright.
Wie verteilt sich das Preisgeld beim World Matchplay 2026 auf die einzelnen Runden?
Von den 1.000.000 Pfund Gesamtpreisgeld entfällt der größte Teil auf die Schlussphase: 225.000 Pfund für den Sieger und 125.000 Pfund für den unterlegenen Finalisten. Die beiden Halbfinalisten erhalten je 65.000 Pfund, die vier Viertelfinalisten je 35.000 Pfund. Wer in der zweiten Runde ausscheidet, nimmt 22.500 Pfund mit, ein Aus in der ersten Runde bringt noch 12.500 Pfund.



