Eine Tennis Wette tickt anders als eine Wette auf ein Mannschaftsspiel. Beim Tennis stehen sich zwei Einzelspieler gegenüber, ein schlechter Tag lässt sich nicht durch Mitspieler ausgleichen. Dazu kommt der Belag, der jede Begegnung neu gewichtet, und die Best-of-3- oder Best-of-5-Distanz, die bei jedem Turnier mitschwingt. Wer diese Eigenheiten kennt, sieht in einer Quote mehr als nur eine Zahl.
Tennis Wetten gegen andere Sportwetten — was im Tennis anders läuft
Tennis ist Einzelsport. Wer sich auf dem Court schlecht fühlt, wird nicht ausgewechselt, kein Trainer steuert taktisch dazwischen. Damit hängt jede Tennis Wette stärker an der Tagesform eines einzelnen Menschen als eine Wette auf eine Mannschaft. Eine leichte Verletzung, ein Streit am Vorabend oder ein langer Reiseweg schlagen voll durch.
Drei Beläge prägen die Tour. Sand bremst den Ball, Hartplatz spielt mittelschnell, Rasen lässt den Ball flach abspringen. Die Eigenarten der Beläge entscheiden mit darüber, ob ein Spieler mit starkem Aufschlag gut bei einer Wette aufgehoben ist oder ein Grundlinienspieler seine Stunde hat.
Best-of-3 ist der Standard auf der gesamten Tour. Best-of-5 spielen die Herren nur bei den vier Grand Slams Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open. Das hat direkten Einfluss auf die Quote: Über fünf Sätze setzt sich der Favorit häufiger durch, weil eine schwache Phase noch aufgefangen werden kann.
Die Aufgaberate liegt höher als im Mannschaftssport. Wer auf einen einzelnen Spieler tippt, trägt das Risiko, dass dieser eine Stunde nach Spielbeginn humpelnd den Platz verlässt. Bei einer Wette auf eine Fußballmannschaft fällt im Vergleich nur ein einzelner Spieler aus, das Spiel selbst läuft weiter.
An Wettarten haben sich beim Tennis fünf Klassiker durchgesetzt. Die klassische Siegerwette geht auf den Match-Sieger, die Satzwette auf das exakte Satzergebnis (zum Beispiel 2:0 oder 2:1). Die Game-Wette tippt auf die Anzahl der Spiele in einem Satz oder im gesamten Match. Das Handicap kommt in zwei Varianten: auf Sätze (typisch beim Best-of-5) oder auf Games (bei Best-of-3 üblicher). Über/Unter Games schließlich tippt auf eine Schwelle für die Gesamtzahl der gespielten Spiele im Match.
Damen und Herren werden auf getrennten Touren geführt. Die ATP organisiert die Herren, die WTA die Damen. Beide Touren teilen sich die Grand Slams und nutzen oft dieselben Anlagen, doch Format, Aufschlaggeschwindigkeit und die typische Länge der Ballwechsel unterscheiden sich. Wer bei einer Tennis Wette beide Touren über einen Kamm schert, übersieht systematisch Chancen auf eine bessere Quote.
Drei Beläge, drei Spielarten: Sand, Hartplatz und Rasen
Der Belag ist beim Tennis kein Detail, sondern ein eigener Spielmodus. Ein und derselbe Aufschlag landet auf Sand mit deutlich weniger Tempo beim Gegner als auf Rasen. Wer eine Tennis Wette durchdenkt, schaut deshalb zuerst auf die Oberfläche und dann auf den Spieler.
Hartplatz: der mittlere Weg
Hartplätze haben eine feste Oberfläche aus Beton oder Asphalt mit einer farbigen Beschichtung. Der Ballabsprung ist gleichmäßig und mittelschnell. Damit funktioniert auf Hartplatz fast jeder Spielstil — Aufschlag-Volley, Grundlinienspiel oder ein Mix daraus. Genau das macht den Hartplatz zur fairsten Bühne, aber auch zur unbarmherzigsten: Wer sich auf nichts spezialisiert hat, bekommt vom Belag keine Hilfe geschenkt. Auf Hartplatz spiegeln Quoten meist die reine Form, weniger die Spezialisierung.
Sandplatz: lange Ballwechsel und Spin
Sandplätze bestehen aus feinem Ziegelmehl auf einer weichen Tragschicht, die einen Teil der Aufprallenergie schluckt. Der Ball springt langsamer und höher ab. Spieler haben mehr Zeit zur Vorbereitung, Ballwechsel ziehen sich hin, Topspin wird zur Waffe. Aufschlagstarke Spieler bekommen auf Sand weniger geschenkt, weil ihr erster Aufschlag selten direkt zum Punkt führt. Grundlinienspieler mit hoher Laufbereitschaft kommen oft besser zurecht. Eine Tennis Wette auf den klassischen Sandspezialisten gewinnt besonders bei Turnieren der Sandsaison im Frühjahr Substanz.
Rasen: schnell und flach
Rasenplätze haben kurz gemähtes Gras auf einer festen Bodenschicht. Der Ball springt flach und schnell ab, der Widerstand des Belags ist gering. Dadurch belohnt Rasen den ersten Aufschlag und kurze Ballwechsel. Returnspieler haben wenig Zeit zum Reagieren, Rückhand-Slice und Volleys gewinnen an Gewicht. Die Rasensaison dauert nur wenige Wochen, was die Spielerfelder bei den größeren Turnieren auf Rasen einschätzbarer macht. Bei einer Tennis Wette auf Rasen sticht ein guter Aufschläger oft Spieler aus, die auf Sand der klare Favorit gewesen wären.
Saisonphasen und Belagwechsel als Wettargument
Im Tour-Kalender wechselt der Belag in Phasen: Sand dominiert das Frühjahr, danach folgt eine kurze Rasenphase, der Rest des Jahres läuft hauptsächlich auf Hartplatz. Der Übergang von einer Phase in die nächste ist oft die spannendste Zeit für eine Tennis Wette. Spieler brauchen ein paar Matches zur Umstellung, alte Reflexe passen nicht zum neuen Belag, das eigene Lieblingsspiel wirft Punkte ab oder bringt sie ein. Quoten verschieben sich in diesen Wochen besonders deutlich, weil viele Tipper noch an der vorherigen Saisonphase hängen.
Bei kleineren Turnieren ist der Spezialist auf dem aktuellen Belag oft die solideste Tennis Wette. Auf Sand ohne die ganz großen Namen rückt ein erfahrener Sandspezialist näher an den Sieg, als die reine Weltrangliste vermuten lässt. Dasselbe gilt für Rasenspezialisten in der kurzen Rasenphase. Wer den Belag konsequent in seine Auswahl einbaut, sieht Werte, die auf der reinen Tabelle nicht stehen.
Best-of-3 oder Best-of-5: das Format prägt jede Wette auf Tennis
Die Distanz eines Tennis-Matches ist keine Nebenfrage. Sie steuert, wie viele schwache Phasen ein Spieler haben darf, ohne das Match abzugeben — und damit indirekt die Quote auf den Favoriten.
Best-of-3 ist die Regel auf der Tour. Wer zwei Sätze gewinnt, gewinnt das Match. Best-of-5 spielen ausschließlich die Herren bei den vier Grand Slams Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open. Bei jedem anderen ATP-Turnier gilt Best-of-3, ebenso auf der gesamten WTA-Tour.
Über fünf Sätze setzt sich der Favorit häufiger durch. Ein verlorener erster Satz wiegt nicht so schwer, weil drei weitere Sätze zur Korrektur bleiben. Ein körperlich stärkerer Top-Spieler kann in den Sätzen vier und fünf das Tempo halten, während der Außenseiter Konzentration und Beine verliert. Bei Best-of-3 hingegen wirft schon ein verlorener erster Satz den Favoriten oft in eine knappe Sache. Wer auf den Favoriten in einem Best-of-3-Match wettet, akzeptiert mehr Streuung im Ergebnis.
Daraus ergeben sich zwei Argumente für die Wette. Erstens: Wer auf einen klaren Favoriten in einem Grand-Slam-Match der Herren tippt, bekommt eine etwas niedrigere Quote als bei einem vergleichbaren Best-of-3-Match an anderer Stelle der Tour — die Distanz reduziert das Risiko einer Überraschung. Zweitens: Eine Wette auf den Außenseiter trägt bei Best-of-3 mehr Substanz, weil ein einziger guter Satz und ein wackliger Aufschlag des Favoriten ausreichen können.
Über/Unter Games und Satzhandicap reagieren ebenfalls auf das Format. Bei Best-of-5 liegen die Schwellen für Über/Unter höher, weil schlicht mehr Spiele anfallen. Ein Satzhandicap von -1,5 bedeutet bei Best-of-5 etwas anderes als bei Best-of-3: Bei zwei zu spielenden Sätzen muss der Favorit beide gewinnen, bei fünf zu spielenden Sätzen drei gegen einen oder besser. Bei einer Tennis Wette auf das Satzhandicap muss die Distanz also bekannt sein, bevor die Quote überhaupt sinnvoll bewertet werden kann.
Tie-Break-Regelung lohnt einen Extrablick vor der Wette. Manche Turniere spielen den Entscheidungssatz mit Tie-Break ab 6:6, andere früher oder mit Match-Tie-Break. Bei den Grand Slams unterscheiden sich die Regeln seit Jahren teils noch. Wer auf Über/Unter Games oder das exakte Satzergebnis tippt, sollte die aktuelle Regelung des Turniers vorab prüfen.
Die Spieleranalyse bei Tennis Wetten
Vor jeder Tennis Wette lohnt der Blick auf das Profil der beiden Spieler. Die Weltrangliste ist ein nützlicher Anhaltspunkt, mehr nicht. Sie sagt wenig darüber, wer am Mittwochabend in Madrid auf Sand wirklich besser drauf ist.
Form über Wochen, nicht Saisons
Form im Tennis ist kurzlebig. Wer vor zwei Monaten zwei Turniere in Folge gewonnen hat, kann inzwischen mit Rückenproblemen aus drei Erstrunden raus sein. Sinnvoll ist der Blick auf die letzten vier bis sechs Wochen, idealerweise auf demselben Belag wie das anstehende Turnier. Eine starke Sandsaison ist kein Argument für eine Tennis Wette auf Hartplatz, auch wenn die Weltrangliste den Spieler vorne führt.
Stärken auf den Belägen einzeln betrachten
Form und Belag laufen oft auseinander. Ein Spieler kann auf Hartplatz solide spielen und auf Sand auseinanderfallen — oder umgekehrt. Sinnvoll ist, die Bilanzen pro Belag der letzten zwei Saisons getrennt anzuschauen. Wer auf Sand 65 Prozent seiner Matches gewinnt und auf Hartplatz 50 Prozent, ist im Frühjahr eine andere Wahl bei der Wette als im Herbst. Diese Trennung übersehen viele Tipper, weil die Weltrangliste alle Beläge zu einer Zahl zusammenrechnet.
Aufschlag und Return als harte Statistik
Aufschlagquote und Return-Quote sind die belastbarsten Kennzahlen vor einer Tennis Wette. Wie viele Punkte gewinnt der Spieler beim eigenen ersten Aufschlag? Wie viele Aufschlagspiele bricht er beim Gegner? Auf Rasen entscheidet die Aufschlagquote oft das Match, auf Sand zählt die Return-Quote stärker. Diese Zahlen sind über die offiziellen Tour-Statistiken zugänglich und schwanken weniger stark als das Ergebnis einer einzelnen Begegnung.
Head-to-Head: Hinweis, kein Hauptargument
Der direkte Vergleich zweier Spieler ist verlockend, weil er konkret wirkt. Wenn Spieler A gegen Spieler B fünfmal gewonnen und einmal verloren hat, klingt das nach klarem Argument. In Wahrheit zählt der direkte Vergleich nur, wenn die Begegnungen jung sind und auf demselben Belag stattfanden. Drei Siege auf Sand vor sechs Jahren sagen wenig über ein Hartplatz-Match in dieser Woche. Head-to-Head ist Hinweis, nicht Begründung.
Belastung und Reisestress
Wer in der Vorrunde drei Marathon-Matches gespielt hat, geht müder ins Viertelfinale als ein Spieler, der jedes Mal nach 90 Minuten vom Platz war. Spielminuten der Vorrunde sind ein guter Indikator für die zu erwartende Frische. Bei Turnieren in großer Hitze wie den Australian Open oder Cincinnati spielt das Wetter zusätzlich rein. Wer aus einer Zeitzone in die nächste wechselt — etwa von einem Turnier auf Hartplatz in Asien nach Europa —, verliert Tage zur Anpassung. Die Reise gehört genauso zur Tennis Wette wie der Aufschlag.
Verletzungshistorie
Eine Verletzungshistorie sagt nichts Sicheres über den nächsten Aufschlag, aber sie sagt etwas über das Risiko, dass mitten im Match Schluss ist. Spieler mit chronischen Knie- oder Rückenproblemen geben häufiger auf als gesunde. Bei einer Tennis Wette auf einen Spieler mit langer Liste an medizinischen Pausen sollte die Quote dieses Risiko bezahlen — sonst lohnt sich die Wette nicht.
Live-Wetten beim Tennis: Break, Aufschlag und Momentum
Tennis ist für Live-Wetten gemacht. Das Match besteht aus klar abgegrenzten Games, jedes Game beginnt mit einem festen Aufschläger, jeder Punkt steht für sich. Daraus ergibt sich eine feinkörnige Quotenbewegung, die fast in Echtzeit auf das Geschehen reagiert. Wer Tennis live verfolgt, hat ein paar Hebel, an denen sich die Tennis Wette lohnt — und einige, die teuer wirken, aber selten halten.
Ein Break im Aufschlagspiel ist die deutlichste Quotenbewegung im Match. Wenn der Favorit dem Außenseiter den Aufschlag nimmt, fällt die Quote auf den Favoriten spürbar. Umgekehrt steigt sie, wenn der Außenseiter den Aufschlag des Favoriten bricht. Wer das Spiel mitliest, sieht solche Verschiebungen kommen, bevor sie ganz im Buch ankommen — ein Aufschlagspiel mit zwei Doppelfehlern und einem leichten Rückhandfehler ist oft das Vorzeichen.
Ein souveränes Aufschlagspiel des Favoriten ist ein Stabilitätssignal. Wer die ersten beiden eigenen Aufschlagspiele zu null gewinnt, signalisiert dem Buch und dem Gegner, dass der Tag passt. In dieser Phase werden Live-Wetten auf den Match-Sieg des Favoriten oft uninteressant, weil die Quote dem Verlauf hinterherläuft. Lohnender sind kleine Live-Wetten auf einen einzelnen Satz oder einzelne Games.
Ein verlorener Satz des Favoriten ist eine der lehrreichsten Situationen für Live-Wetten. Die Quote auf den Außenseiter ist im Moment des Satzgewinns vergleichsweise niedrig, weil sich kurzfristig viele Tipper auf den Außenseiter werfen. Wer den Favoriten kennt, weiß: Ein verlorener erster Satz eines Top-Spielers gegen einen Tour-Routinier endet bei Best-of-5 selten im Drama. Hier kann die Quote auf den Favoriten eine echte Chance sein, falls Aufschlag und Konzentration unverändert wirken.
Eine medizinische Pause ist immer ein Vorzeichen, oft eine Vorwarnung. Sie unterbricht das Spiel sichtbar, der betroffene Spieler verlässt für ein paar Minuten den Court. Die Quote auf den Gegner fällt typischerweise sofort. Wer auf den verletzten Spieler bereits getippt hat, steht vor der Frage: cashen oder hoffen? Eine Pause am Bein im fünften Satz wiegt schwerer als eine Pause an der Schulter zwischen den Sätzen, weil beim Aufschlag das Standbein die Hauptlast trägt.
Live-Wetten auf einzelne Games sind die feinste Form der Tennis Wette. Sie haben kurze Laufzeiten, klare Regeln, unmittelbares Feedback. Wer den Aufschlag eines Spielers über die ersten Spiele gut einschätzen kann, findet hier oft Quoten, die das tatsächliche Niveau nicht treffen. Vorsicht ist beim Tempo geboten: Eine Game-Wette ist binnen weniger Minuten entschieden, das macht sie attraktiv und gefährlich zugleich.
Momentum nach gewonnenem Tie-Break ist real, aber unterschiedlich verteilt. Ein Spieler, der einen Tie-Break gewonnen hat, gewinnt überdurchschnittlich oft auch den nächsten Satz, besonders bei Best-of-3. Bei Best-of-5 ist der Effekt schwächer, weil Pausen zwischen den Sätzen stärker greifen. Wer auf das Satzhandicap setzt, sollte den Tie-Break-Verlauf in die Bewertung einbauen.
Was passiert mit der Tennis Wette, wenn ein Spieler aufgibt?
Im Tennis kommt häufiger zur Aufgabe als im Fußball oder Basketball, weil ein einzelner Mensch verletzt sein muss, nicht eine ganze Mannschaft. Diese Realität gehört in jede Tennis Wette eingerechnet, lange bevor der Tippschein abgegeben ist. Was eine Aufgabe konkret bedeutet, hängt vom Format der Wette ab — Einzelwette oder Kombiwette — und vom Anbieter, dessen AGB die feinen Unterschiede regeln.
Einzelwette: was zählt, sobald der Ball gespielt ist
Bei einer Einzelwette auf den Match-Sieger gilt die Faustregel: Aufgabe vor dem ersten Aufschlag macht die Wette ungültig, der Einsatz kommt zurück. Aufgabe während des Spiels führt bei den meisten Anbietern zur Annullierung der offenen Einzelwette, sofern der Ausgang noch nicht feststeht. Auch hier kommt der Einsatz zurück.
Anders sieht es bei Wetten aus, die zum Zeitpunkt der Aufgabe schon entschieden waren. Wer auf den Sieger des ersten Satzes getippt hat und der Spieler gewinnt diesen Satz, bevor er später aufgibt, bekommt die Wette ausgezahlt — der Ausgang stand fest. Dasselbe gilt für eine Über/Unter-Wette auf eine Schwelle, die schon überschritten wurde, oder für eine Game-Wette in einem Game, das bereits beendet ist. Welche Bedingungen genau gelten, regelt jeder Anbieter in seinen AGB selbst, weshalb ein Blick in die Regelung zu Tennis Wetten beim jeweiligen Anbieter vor dem Tippschein kein verschwendeter Schritt ist.
Kombiwette: ein Match raus, der Rest läuft weiter
In der Kombiwette wird die betroffene Auswahl bei den meisten Anbietern aus der Berechnung herausgenommen. Die Quote der Kombiwette wird dann ohne dieses eine Match neu berechnet, der Rest der Auswahl läuft normal weiter. Wer fünf Tennis-Matches in einer Kombi hatte und ein Spieler gibt im zweiten Satz auf, gewinnt die Kombi, wenn die anderen vier Tipps stimmen — allerdings mit der angepassten Quote ohne diesen einen Tipp.
Auch bei der Kombiwette gilt: Eine bereits entschiedene Auswahl im Match (Sieger des ersten Satzes, erfüllte Über/Unter-Schwelle) bleibt in der Kombi gültig. Sie wird nicht herausgenommen, weil der Ausgang feststand. Genau hier weichen Anbieter manchmal in den Details ab, etwa bei der Behandlung von Live-Wetten innerhalb der Kombi.
Grand Slams, Masters und Tour: das Turnier filtert Tennis Wetten
Nicht jedes Turnier auf der Tour ist gleich viel wert — weder für die Spieler noch für die Tennis Wette. Die Tour ist klar gestaffelt, die Stufen unterscheiden sich in Preisgeld, Punkten für die Weltrangliste und der Stärke des Spielerfeldes. Wer die Bedeutung des Turniers ignoriert, behandelt eine erste Runde in Wimbledon wie eine erste Runde in einem ATP 250 — und verschenkt damit die Hälfte der Information.
Grand Slams: vier Turniere, das stärkste Feld
Die vier Grand Slams sind Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open. Sie geben dem Sieger 2000 Punkte für die Weltrangliste und sind die einzigen Turniere, bei denen die Herren über Best-of-5 spielen. Bei den Damen läuft auch Grand Slam im Best-of-3-Format. Das Spielerfeld ist hier am stärksten, fast jeder Top-Spieler ist gemeldet, die Quoten auf den Außenseiter sind meist hoch. Eine Tennis Wette auf eine Überraschung in der ersten Runde trägt bei einem Grand Slam mehr Substanz, weil eine erste Runde über fünf Sätze auch dem Außenseiter Zeit gibt, sich ins Match zu finden.
ATP Masters 1000: das nächste Niveau unter den Grand Slams
Die ATP Masters 1000 sind die zweithöchste Stufe der ATP-Tour. Der Sieger erhält 1000 Punkte für die Weltrangliste, neun Turniere pro Jahr fallen in diese Kategorie. Dazu zählen unter anderem Indian Wells, Miami, Monte Carlo, Madrid, Rom, Cincinnati, Shanghai und Paris-Bercy. Bei den Masters läuft Best-of-3, das Feld ist nahezu so stark wie bei einem Grand Slam, weil die Top-Spieler sehr regelmäßig antreten. Wer auf den Sieger eines Masters-Turniers wettet, sieht ähnlich knappe Quoten wie bei einem Grand Slam — über die kürzere Distanz allerdings mit mehr Spielraum für den Außenseiter.
ATP 500 und ATP 250: weniger Punkte, mehr Streuung
ATP-500-Turniere geben 500 Punkte an den Sieger, ATP-250-Turniere 250 Punkte. Diese beiden Stufen ziehen ein gemischteres Feld an. Top-Spieler kommen nicht zu jedem 250er, manche stehen erst in der Hauptphase der Saison ein, andere überspringen ganze Wochen wegen Belastung. Daraus folgt: Außenseiter haben hier öfter eine echte Chance, weil die Top-Spieler weniger dicht vertreten sind. Eine Tennis Wette auf einen aufstrebenden Spieler oder einen Spezialisten auf dem aktuellen Belag kann bei einem 250er deutlich mehr Wert bringen als bei einem Grand Slam.
ATP Finals: das Round-Robin-Finale der Saison
Die ATP Finals beschließen die Saison. Sie spielen die acht besten Spieler des Jahres in einem Round-Robin-Format mit anschließenden K.o.-Spielen. Ein ungeschlagener Sieger sammelt bis zu 1500 Punkte. Weil das Format vom Rest der Tour abweicht — Gruppenphase statt direkter K.o. — gewichten Live-Wetten und die Quoten vor dem Turnier anders. Eine Niederlage muss nicht das Aus bedeuten, weil zwei der drei Gruppenspiele gewonnen meist reichen.
Challenger Tour: die zweite Liga mit lückiger Information
Unterhalb der ATP-Tour läuft die Challenger Tour. Hier spielen Spieler in der Weltrangliste etwa zwischen Platz 80 und Platz 300 sowie aufsteigende Talente. Die Quoten sind weniger geschliffen, weil die Anbieter weniger Vergleichsmaterial haben und weniger Fans tippen. Wer sich in einer Region oder in einer Spielergruppe gut auskennt, findet auf Challenger-Niveau immer wieder Quoten, die das wahre Niveau verfehlen — allerdings auch ein höheres Risiko durch unbekannte Tagesformen und seltene Live-Übertragungen.
Häufige Fragen zu Tennis Wetten
Welche Statistiken helfen wirklich vor einer Tennis Wette?
Die belastbarsten Zahlen sind Aufschlagquote, Return-Quote und die Form über die letzten vier bis sechs Wochen. Dazu kommt die Bilanz auf dem aktuellen Belag aus den letzten zwei Saisons. Head-to-Head ist ein Hinweis, kein Hauptargument — vor allem dann nicht, wenn die letzte Begegnung Jahre zurückliegt oder auf einem anderen Belag stattfand.
Was passiert mit der Tennis Wette, wenn das Match wegen Regen unterbrochen wird?
Eine Regenpause ist keine Aufgabe — das Match wird fortgesetzt, oft am nächsten Tag. Solange das Match in einem vom Anbieter festgelegten Zeitfenster zu Ende gespielt wird, läuft die Tennis Wette ganz normal weiter. Reißt die Unterbrechung zu lang oder wird das Match abgebrochen, ohne fortgesetzt zu werden, greift bei den meisten Anbietern eine Annullierung mit Rückzahlung des Einsatzes — bei einer offenen Wette, deren Ausgang noch nicht feststand.
Sind Tennis Wetten auf Doppel-Matches anders zu bewerten als auf Einzel?
Doppel ist im Tennis eine eigene Disziplin mit eigenen Spezialisten, eigener Weltrangliste und einer anderen Spielcharakteristik. Die Matches sind kürzer als im Einzel, weil viele Turniere im Doppel im Entscheidungssatz einen 10-Punkte-Match-Tiebreak statt eines vollen dritten Satzes spielen. Über/Unter-Schwellen liegen damit niedriger als bei einer entsprechenden Einzelwette. Statistik ist deutlich dünner: Aufschlag- und Return-Werte werden zwar erfasst, aber Daten zur Form einzelner Doppelpaarungen sind seltener öffentlich. Wer auf Doppel tippt, sollte vor allem auf eingespielte Paarungen schauen, weil die Abstimmung am Netz mehr ausmacht als im Einzel.



