Wer bei den Wimbledon Wetten dem Tipp die Weltrangliste oder die gerade beendete Sandsaison zugrunde legt, liegt auf Rasen oft schneller daneben, als ihm lieb ist. Wimbledon ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Gras, und dieser Belag belohnt andere Stärken: kurze Punkte, einen durchschlagenden Aufschlag, wenige lange Ballwechsel. Ein Spieler, der wochenlang auf Sand geglänzt hat, kann hier schon in Runde eins an einem Aufschlagspezialisten scheitern, dessen Name in keiner Schlagzeile steht.

Das macht den Tipp auf Wimbledon 2026 reizvoll und schwierig zugleich. Die Rasensaison ist kurz, die Form auf diesem Belag wiegt schwerer als jeder Tabellenplatz, und das Favoritenfeld sieht in diesem Jahr anders aus, als die Rangliste vermuten lässt. Wer wissen will, worauf sich ein Tipp wirklich lohnt und wer die besten Siegchancen hat, beginnt deshalb beim Belag, nicht beim großen Namen.

Was macht Wimbledon Wetten besonders?

Wimbledon ist das einzige der vier Tennis Grand-Slam-Turniere, das auf Rasen ausgetragen wird, und dieser Belag verändert deinen Tipp stärker als jede Setzliste. Das Hauptfeld läuft 2026 vom 29. Juni bis zum 12. Juli, gespielt wird die 139. Auflage seit der ersten Austragung 1877. Ausrichter ist der All England Lawn Tennis and Croquet Club. Im Herren- und im Dameneinzel stehen je 128 Spieler im Hauptfeld, von denen 32 gesetzt werden.

Beim Format trennt Wimbledon Herren und Damen deutlich. Die Herren spielen Best-of-Five, der Sieger braucht also drei gewonnene Sätze. Die Damen spielen Best-of-Three, hier reichen zwei Sätze. Für deinen Tipp ist das kein Detail am Rande: Ein Favorit bei den Herren kann den ersten Satz abgeben und trotzdem in Ruhe zurückkommen, weil ihm zwei weitere Sätze bleiben. Bei den Damen kostet ein verlorener Satz schon die halbe Partie. Wer auf einen klaren Favoriten setzt, hat bei den Herren also mehr Puffer, zahlt diesen Puffer aber mit einer kürzeren Quote.

Der Rasen ist die kürzeste Saison im Tennisjahr, und das hat Folgen für die frühen Runden. Viele Spieler kommen direkt aus der langen Sandsaison und haben nur wenige Wochen auf Gras hinter sich, bevor das Hauptfeld beginnt. Ein hoch gesetzter Name garantiert deshalb in Runde eins und zwei wenig, wenn sein Spiel auf Sand zugeschnitten ist und der Gegner ein eingespielter Rasenspezialist mit gefährlichem Aufschlag ist. Wer früh tippt, schaut deshalb weniger auf die Setzposition und mehr darauf, wie gut ein Spieler mit dem schnellen Belag zurechtkommt.

Wie der Rasen Spielweise und Quoten in Wimbledon prägt

Auf Rasen bleibt der Ball flach und springt schnell ab, deshalb sind die Ballwechsel kurz und der Aufschlag entscheidet überdurchschnittlich oft direkt. Auswertungen zu den Belägen zeigen das deutlich: Ein Punkt dauert auf Gras im Schnitt nur rund drei Sekunden, auf Sand dagegen ungefähr acht. Auch die Zahl der Asse liegt auf Rasen klar höher als auf dem langsamen Sandbelag, weil der Aufschläger nach dem Service kaum noch in lange Duelle von der Grundlinie gezwungen wird.

Für die Quoten hat das konkrete Folgen. Wenn der Aufschlag so stark durchschlägt, halten beide Spieler ihre Aufschlagspiele häufiger, Breaks werden seltener und Tie-Breaks häufiger. Ein Spieler, der seine Punkte über ein hohes Aufschlagtempo holt, gewinnt damit auf Gras Siegchancen dazu, die er auf Sand nicht hätte, und seine Quote fällt entsprechend kürzer aus. Umgekehrt verliert ein reiner Grundlinienspieler, der seine Gegner sonst über lange Ballwechsel zermürbt, einen Teil seiner Stärke, weil ihm der Belag die Zeit nimmt. Wer eine Partie einschätzt, gewichtet auf Gras deshalb das Aufschlagspiel höher als die reine Rangliste. Diese Verschiebung steckt oft in einer Quote, die auf den ersten Blick zu hoch für den vermeintlich schwächeren Spieler wirkt.

Die Rasenform der letzten Wochen sagt mehr als die Bilanz der gerade beendeten Sandsaison. Ein Spieler, der in Halle, Queen's oder Eastbourne überzeugt hat, ist auf Gras ein verlässlicherer Tipp als ein Sandplatzkönig mit dünner Rasenbilanz.

Außenseiter haben in den frühen Runden ihre besten Gelegenheiten. Ein aufschlagstarker Spieler kann mit zwei, drei sicheren Aufschlagspielen einen Satz in den Tie-Break zwingen und ihn dort über ein paar starke Aufschläge entscheiden, selbst gegen einen klar höher eingestuften Gegner. Für einen Tipp heißt das: Eine Satzwette auf den Außenseiter oder ein Satzhandicap zu seinen Gunsten geht auf Gras häufiger auf als auf jedem anderen Belag, vor allem solange der Favorit noch nicht ganz auf den Rasen eingestellt ist.

Die Favoriten im Herrenfeld von Wimbledon 2026

Jannik Sinner geht als Titelverteidiger und Weltranglistenerster ins Turnier, und die Quote von 1,43 lässt daran keinen Zweifel. 2025 holte er seinen ersten Wimbledon-Titel, im Finale schlug er Carlos Alcaraz mit 4:6, 6:4, 6:4, 6:4. Seitdem hat er seinen Vorsprung an der Spitze ausgebaut und führt die Rangliste mit klarem Abstand an. Bei einer Quote von 1,43 ist der Spielraum für Value allerdings dünn.

Den größten Grund für Sinners kurze Quote findet man nicht bei ihm selbst, sondern im Teilnehmerfeld. Carlos Alcaraz, Wimbledon-Sieger 2023 und 2024 und der einzige Spieler, der Sinner zuletzt regelmäßig schlagen konnte, fehlt 2026. Er sagte die gesamte Rasensaison wegen einer Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk ab, nachdem ihn dieselbe Verletzung schon die French Open gekostet hatte. Ohne ihn verliert das Feld seinen zweiten ernsthaften Titelanwärter, und die Lücke schlägt direkt auf Sinners Quote durch. Der nächste Name auf der Liste ist Novak Djokovic mit einer Quote von 6,00. Mit sieben Wimbledon-Titeln und seinem rekordverdächtigen 14. Wimbledon-Halbfinale 2025 bringt er auf diesem Belag mehr Erfahrung mit als jeder andere im Feld, auch wenn er das Halbfinale gegen Sinner glatt verlor. In der Rangliste ist der inzwischen 39-Jährige auf Rang acht abgerutscht, seine Quote von 6,00 speist sich also fast komplett aus seinen Erfolgen auf Rasen, nicht aus seiner aktuellen Position.

Alexander Zverev ist mit 10,00 der beste Deutsche im Feld und seit den French Open 2026, die er gegen Flavio Cobolli gewann, endlich auch Grand-Slam-Sieger. Auf Rasen bleibt er trotzdem ein Wackelkandidat: 2025 schied er gleich in der ersten Runde aus, und der schnelle Belag passt schlechter zu seinem Spiel von der Grundlinie als Sand oder Hartplatz. Jack Draper bei 26,00 wäre die britische Hoffnung mit dem lautesten Publikum im Rücken und der besten Rasenbilanz seiner Karriere, doch eine Sehnenverletzung im Knie zwang ihn zur Absage in Queen's, und seine Teilnahme stand zuletzt auf der Kippe. Taylor Fritz bei 17,00 und Ben Shelton bei 21,00 sind harte Aufschläger, denen der Rasen liegt; Fritz stand 2025 im Viertelfinale. Dass die Rangliste auf Gras wenig aussagt, zeigt Félix Auger-Aliassime: als Weltranglistenvierter geführt, in den Wimbledon-Quoten aber nur ein Außenseiter bei 61,00. Obwohl er selbst angibt gerne auf Rasen zu spielen, konnte er dort bislang noch keine großen Erfolge einfahren.

Die Rasensaison 2026 hat zudem gezeigt, wer auf dem Belag gerade in Form ist. In Halle holte Frances Tiafoe seinen bislang größten Titel und schlug im Finale Taylor Fritz; in den Wimbledon-Quoten steht er dennoch nur bei 67,00. Das Turnier in Queen's gewann etwas überraschend Francisco Cerúndolo gegen Tommy Paul, sein erster Titel auf dieser Stufe, ebenfalls bei 67,00 notiert. Ben Shelton wiederum setzte sich in Stuttgart durch, auch das gegen Taylor Fritz. Alle drei bringen frische Rasensiege mit, zählen bei den Anbietern aber weiter nicht zum engeren Favoritenkreis: Ein Titel über drei Sätze bei einem 250er- oder 500er-Turnier wiegt anders als zwei Wochen Best-of-Five. Das kleinere Rasenturnier in 's-Hertogenbosch ging an Kamil Majchrzak, der erst der dritte Pole überhaupt ist, der einen ATP-Titel gewonnen hat. Dabei schlug er etablierte Rasenspieler wie Auger-Aliassime, Daniil Medvedev und Alex de Minaur.

Spieler

Quote Sieger 2026

Einordnung

Jannik Sinner

1,43

Titelverteidiger und Nummer eins, klarer Topfavorit

Novak Djokovic

6,00

Siebenfacher Sieger, Quote spiegelt die Erfolge auf Rasen, nicht die Rangliste

Alexander Zverev

10,00

French-Open-Sieger 2026, dominanter Aufschlag, auf Rasen aber unsicher

Taylor Fritz

17,00

Aufschlagstark, 2025 im Viertelfinale, zwei Rasenfinals 2026 verloren

Ben Shelton

21,00

Wuchtiger Aufschlag, Sieger in Stuttgart

Jack Draper

26,00

Gut auf Rasen, Teilnahme nach Knieverletzung fraglich

Frances Tiafoe

67,00

Sieger in Halle, im Finale gegen Fritz

Francisco Cerúndolo

67,00

Sieger in Queen's, erster Titel auf dieser Stufe

Alle Quoten Stand 24.06.2026 vom Winmega.

Trotz der kurzen Quote ist Sinner nicht unangreifbar, und das hat mit seiner Vorbereitung zu tun. Erstmals in seiner Karriere verzichtet er auf jedes Rasenturnier zur Vorbereitung: Statt in Halle oder Queen's zu spielen, geht er nach einer Erholungspause direkt nach Wimbledon und bestreitet vorher nur eine Exhibition in Hurlingham, die nicht zur Tour zählt. Wie sehr ihm seine Fitness beeinträchtigen kann, zeigte sein Aus bei den French Open: Beim Stand von 6:3, 6:2, 5:1 gegen einen Außenseiter bremsten ihn Krämpfe so ein, dass er die Partie noch über fünf Sätze verlor. Wer von dieser möglichen Schwäche am ehesten profitiert, ist Novak Djokovic. Auf Rasen wiegt seine Erfahrung schwerer als die aktuelle Rangliste, und kein anderer im Feld bringt gegen einen schlecht vorbereiteten Titelverteidiger mehr Ruhe auf diesem Belag mit. Dahinter bleibt Zverev der erste Name, sofern sein Spiel auf dem schnellen Belag diesmal hält.

Unterm Strich führt an Sinner kein Weg vorbei, wenn es um die reine Siegwahrscheinlichkeit geht. Spannend für den Tipp ist eher die Frage dahinter: Bei 1,43 zahlt der Favorit kaum etwas aus, während die Verfolger ab Djokovic Quoten bieten, bei denen sich ein gezielter Tipp auf einen tiefen Lauf oder ein einzelnes Achtelfinale eher rechnet.

Welche Favoritinnen führen das Damenfeld in Wimbledon an?

Bei den Damen ist das Feld deutlich offener als bei den Herren. Aryna Sabalenka geht als Weltranglistenerste mit einer Quote von 4,30 ins Turnier, doch ihr Vorsprung auf die zweite Favoritin Jelena Rybakina fällt mit 4,30 zu 5,00 hauchdünn aus. Sabalenka hat als Nummer eins der Welt ausgerechnet in Wimbledon noch keinen Titel geholt. Sie jagt hier ihre erste Trophäe, und das erklärt, warum ihre Quote trotz Spitzenposition nicht in den Bereich von Sinner vorstößt.

Jelena Rybakina bei 5,00 hat von allen Favoritinnen die besten Argumente auf Rasen. Sie gewann Wimbledon bereits 2022, und ihr Aufschlag ist auf diesem Belag eine echte Waffe: Genau die Stärke, die der Rasen belohnt, gehört zu ihrem Spiel. Als Weltranglistenzweite ist sie die Spielerin, deren Können und Belag am besten zusammenpassen. Titelverteidigerin Iga Świątek folgt erst mit einer Quote von 8,00 und damit deutlich hinter den beiden Erstgenannten, obwohl sie 2025 im Finale Amanda Anisimova mit 6:0, 6:0 abfertigte und damit ihren sechsten Grand-Slam-Titel und als erste Polin überhaupt den Wimbledon-Titel holte. Dass die Titelverteidigerin so weit hinten geführt wird, liegt an ihrer Geschichte auf diesem Belag: Rasen galt jahrelang als ihre schwächste Fläche, ihr Triumph 2025 kam für viele überraschend, und in der Rangliste ist sie hinter Sabalenka und Rybakina zurückgefallen.

Dahinter wird es jung und unberechenbar. Mirra Andreeva steht mit 18 Jahren und einer Quote von 8,00 gleichauf mit der Titelverteidigerin; sie hat 2026 bei den French Open ihren ersten Grand-Slam-Titel gewonnen und ist als Weltranglistensechste längst keine reine Überraschung mehr. Coco Gauff bei 13,00 bringt enorme Athletik mit, wartet aber wie Sabalenka noch auf ihren ersten Wimbledon-Titel. Bei derselben Quote von 13,00 steht Amanda Anisimova, die nach ihrer Finalniederlage 2025 etwas gutzumachen hat. Weiter hinten lohnt ein Blick auf Victoria Mboko, die 19-jährige Kanadierin, die 2026 erstmals in die Top Ten vorstieß, sowie auf Heimhoffnung Emma Raducanu bei 26,00. Jessica Pegula rückt mit 15,00 näher an die Spitze, als ihre frühere Quote vermuten ließ: In Berlin schlug sie Sabalenka und zog ins Finale ein, das sie erst im dritten Satz gegen Linda Nosková abgab.

Wie bei den Herren lohnt auch hier der Blick auf die Rasensaison. Linda Nosková gewann das WTA-500-Turnier in Berlin, schlug im Finale Pegula und feierte mit dem Titel ihr Debüt in den Top Ten; in den Wimbledon-Quoten steht sie bei 26,00. Das Turnier in Queen's holte Donna Vekić mit einem Finalsieg über Emma Raducanu, sie notiert bei 41,00. Eine Stufe darunter gewann Alexandra Eala in Birmingham und Marie Bouzkova in Nottingham, in den Siegquoten bei 51,00 beziehungsweise 81,00. Diese vier zeigen gerade auf Rasen ihre Form, gehören laut Quoten aber nicht zum Kreis der Titelanwärterinnen. Das kleinste Rasenturnier in 's-Hertogenbosch entschied Robin Montgomery für sich, die in den Wimbledon-Quoten nicht auftaucht. Die letzten Generalproben in Bad Homburg und Eastbourne laufen wie bei den Herren erst in den Tagen vor Turnierbeginn aus.

Spielerin

Quote Sieger 2026

Einordnung

Aryna Sabalenka

4,30

Nummer eins, aber noch ohne Wimbledon-Titel

Jelena Rybakina

5,00

Siegerin 2022, Aufschlag passt ideal zum Rasen

Iga Świątek

8,00

Titelverteidigerin, Rasen lange ihre schwächste Fläche

Mirra Andreeva

8,00

18 Jahre, French-Open-Siegerin 2026

Amanda Anisimova

13,00

Finalistin 2025, will es besser machen

Coco Gauff

13,00

Stark, aber noch ohne Titel in Wimbledon

Jessica Pegula

15,00

Berlin-Finalistin, schlug dort Sabalenka

Linda Nosková

26,00

Siegerin in Berlin, neu in den Top Ten

Donna Vekić

41,00

Siegerin in Queen's gegen Raducanu

Alexandra Eala

51,00

Siegerin in Birmingham

Marie Bouzkova

81,00

Siegerin in Nottingham

Alle Quoten Stand 24.06.2026.

Die Anbieter sehen Sabalenka knapp vorn, das beste Verhältnis aus Können und Belag bietet allerdings Rybakina. Wer eine offene Damenkonkurrenz mag, findet hier mehr Spielraum als bei den Herren: Schon eine zweite Favoritin wie Rybakina zahlt mit 5,00 mehr als das Dreifache von Sinners Quote.

Mit welcher Strategie wettest du klüger auf Wimbledon?

Der erste Schritt vor jedem Tipp ist die Frage nach der Rasenform. Wer in Halle, Queen's oder Eastbourne gut gespielt hat, ist auf Gras der verlässlichere Tipp als ein Spieler, der gerade die Sandsaison dominiert hat, aber auf Rasen kaum Matchpraxis mitbringt. Direkt danach kommt die Aufschlagstärke: Weil der Aufschlag auf diesem Belag so durchschlägt, gehört ein gefährliches Service zu den wichtigsten Pluspunkten, die du einem Spieler zutrauen kannst.

Die größere Disziplin liegt im Umgang mit den Quoten. Ein Tipp auf Sinner bei 1,43 bindet viel Einsatz für wenig Rückfluss, und darin liegt der Denkfehler vieler Tipper: Sie spielen aus Sicherheitsgefühl Minimalquoten auf Topfavoriten, statt nach Value Bets zu suchen. Value heißt, dass die Quote eine Siegchance höher ansetzt, als sie tatsächlich ist. Ein Spieler mit mittlerer Rangliste, dessen Aufschlag auf Gras aber überdurchschnittlich stark ist, ist oft zu hoch eingepreist, und solche Partien lohnen den zweiten Blick.

Eine Garantie ist keiner dieser Strategien. Rasen ist in den frühen Runden der unberechenbarste Belag, ein starker Tag am Aufschlag eines Außenseiters kann jede saubere Analyse kippen. Deshalb gehört zu jeder Strategie die Einsatzhöhe: Ein bewährter Ansatz ist, pro Wette nur einen kleinen, festen Teil des Budgets zu riskieren und nach einer Niederlage nicht mit höherem Einsatz nachzusetzen. So übersteht dein Budget auch eine Pechsträhne, die auf Gras schneller kommt als auf den langsameren Belägen.

Welche Fehler kosten bei Wimbledon Wetten Geld?

Der teuerste Fehler ist, die Sandplatzform unverändert auf Rasen zu übertragen. Ein Spieler, der gerade auf Sand groß aufgespielt hat, kann auf dem schnellen Belag mit niedrigem Absprung an einem soliden Aufschläger scheitern, dessen Sandbilanz mau ist. Wer den Tabellenplatz vom Juni für bare Münze nimmt, übersieht, dass die beiden Beläge unterschiedliche Stärken belohnen.

Genauso oft unterschätzt wird die Ausdauer über fünf Sätze bei den Herren. Eine Führung von zwei Sätzen sieht nach Vorentscheidung aus, doch über drei Stunden auf Rasen kann die Kondition kippen, und ein körperlich starker Gegner holt Satz um Satz zurück. Wer früh auf den nach zwei Sätzen Führenden setzt, zahlt dafür mit einer Quote, die diese Wende nicht einpreist. Ein dritter Klassiker ist die Minimalquote auf den Topfavoriten: 1,43 auf Sinner fühlt sich sicher an, bringt aber kaum Rückfluss und bestraft jeden einzelnen Ausrutscher hart.

Ein Fehler, der sich leicht vermeiden lässt, ist das Ignorieren der Auslosung. Die Setzliste wird erst kurz vor Turnierbeginn bestätigt, und sie entscheidet mit, wie hart der Weg eines Favoriten wird. Ein Topspieler mit zwei aufschlagstarken Gegnern in den ersten Runden hat ein höheres Stolperrisiko als einer mit milder Auslosung, und das gehört vor jeden Tipp auf einen tiefen Lauf.

Zuletzt der Faktor, an den viele erst denken, wenn es zu spät ist: das Wetter. Nur der Centre Court (seit 2009) und der No. 1 Court (seit 2019) haben ein verschließbares Dach, auf dem auch bei Regen weitergespielt wird. Auf dem No. 2 Court und den Außenplätzen unterbricht Regen die Partie. Eine über Stunden oder gar auf den nächsten Tag verschobene Begegnung zerstört den Rhythmus, und ein Spieler, der gerade im Lauf war, findet danach oft nicht zurück. Wer live tippt, sollte deshalb wissen, ob das Match auf einem überdachten Platz läuft. Am Ende entscheidet bei Wimbledon weniger der große Name als die Frage, wie gut ein Spieler mit Rasen, Aufschlagdruck und den Eigenheiten der zwei Wochen zurechtkommt: Wer das prüft, bevor er tippt, trifft die besseren Entscheidungen.

FAQ zu Wimbledon Wetten

Wie hoch ist das Preisgeld bei Wimbledon 2026? Das Gesamtpreisgeld steigt 2026 auf ein Rekordniveau von 64,2 Millionen Pfund, umgerechnet grob 74 Millionen Euro, ein Plus von 20 Prozent gegenüber den 53,5 Millionen Pfund des Vorjahres. Die beiden Einzelsieger erhalten je 3.600.000 Pfund, die unterlegenen Finalisten 1.800.000 Pfund. Selbst ein Aus in der ersten Runde bringt noch 80.000 Pfund.

Seit wann entscheidet in Wimbledon die Technik statt der Linienrichter? Seit 2025 übernimmt das Hawk-Eye-System die elektronische Linienüberwachung auf allen Plätzen. Die rund 300 klassischen Linienrichter wurden abgeschafft, nachdem sie zuvor 147 Jahre lang zum Turnier gehört hatten. Knappe Bälle entscheidet damit keine menschliche Wahrnehmung mehr, sondern die Kameratechnik.

Wann sind die Quoten auf den Wimbledon-Sieger am günstigsten, vor oder während des Turniers? Am höchsten sind die Siegquoten in der Regel vor dem ersten Ballwechsel; mit jedem gewonnenen Match wird die Quote eines Spielers kürzer, weil eine Unsicherheit wegfällt. Der frühe Tipp hat aber einen Haken: Tritt dein Spieler vor dem Turnier gar nicht erst an, ist der Einsatz bei vielen Anbietern verloren und wird nicht erstattet. Manche Anbieter sichern das über eine Option ab, bei der die Wette beim Nichtantritt ungültig wird. Wer die lange Quote will, trägt das Risiko; wer sichergehen will, wartet die erste Runde ab und nimmt die kürzere Quote.

Warum müssen die Spieler in Wimbledon Weiß tragen? Die Kleiderordnung geht auf das viktorianische England zurück, wo weiße Sportkleidung als vornehm galt und zeigte, dass der Träger sie sauber halten konnte. 1963 schrieb Wimbledon offiziell vor, dass Spieler überwiegend Weiß tragen müssen; heute sind nur noch farbige Ränder von höchstens einem Zentimeter erlaubt. 2023 lockerte das Turnier die Regel an einer Stelle: Spielerinnen dürfen seither dunkle Unterhosen tragen, eine Reaktion auf die Sorge vieler Frauen vor sichtbarem Blut während der Periode.