Am Valentinstag steht in der Bundesliga ein Duell an, das für beide Mannschaften richtungsweisend sein dürfte. Am Samstag, den 14. Februar 2026, um 15:30 Uhr empfängt Eintracht Frankfurt die Borussia aus Mönchengladbach im Deutsche Bank Park. Es ist der 22. Spieltag der Bundesliga – und beide Teams stecken in einer schwierigen Phase der Saison.
Frankfurt steht als Achter mit 28 Punkten in der Tabelle, Gladbach belegt mit 22 Zählern den zwölften Platz. Die Hessen haben mit einer Tordifferenz von -5 bereits 46 Gegentore kassiert, während die Fohlenelf mit einer Tordifferenz von -9 ebenfalls deutlich mehr Treffer hinnehmen musste als selbst erzielt. Unter dem neuen Trainer Albert Riera wartet die SGE weiter auf den ersten Sieg, Gladbach hat unter Eugen Polanski ebenfalls schon bessere Zeiten erlebt.
Eintracht Frankfurt im Formtief – Riera wartet auf den ersten Sieg
Die aktuelle Situation bei Eintracht Frankfurt lässt sich schnell zusammenfassen: Aus den letzten fünf Pflichtspielen holte die SGE keinen einzigen Sieg. Das 1:1 bei Union Berlin am 6. Februar war das jüngste Ergebnis unter dem neuen Coach Albert Riera, der die Mannschaft erst wenige Tage zuvor übernommen hatte. Der Spanier stellte auf ein 4-1-4-1 um und sah sein Team zwar mit 76 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit dominieren – doch es kam lediglich ein einziger Torschuss im ersten Durchgang zustande. Erst in der 84. Minute traf Brown zum 1:0, ehe Frankfurts Höjlund durch ein unnötiges Halten im eigenen Strafraum die Gelb-Rote Karte sah und Querfeld per Elfmeter zum 1:1 ausglich.
Vor dem Union-Spiel sah die Bilanz noch düsterer aus. Das 1:3 gegen Leverkusen, das 0:2 gegen Tottenham in der Champions League, das 1:3 gegen Hoffenheim und die 2:3-Niederlage bei Qarabag – vier Niederlagen am Stück. In diesen fünf Partien erzielte Frankfurt gerade einmal fünf eigene Treffer bei zwölf Gegentreffern. Die Offensive stottert, die Defensive steht wacklig. Spielmacher Mario Götze und der zuletzt eingesetzte Chaibi finden kaum Lösungen gegen kompakt verteidigende Gegner.
Hoffnung Burkardt – Rückkehr des Torjägers in Sicht
Ein Lichtblick zeichnet sich aber pünktlich zum Gladbach-Spiel ab. Jonathan Burkardt steht nach seiner schweren Wadenverletzung, die er sich Ende November in der Champions League gegen Atalanta Bergamo zugezogen hatte, vor der Rückkehr in den Kader. Der Nationalspieler ist trotz seiner langen Pause mit acht Liga-Treffern und drei Champions-League-Toren immer noch der erfolgreichste Frankfurter Torschütze in dieser Saison. In den 13 Pflichtspielen ohne Burkardt gelang der SGE nur ein einziger Sieg. Sollte der 25-Jährige am Samstag zumindest auf der Bank Platz nehmen, wäre das ein Signal an die gesamte Mannschaft. Riera braucht dringend einen Impuls – und Burkardts Rückkehr käme zur richtigen Zeit.
Borussia Mönchengladbach – Punkten ja, Siegen nein
Auch am Niederrhein läuft es alles andere als rund. Gladbach steht mit 22 Punkten aus 21 Spielen (5 Siege, 7 Unentschieden, 9 Niederlagen) auf dem zwölften Tabellenplatz. Die Tordifferenz von -9 bei 25 erzielten und 34 kassierten Toren spricht eine klare Sprache: Offensiv fehlt die Durchschlagskraft, defensiv kassiert die Borussia zu viele Gegentore.
Die letzten fünf Pflichtspiele brachten keinen einzigen Sieg. Das 1:1 gegen Leverkusen am 7. Februar war dabei sicher das achtbarste Ergebnis. Yannik Engelhardt staubte nach einem Aufbaufehler von Bayer-Keeper Blaswich zum 1:0 ab – ausgerechnet an seinem 25. Geburtstag. Doch ein bitteres Eigentor von Philipp Sander kurz vor der Pause brachte Leverkusen zurück, und nach dem Seitenwechsel rettete sich Gladbach gegen den drückenden Vizemeister über die Zeit. Castrop vergab in der 78. Minute aus kurzer Distanz die große Chance zum 2:1.
Vor dem Leverkusen-Spiel holte Gladbach beim 1:1 in Bremen ein Remis, verlor zu Hause gegen Stuttgart mit 0:3, spielte 0:0 in Hamburg und kassierte eine heftige 1:5-Niederlage in Hoffenheim. Seit dem Abgang von Netz zu Nottingham Forest fehlt in der Offensive ein weiterer Mann. Trainer Eugen Polanski setzt vorne auf Franck Honorat und Sargis Tabakovic, doch die beiden konnten sich gegen Leverkusen kaum in Szene setzen. Yannik Engelhardt und Rocco Reitz bilden ein solides Mittelfeld, aber die Borussia tut sich schwer damit, aus Ballbesitzphasen echte Torgefahr zu entwickeln.
Eintracht Frankfurt vs. Mönchengladbach direkter Vergleich
Wer die letzten Duelle zwischen diesen beiden Mannschaften anschaut, findet vor allem eins: Tore. Im Hinspiel am 27. September 2025 gewann Frankfurt auswärts mit 6:4 – zehn Treffer in einer einzigen Partie. Auch die weiteren Begegnungen lieferten Spektakel oder zumindest klare Tendenzen. Frankfurt hat die jüngsten fünf Aufeinandertreffen ohne Niederlage überstanden und dabei drei Siege eingefahren. Gladbach wartet in den direkten Duellen seit über einem Jahr auf einen Sieg gegen die SGE.
Die letzten fünf Duelle zwischen Frankfurt und Mönchengladbach:
Datum | Begegnung | Ergebnis | Wettbewerb |
|---|---|---|---|
27.09.2025 | Mönchengladbach – Frankfurt | 4:6 | Bundesliga |
08.02.2025 | Mönchengladbach – Frankfurt | 1:1 | Bundesliga |
30.10.2024 | Frankfurt – Mönchengladbach | 2:1 | DFB-Pokal |
21.09.2024 | Frankfurt – Mönchengladbach | 2:0 | Bundesliga |
11.05.2024 | Mönchengladbach – Frankfurt | 1:1 | Bundesliga |
Insgesamt fielen in diesen fünf Begegnungen 19 Tore – im Schnitt also 3,8 Treffer pro Partie. Vor allem das 6:4 im Hinspiel trieb den Schnitt nach oben. Frankfurt gewann drei dieser Duelle, zweimal trennten sich die Teams unentschieden. Im Deutsche Bank Park hat die SGE gegen Gladbach eine besonders starke Bilanz: Sowohl das 2:1 im DFB-Pokal als auch das 2:0 in der Bundesliga im September 2024 gingen an die Hessen. Beim letzten Bundesliga-Heimspiel blieb Gladbach in Frankfurt sogar ohne eigenen Treffer.
Frankfurt - Mönchengladbach Tipps
1. Tipp: Sieg Eintracht Frankfurt
Beide Mannschaften befinden sich in einer schwachen Phase, doch Frankfurt hat mehrere Argumente auf seiner Seite. Die SGE spielt zu Hause im Deutsche Bank Park, hat mit dem Trainerwechsel zu Albert Riera frischen Wind bekommen und darf auf die Rückkehr von Torjäger Jonathan Burkardt hoffen. Allein die Tatsache, dass der Nationalspieler nach über zwei Monaten Pause erstmals wieder im Kader stehen dürfte, wird die Stimmung im Team heben.
Dazu kommt die Bilanz im direkten Vergleich. Frankfurt hat in den letzten fünf Aufeinandertreffen mit Gladbach keines verloren – drei Siege und zwei Unentschieden stehen zu Buche. Im Deutsche Bank Park gewann die Eintracht die letzten beiden Heimspiele gegen die Borussia (2:0, 2:1). Gladbach auf der anderen Seite hat zuletzt keine Konstanz gefunden. Die 0:3-Heimniederlage gegen Stuttgart und die 1:5-Pleite in Hoffenheim zeigen, wie anfällig die Fohlenelf ist. In Bremen reichte es immerhin zum 1:1, beim HSV ebenfalls – aber ein Sieg gelang Gladbach in den vergangenen Wochen nicht.
Die Offensive der Gladbacher steht bei gerade einmal 25 Toren aus 21 Spielen. Das entspricht einem Schnitt von knapp 1,2 Treffern pro Partie. Honorat und Tabakovic tun sich als Sturmspitze schwer, regelmäßig zu treffen. Engelhardt erzielte gegen Leverkusen eher zufällig nach einem Torwartfehler. Frankfurt hingegen hat trotz der Krise immerhin 41 Tore erzielt und hat mit Kalimuendo, Doan und dem möglicherweise zurückkehrenden Burkardt individuelle Klasse im Angriff. Riera wird seine Mannschaft nach dem enttäuschenden 1:1 bei Union auf Sieg einstellen – das erste Heimspiel unter dem neuen Trainer ist eine echte Chance für ein Erfolgserlebnis. Deshalb ist der erste Tipp eine Siegwette auf Eintracht Frankfurt.
2. Tipp: Über 2,5 Tore
Der direkte Vergleich liefert mit dem 6:4 aus dem Hinspiel ein echtes Ausrufezeichen. Auch das 2:1 im DFB-Pokal lag über der Marke. Entscheidender als der Head-to-Head ist aber die allgemeine Torstatistik beider Teams. Frankfurt kommt in der laufenden Saison auf 41 erzielte und 46 kassierte Tore – in den 21 Saisonspielen der SGE fielen also insgesamt 87 Treffer. Das ergibt einen Schnitt von über vier Toren pro Frankfurter Partie.
Auch abseits des direkten Vergleichs sprechen die Zahlen eine klare Sprache. Selbst in der aktuellen Schwächephase fielen in den letzten fünf Frankfurter Pflichtspielen insgesamt 17 Tore – das sind 3,4 pro Spiel. Das 1:3 gegen Leverkusen, das 1:3 gegen Hoffenheim, die 2:3-Niederlage bei Qarabag – die SGE kassiert zwar viele Treffer, erzielt aber auch selbst welche. Die Defensive hat unter Riera noch keine Stabilität gefunden. Gegen Union Berlin standen zwar nur zwei Tore auf der Anzeigetafel, doch Höjlunds Platzverweis und der späte Elfmeter zeigten, wie unsicher die Hintermannschaft agiert.
Gladbach auf der anderen Seite kassierte in Hoffenheim fünf Gegentore, gegen Stuttgart drei. Gegen Leverkusen stand es 1:1, wobei das Eigentor von Sander den Ausgleich einleitete und Gladbach danach mächtig unter Druck geriet. Bayer drückte nach dem Seitenwechsel auf das 2:1, und Castrop vergab auf Gladbacher Seite die große Chance zum Sieg aus kurzer Distanz. Beide Mannschaften hätten mehr Tore erzielen können. Gladbachs Defensive hat 34 Gegentore in 21 Spielen zugelassen – das ist der Nährboden für Treffer von Frankfurter Seite. Gleichzeitig hat die Borussia nichts zu verlieren und wird offensiv mitspielen wollen. Bei der Torausbeute und der Anfälligkeit beider Abwehrreihen spricht alles für eine Partie mit mindestens drei Treffern.
Fazit und Prognose
Beide Teams stecken in einer Ergebniskrise, doch die Vorzeichen sprechen eher für die Eintracht. Frankfurt hat den Heimvorteil, den direkten Vergleich klar auf seiner Seite und mit Burkardts möglicher Rückkehr einen echten Joker in der Hinterhand. Albert Riera wird sein erstes Heimspiel als Trainer nutzen wollen, um endlich den ersten Sieg zu landen. Gladbach reist mit mageren 25 Saisontoren und keinem einzigen Sieg aus den letzten fünf Spielen nach Frankfurt – das Selbstvertrauen der Fohlenelf dürfte überschaubar sein.
Die Wett-Tipps passen zum Gesamtbild dieser Paarung. Frankfurt gewinnt, und es fallen Tore. Das 6:4 vom Hinspiel war sicher ein Ausreißer, aber die Tendenz zu torreichen Begegnungen zieht sich durch die jüngere Geschichte dieser beiden Mannschaften. Weder Frankfurts noch Gladbachs Defensive ist aktuell in der Lage, Gegentreffer konsequent zu verhindern. Und offensiv haben beide Mannschaften genug Qualität, um zumindest den Weg ins gegnerische Tor zu finden.


