Die Weite eines Sprungs steht vor einer Wette auf ein Skispringen sofort fest, wer den Wettkampf führt, aber noch nicht. Erst wenn die Kampfrichter ihre Noten abgegeben haben und der Ausgleich für Wind und Gate verrechnet ist, steht die Punktzahl dieses Sprungs. Skispringen Wetten werden über genau diese Punktzahl entschieden. Wer sie einordnen will, arbeitet deshalb mit Punkten, mit den Maßen der jeweiligen Schanze und mit dem, was ein Springer dort zuletzt erreicht hat.
Wettanbieter mit Skispringen Wetten
Wie ein Wettkampf im Skispringen abläuft
Vor dem Wettkampf stehen Trainingssprünge an, danach folgt die Qualifikation oder, in einzelnen Wettbewerben, ein Prolog an ihrer Stelle. Die Qualifikation lässt im Weltcup 50 Springer zum Wettkampf zu, beim Skifliegen 40. Diese Startberechtigten springen den ersten Wertungsdurchgang, und im Einzelwettkampf gehen die besten 30 daraus in den Finaldurchgang. Erst die Summe aus beiden Durchgängen ergibt das Endergebnis.
Die vier Abschnitte eines Sprungs
Nicht der Flug allein entscheidet über die Weite, sondern schon der Absprung am Schanzentisch, denn er bestimmt Höhe und Richtung. Davor führt der Anlauf hinunter bis zu diesem Tisch, und wo er beginnt, legt das Gate fest. Im Flug bringt der Springer Körper und Ski in die Position, mit der er möglichst weit kommt. Gelandet wird im Telemark, mit versetzten Füßen und gebeugten Knien, und wie sauber diese Landung gelingt, geht in die Haltungsnoten ein.
Wie aus einem Sprung eine Punktzahl wird
Wer genau auf dem K-Punkt landet, bekommt 60 Weitenpunkte, und von diesem Punkt aus wird jede Weite gerechnet. Für jeden Meter darüber kommen Punkte dazu, für jeden Meter darunter gehen welche ab, und wie viel ein Meter wert ist, hängt an der jeweiligen Schanze. Die zweite Zahl, die zu jeder Schanze gehört, ist die Hillsize, und nach ihr wird die Schanze als Normalschanze, Großschanze oder Flugschanze geführt.
Dazu kommen die Haltungsnoten. Fünf Kampfrichter geben je eine Note für Flug und Landung, die höchste und die niedrigste davon werden gestrichen, und nur die drei mittleren zählen. Am Ende stehen zwei Ausgleichsrechnungen: Die eine verrechnet den Wind, den der Springer bekommen hat, die andere ein verändertes Gate. Beide Werte gehen als Zuschlag oder Abzug in dieselbe Punktzahl ein.
K.o.-Duelle und die Teamwertung
Ein Springer kann sein Duell im K.o.-Format verlieren und trotzdem in den Finaldurchgang kommen. In diesem Format springen die Startberechtigten den ersten Durchgang paarweise gegeneinander, und weiter kommen die 25 Sieger dieser Paarungen sowie die fünf punktbesten Verlierer. Wer sein Duell verliert und diese fünf Plätze verpasst, ist raus, auch mit mehr Punkten als mancher Paarsieger. In der Teamwertung dagegen springen zwei oder vier Springer je Mannschaft, und gewertet wird die Summe ihrer Punkte.
Die wichtigsten Turniere der Saison 2026/27
Welche Schanze die zweite deutsche Station der Vierschanzentournee stellt, steht im amtlichen Kalender 2026/27 noch nicht. Bestätigt sind dagegen drei deutsche Weltcuporte, Titisee-Neustadt, Oberstdorf und Willingen, und die Tournee selbst steht bei Männern und Frauen im Kalender.
Saisonblock | Was 2026/27 dazu im Kalender steht |
|---|---|
Weltcup der Männer | 36 Wettkämpfe, Abschluss mit dem Skiflugfinale in Planica |
Weltcup der Frauen | 36 Wettkämpfe in einem eigenen Kalender |
Vierschanzentournee | bei Männern und Frauen im Kalender, eine deutsche Station noch offen |
Nordische Ski-WM 2027 | in Falun |
Deutsche Weltcupstationen | Titisee-Neustadt, Oberstdorf, Willingen |
Für Skispringen Wetten unterscheiden sich diese Blöcke vor allem in ihrer Reichweite. Ein einzelner Weltcupwettkampf in Titisee-Neustadt oder Willingen ist nach den zwei Durchgängen desselben Tages entschieden, die Nordische Ski-WM 2027 in Falun nach ihren wenigen Wettkampftagen, während sich der Gesamtweltcup über alle 36 Termine zieht. Bei den Frauen läuft dieser Winter in einem eigenen Kalender von gleichem Umfang, der ohne das Skiflugfinale in Planica endet.
Die Quoten für den Skispringen-Weltcup
Zum Skispringen führten bwin und Sportingbet jeweils eine einzige Wette, die Langzeitwette auf den Gesamtsieger im Weltcup der Männer 2026/27. Andere Skisprung Wetten waren bei keinem der beiden im Angebot. Vorn in der Liste standen dieselben sechs Springer.
Springer | bwin | Sportingbet |
|---|---|---|
Domen Prevc | 1,50 | 1,50 |
Stephan Embacher | 7,00 | 7,00 |
Jan Hörl | 7,00 | 7,00 |
Ren Nikaido | 11,00 | 11,00 |
Daniel Tschofenig | 11,00 | 11,00 |
Ryoyu Kobayashi | 11,00 | 11,00 |
Die Quoten der beiden Wettanbieter lagen Springer für Springer auf demselben Wert. Wer zwischen bwin und Sportingbet wählt, bekommt damit keine höhere Quote. Beide sehen den Slowenen Domen Prevc klar vor dem restlichen Feld, in dem unter anderem die beiden Österreicher Stephan Embacher und Jan Hörl stehen. Wieso Domen Prevc bei den Wettanbietern als so deutlicher Favorit gilt, erfährst du im nächsten Abschnitt.
Die drei besten Skispringer im Gesamtweltcup 2025/26
Der Gesamtweltcup der Männer 2025/26 endete nach 33 Wettkämpfen mit 2.148 Punkten für Domen Prevc, 1.194 Punkten für Ryoyu Kobayashi und 1.159 Punkten für Daniel Tschofenig. Zwischen Prevc und Kobayashi lagen damit 954 Punkte, zwischen Kobayashi und Tschofenig nur 35. Sieben Wettkämpfe vor Schluss führte Prevc bereits mit 721 Punkten Vorsprung, mehr als die Hälfte von Kobayashis Saisonpunkten.
Domen Prevc und seine Titelserie 2025/26
Innerhalb von 363 Tagen gewann Prevc alle fünf großen Einzeltitel des Skispringens: den WM-Titel, die Vierschanzentournee, die Skiflug-WM, Olympia-Gold und die große Kristallkugel des Gesamtweltcups. Erst ein Springer vor ihm hatte das geschafft. Die Tournee entschied er mit zwei Tagessiegen, und es war sein erster Gesamtsieg dort. In 13 Einzelwettkämpfen ab Dezember standen neun Siege, darunter fünf Weltcupsiege und acht Podestplätze jeweils in Folge. Einmal in dieser Saison wurde er erst nach dem Wettkampf disqualifiziert, weil seine Ski bei der Materialkontrolle einen Zentimeter zu lang waren. Ein Ergebnis steht also nicht schon, wenn alle gesprungen sind.
Ryoyu Kobayashis Siege in Lillehammer und Engelberg
In Kobayashis Bilanz stehen 37 Weltcupsiege. Zwei Gesamtweltcupsiege kommen dazu, 2019 und 2022, und drei Gesamtsiege bei der Vierschanzentournee, 2019, 2022 und 2024. In der Saison 2025/26 gewann er die Weltcupwettkämpfe in Lillehammer und Engelberg und wurde Dritter im Finale der Tournee. Der Sieg in Lillehammer war sein erster der Saison und kam nach dem Weltcupauftakt. Für die Gesamtwertung war das zu spät, auch wenn ein zweiter Sieg folgte.
Daniel Tschofenig nach seinem Gesamtweltcup 2024/25
Tschofenig kam als Titelverteidiger in diesen Winter: 2024/25 hatte er den Gesamtweltcup und die Vierschanzentournee gewonnen. 2025/26 reichte es für Rang drei. Den Weltcupauftakt holte er noch mit 133 und 129 Metern, zusammen 311,5 Punkte, doch ab Ende November zog sich ein Formtief über Wochen. Später gewann er das Finale der Tournee in Bischofshofen. In Lahti kam er mit 124,5 Metern auf 128,6 Punkte und wurde Zweiter, zwei Meter weiter als der Sieger und 0,7 Punkte hinter ihm. Sein Titel aus dem Vorjahr war für diese Saison also kein Maßstab, und das Formtief war es für die Wettkämpfe danach genauso wenig.
Wie du Skispringen Wetten richtig analysierst
Die Klasse einer Schanze richtet sich nach ihrer Hillsize: Normalschanzen reichen von 85 bis 109 Meter, Großschanzen von 110 bis 145 Meter, und ab 185 Meter beginnt die Flugschanze. Zwischen der kleinsten Normalschanze und der kleinsten Flugschanze liegen damit hundert Meter Hillsize, und wer auf der einen regelmäßig vorn landet, muss das auf der anderen nicht wiederholen. Der erste Schritt vor einem Wettkampf geht deshalb zu den Ergebnissen, die ein Springer auf genau dieser Schanzenklasse erreicht hat, und erst danach zu seiner Form über die Saison.
Trainingssprünge als erste Probe
In den Trainingssprüngen zeigt sich, wer sich an die Schanze und an die Bedingungen dieses Wochenendes bereits angepasst hat. Sie zählen nicht für die Wertung, liefern aber Weiten von dieser Anlage an diesem Tag. Wer eine Wette erst nach dem Training abschließt, arbeitet mit diesen Weiten statt mit dem Ergebnis der Vorwoche.
Was aus der Qualifikation ablesbar ist
Treffen zwei Favoriten im K.o.-Format direkt aufeinander, kann einer von ihnen den Finaldurchgang trotz hoher Punktzahl verpassen. Nach der Qualifikation steht fest, wer gegen wen springt und in welcher Reihenfolge gestartet wird. Für Skispringen Sportwetten ist das der Punkt, an dem aus einer guten Form noch kein gutes Ergebnis wird.
Stabilität über zwei Durchgänge
Der Finaldurchgang wird in umgekehrter Reihenfolge der Punkte aus dem ersten Durchgang gesprungen. Wer nach dem ersten Durchgang führt, springt also zuletzt, bei den Bedingungen, die dann gerade herrschen. Ein Rückstand nach dem ersten Sprung entscheidet den Wettkampf damit noch nicht: Kobayashi rückte in Engelberg unter wechselnden Bedingungen von Rang fünf auf Rang eins vor. Wie oft ein Springer im zweiten Durchgang Plätze gutmacht oder verliert, steht in den Ergebnislisten der Saison, und daraus lässt sich mehr über ihn ableiten als aus einem einzelnen Wettkampf.
Haltungsnoten und wechselnder Wind
Wechselt der Wind zwischen den Sprüngen, springen zwei Konkurrenten denselben Durchgang unter verschiedenen Bedingungen. Der Ausgleich verrechnet diesen Unterschied, er macht aus einem verkürzten Sprung aber keinen weiten. Umgekehrt hält ein Springer mit durchgehend hohen Haltungsnoten Punkte fest, die ein anderer bei gleicher Weite mit einer unsauberen Landung abgibt. Ein Profil entsteht so aus Zahlen, die in jeder Ergebnisliste stehen: Weiten nach Schanzenklasse, Haltungsnoten, Punkte im ersten und im zweiten Durchgang. Eine Zuschreibung wie „stark auf der Flugschanze“ trägt erst, wenn diese Zahlen dahinterstehen.
Die Geschichte des Skispringens
Jan Boklöv gewann 1988/89 den Gesamtweltcup mit einem Flugstil, für den ihm die Kampfrichter Haltungspunkte abzogen, dem V-Stil mit auseinanderzeigenden Skispitzen. Am 10. Dezember 1988 hatte er als erster Springer im V-Stil einen Weltcupwettkampf gewonnen. Die Rechnung ging auf, weil der V-Stil mehr Auftrieb erzeugt und die zusätzliche Weite schwerer wog als die Abzüge für die Haltung. Heute springt das gesamte Feld so, und der Unterschied zwischen zwei Springern liegt nicht mehr in der Wahl des Stils, sondern in seiner Ausführung. Genau die bewerten die Kampfrichter mit ihren Haltungsnoten.
Seit 2009 gehen Wind und Gate als eigene Rechnung in die Punktzahl ein. Ein Sprung bei ungünstigem Wind ist im Ergebnis seither etwas anderes als derselbe Meterwert bei ruhiger Luft. Wer zwei Sprünge eines Wettkampfs miteinander vergleichen will, vergleicht deshalb ihre Punktzahlen.
Anzug und Bindung sind heute in Schnitt und Maßen geregelt, weil beide den Auftrieb beeinflussen. Ein Unterschied in der Weite entsteht deshalb am Absprung, im Flug und aus den Bedingungen des Tages. Aus den norwegischen Anfängen im 19. Jahrhundert ist so eine Sportart geworden, deren Ergebnis aus mehreren Bestandteilen zusammengerechnet wird, und wer Skispringen Wetten abschließt, prüft diese Bestandteile einzeln.




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