Skrill Sportwetten laufen über eine digitale Wallet, die du auflädst und aus der du dann beim Wettanbieter bezahlst. Gebühren, Limits und Wartezeiten entstehen bei diesem Weg nicht in einem Betrag, sondern an einzelnen Stufen, und die Auszahlung zurück auf dein Bankkonto zu bekommen ist noch einmal ein eigener Schritt. Was die Vorteile dieser Zahlungsmethode sind und auf was du bei Sportwetten mit Skrill achten solltest, erfährst du in diesem Artikel.
Wettanbieter mit Skrill
Die Besonderheiten von Sportwetten mit Skrill
Ein Skrill-Konto wird über ein Bankkonto, eine Kreditkarte oder einen Prepaid-Gutschein aufgeladen. Was dort liegt, ist ein Guthaben, und dieses Guthaben setzt du beim Wettanbieter als eigenen Zahlungsweg ein. Online-Sportwetten gehören zu den Einsatzbereichen, für die Skrill die Wallet ausdrücklich vorsieht.
Der praktische Unterschied zur Zahlung direkt von Bank oder Karte steckt in dieser Zwischenstation. Die Kartennummer oder Bankverbindung, aus der dein Guthaben stammt, gibst du für die einzelne Einzahlung auf das Wettkonto nicht erneut ein. Zwischen deiner Bank und dem Wettkonto liegt bei Skrill Sportwetten also eine Station, die du selbst vorher füllst und danach nur noch freigibst. Damit funktioniert das ähnlich wie andere E-Wallets, beispielsweise Neteller oder PayPal.
Am weitesten reicht diese Trennung beim Prepaid-Gutschein: Wer sein Skrill-Konto damit auflädt, hat anschließend Guthaben in der Wallet, ohne dass Bankkonto oder Karte im Vorgang überhaupt auftauchen. Für die Zahlung an den Wettanbieter macht es danach keinen Unterschied mehr, aus welcher der drei Quellen das Guthaben stammt.
Die Wallet nützt allerdings nur dort etwas, wo der Wettanbieter sie überhaupt als Zahlungsweg führt. Fehlt Skrill in der Auswahl der Zahlungswege, hilft auch ein gut gefülltes Skrill-Konto bei diesem Wettanbieter nicht weiter.
Wie funktionieren Skrill Sportwetten?
Das Skrill-Konto richtest du einmal ein und lässt es prüfen, danach besteht die einzelne Zahlung an den Wettanbieter nur noch aus einer Freigabe. Der Aufwand bei Sportwetten mit Skrill steckt damit in der Einrichtung, nicht in der einzelnen Einzahlung.
- Skrill-Konto anlegen. Dafür gibst du deine persönlichen Kontodaten an.
- Konto prüfen lassen. Skrill kann dafür ein Ausweisfoto, eine Adressbestätigung und ein Selfie verlangen, dazu Angaben zur Herkunft deines Vermögens und zum Verwendungszweck des Kontos.
- Guthaben in die Wallet übertragen. Wie viel dort liegt, bestimmst du beim Aufladen selbst, und ohne dieses Guthaben gibt es später nichts freizugeben.
- Beim Wettanbieter im Kassenbereich Skrill als Zahlungsweg wählen und den gewünschten Betrag eintragen.
- Die Zahlung im Skrill-Konto autorisieren. Der Betrag wird dem Wettkonto gutgeschrieben, das Guthaben in der Wallet sinkt um dieselbe Summe.
Nach dem fünften Schritt liegt Geld auf deinem Wettkonto, mehr nicht. Eine Wette entsteht erst, wenn du eine Auswahl auf den Wettschein nimmst und den Einsatz bestätigst, und dieser Vorgang hat mit Skrill nichts mehr zu tun. Für alle weiteren Einzahlungen fallen die Schritte 1 und 2 weg, weil die Kontoprüfung dann schon erledigt ist.
Die Einzahlung und Auszahlung bei Skrill Sportwetten
Zwischen deinem Bankkonto und einem wieder ausgezahlten Guthaben liegen vier getrennte Stufen, nämlich das Aufladen der Wallet, die Einzahlung auf das Wettkonto, der Rückweg von dort in die Wallet und der Transfer von der Wallet auf dein Bankkonto. Jede dieser Stufen hat ihre eigene Kostenstelle, ihre eigene Limitquelle und ihre eigene Dauer.
Prozessstufe | Mögliche Kostenstelle | Limits | Zeitangabe |
|---|---|---|---|
Wallet aufladen über Bankkonto, Karte oder Prepaid-Gutschein | keine Gebühr | keine allgemeine Angabe | je nach Methode sofort bis wenige Werktage |
Von der Wallet auf das Wettkonto einzahlen | keine Gebühr | maximal 1.000 Euro | sofort |
Vom Wettkonto zurück in die Wallet | keine Gebühr | keine allgemeine Angabe | 2 bis 6 Stunden (je nach Anbieter auch etwas länger) |
Von der Wallet auf das Bankkonto überweisen | Überweisungsgebühr von Skrill, Wechselkurs der Verarbeitungswährung, mögliche Umtauschgebühr deiner Bank | persönliches Abhebungslimit je Abhebungsoption | 1 bis 5 Werktage |
Weicht die Währung deines Bankkontos von der Verarbeitungswährung ab, rechnet Skrill zum angezeigten Kurs um, und deine Bank kann darauf noch eine eigene Umtauschgebühr legen. Das Abhebungslimit wiederum ist keine Zahl, die für alle gilt. Es hängt an deinem Konto und steht dort je Abhebungsoption getrennt, weshalb ein Betrag, der auf einem Weg durchgeht, auf einem anderen an der Grenze scheitern kann. Für Einzahlungen fallen bei Skrill keine Gebühren an und auch nicht für Überweisungen zurück auf das Skrill-Konto.
Die Zeitangabe für diesen Transfer ist eine Spanne, und an welchem Tag darin das Geld ankommt, siehst du vorher nicht. In der Regel dauern Auszahlungen auf dein Skrill-Konto nur wenige Stunden, allerdings kann es in Ausnahmefällen auch mehrere Tage dauern. Einzahlungen werden dagegen sofort durchgeführt und sind sofort auf deinem Wettkonto zu sehen.
Was in Deutschland über die Legalität von Skrill Sportwetten entscheidet
Ob ein Wettangebot in Deutschland erlaubt ist, entscheidet sich nicht am Zahlungsweg. Ein Angebot ohne deutsche Erlaubnis wird durch eine Einzahlung aus dem Skrill-Konto nicht legal, und ein erlaubtes Angebot wird durch denselben Zahlungsweg nicht anrüchig. Für Skrill Sportwetten heißt das, dass drei andere Stellen zählen: die Erlaubnis des Wettanbieters, die Aufsicht über den Zahlungsdienst und die deutschen Grenzen für dein Wettkonto.
Woran du die deutsche Erlaubnis eines Wettanbieters erkennst
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt eine amtliche Whitelist mit allen Veranstaltern und Vermittlern, die eine Erlaubnis oder Konzession nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 besitzen. Ein Online-Glücksspielangebot, das dort nicht auftaucht, ist in Deutschland illegal. Diese Liste ist damit die Prüfung, die vor einer Einzahlung zählt, und sie hängt allein am Wettanbieter.
Wer Skrill selbst beaufsichtigt
Hinter dem Namen Skrill steht die Paysafe Payment Solutions Limited, ein E-Geld-Institut unter der Aufsicht der Central Bank of Ireland. Diese Aufsicht gilt dem Zahlungsdienst, also dem Verwahren und Übertragen deines Guthabens. Womit du dieses Guthaben anschließend bezahlst, liegt außerhalb ihrer Reichweite, und eine Aussage über die Erlaubnis eines Wettanbieters enthält sie damit auch nicht.
Vor- und Nachteile von Skrill Sportwetten
Für die einzelne Einzahlung fällt mit der Wallet ein Arbeitsschritt weg, auf dem Weg zurück zum Bankkonto kommt einer hinzu, und genau daran hängen ihre Stärken und Schwächen.
Vorteile | Nachteile |
|---|---|
Die hinterlegte Karte oder Bankverbindung wird für die einzelne Einzahlung nicht erneut eingegeben | Die Kontoprüfung verlangt Ausweisfoto, Adressbestätigung und Selfie, dazu Angaben zur Herkunft des Vermögens und zum Verwendungszweck, und weitere Dokumente können später nachgefordert werden |
Bankkonto, Karte und Prepaid-Gutschein laufen in einem einzigen Guthaben zusammen | Dein persönliches Abhebungslimit und ein Mindestbetrag begrenzen den Transfer auf das Bankkonto |
Das Guthaben liegt bereits in der Wallet, die Einzahlung braucht nur noch eine Freigabe | Weicht die Kontowährung ab, kommen Wechselkurs und eine mögliche Umtauschgebühr der Bank hinzu |
Beim Prepaid-Gutschein steht der Betrag schon beim Kauf fest | Ausgezahltes Guthaben landet zuerst in der Wallet und braucht von dort einen weiteren Transfer |
Der am häufigsten überschätzte Punkt steht in der linken Spalte gleich oben. Geschützt sind deine Zahlungsinformationen, also Kartennummer und Bankverbindung, die in der Wallet hinterlegt bleiben. Anonym wettest du damit nicht. Der Schutz wirkt in Richtung Wettanbieter, dem diese Daten bei der Zahlung aus der Wallet nicht vorliegen. Skrill selbst kennt dich aus der Kontoprüfung.
Wie schwer die rechte Spalte wiegt, entscheidet bei Skrill Sportwetten dein eigenes Verhalten. Wer Guthaben in der Wallet stehen lässt und in seiner Kontowährung bleibt, merkt von Umtauschgebühren und Abhebungslimit wenig. Wer dagegen nach jedem Wochenende Geld auf sein Bankkonto zurückholt, zahlt jedes Mal die Überweisungsgebühr, wartet den zusätzlichen Schritt ab und trägt bei abweichender Währung obendrein die Wechselkosten. Nur die Identitätsprüfung liegt außerhalb deines Einflusses, sie trifft jeden Nutzer im gleichen Umfang.
Wenn eine Skrill-Auszahlung nicht ankommt
Ein bestätigter Transfer heißt noch nicht, dass das Geld unterwegs ist. Für die Auszahlung auf ein Bankkonto stellt Skrill mehrere Bedingungen, und fehlt eine davon, wird der Transfer gestoppt oder bleibt liegen. Alle fünf lassen sich vorher prüfen.
- Das Skrill-Konto ist noch nicht vollständig verifiziert. Die Kontoprüfung muss abgeschlossen sein, bevor die erste Bankauszahlung durchgeht.
- Die Namen stimmen nicht überein. Dein Bankkonto muss auf denselben Namen laufen wie das Skrill-Konto.
- Die Bankverbindung ist falsch eingetragen. Ein Zahlendreher in der IBAN genügt, damit der Transfer nicht ausgeführt wird.
- Die Bank wird nicht unterstützt. Nicht jedes Institut steht als Ziel einer Skrill-Auszahlung zur Verfügung. Auch wenn nur wenige nicht zur Verfügung stehen, lohnt sich vorher eine Überprüfung.
- Das persönliche Abhebungslimit reicht nicht. Ist es ausgeschöpft, geht der gewünschte Betrag nicht durch, selbst wenn er in der Wallet liegt.
Sind alle Bedingungen erfüllt und das Geld ist trotzdem nicht angekommen, beginnt die Nachverfolgung nach fünf Werktagen ohne Gutschrift. Dafür brauchst du die vollständigen Daten deines Bankkontos und einen Kontoauszug, der den Zeitraum abdeckt. Vorher lohnt der Weg nicht, weil ein Transfer, der noch innerhalb der normalen Bearbeitungszeit liegt, schlicht noch nicht verloren ist.
Von Moneybookers zu Skrill
Die Geschichte von Skrill ist vor allem die Geschichte eines Markenwechsels. Das ist für Nutzer von Skrill Sportwetten bis heute relevant, weil in älteren Unterlagen noch ein anderer Name auftauchen kann. Gemeint ist dann nicht zwangsläufig ein zweiter Zahlungsdienst, sondern häufig der frühere Markenname Moneybookers. Unter diesem Namen wurde das Unternehmen bereits 2001 gegründet.
Die Umbenennung 2010
Moneybookers kündigte am 17. November 2010 an, künftig unter dem Namen Skrill aufzutreten. Die Ankündigung war zunächst der Startpunkt der Umstellung und nicht mit einem einzigen Stichtag gleichzusetzen, an dem jede sichtbare Bezeichnung sofort ausgetauscht wurde. Die verbraucherseitige Marke sollte vielmehr im Verlauf des Jahres 2011 zu Skrill wechseln.
Diese zeitliche Staffelung erklärt, warum sich beide Namen in Unterlagen aus dieser Übergangsphase überschneiden können. Eine Seite, Anleitung oder Kontomitteilung konnte noch von Moneybookers sprechen, während neuere Darstellungen bereits Skrill verwendeten.
Was sich durch den neuen Namen änderte
Für heutige Nutzer erklärt die Ankündigung zunächst nur den neuen Namen. Aus der verbraucherseitigen Marke Moneybookers sollte Skrill werden, doch weitergehende Aussagen über gleichzeitige Änderungen am Zahlungsablauf lassen sich aus der Umbenennung allein nicht ableiten. Der neue Name beweist deshalb nicht, dass mit dem Markenwechsel auch Konten, Guthaben oder einzelne Funktionen nach einem völlig neuen Verfahren behandelt wurden.






