Die erste Hauptrunde der Saison 2026/27 steht an, und schon in dieser Runde kann ein Bundesligist auf einen Amateurverein treffen. Dieser K.-o.-Charakter unterscheidet DFB-Pokal Wetten von einer Wette auf ein Ligaspiel, in dem beide Teams dieselbe Klasse spielen und über eine ganze Saison Punkte sammeln. Bevor du einen Einsatz platzierst, steht deshalb die Frage, worauf genau du dich festlegst.

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Was macht DFB-Pokal Wetten besonders?

Der DFB-Pokal ist ein reiner K.-o.-Wettbewerb mit 64 Mannschaften, und dieser Zuschnitt bestimmt jede Wette darauf. Dabei sind die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga, dazu die Klubs der 3. Liga, die Sieger der Verbandspokale und weitere Amateurmannschaften. Wer ein Spiel verliert, ist raus, ein Rückspiel gibt es nicht. Schon in der ersten Runde erhöht das das Risiko jeder Wette, die auf ein Team über mehrere Runden setzt. Gespielt wird die erste Hauptrunde vom 21. bis 24. August sowie am 1. und 2. September 2026, das Finale findet am 29. Mai 2027 in Berlin statt.

Auslosung und Heimrecht

Die Paarungen werden gezogen, nicht nach Tabelle gesetzt, und die Auslosung folgt einem festen Muster. In den ersten beiden Runden gibt es zwei Lostöpfe, damit Amateur- und Profivereine getrennt gezogen werden können; ab dem Achtelfinale kommen alle verbliebenen Teams in einen gemeinsamen Topf. Für eine Wette zählt vor allem eine Regel: Trifft ein Amateurverein auf einen Lizenzverein, hat der Amateurverein Heimrecht. Der Favorit muss dann auswärts antreten und hat den Heimvorteil nicht auf seiner Seite, ein Ausgangspunkt, den es in der Liga so nicht gibt.

Wie ein Pokalspiel entschieden wird

Weil am Ende ein Team weiterkommen muss, kann ein Pokalspiel nicht unentschieden ausgehen. Steht es nach der regulären Spielzeit remis, folgen zweimal 15 Minuten Verlängerung. Bleibt es auch danach gleich, entscheidet das Elfmeterschießen. Anders als in der Liga bleibt es damit nie beim Unentschieden, am Ende steht immer ein Sieger.

Wetten auf den DFB-Pokalsieger 2026/27

Die Wette auf den Pokalsieger ist eine Langzeitwette auf das gesamte Turnier. Du legst dich schon vor oder während des Turniers auf ein Team fest, und die Wette wird erst nach dem Finale endgültig gewertet. Zwischen dem Einsatz und der Entscheidung liegen bis zu sechs Runden, und in jeder davon kann dein Team ausscheiden. Damit unterscheidet sich diese Wette grundlegend von einem Tipp auf ein einzelnes Spiel, dessen Ausgang nach der Partie feststeht.

Der Reiz und das Risiko liegen im Turnierweg. Setzt du vor der ersten Runde, kennst du nur den ersten Gegner deines Teams; wer in Runde zwei oder im Achtelfinale wartet, ergibt sich erst aus den folgenden Auslosungen. Diese finden grundsätzlich am Sonntag nach der jeweiligen Runde statt, die genauen Ansetzungen stehen danach fest. Nach jeder Ziehung lässt sich die Wette neu einschätzen, weil nun feststeht, ob dein Team einen leichten oder einen schweren Weg vor sich hat. Wer wartet, weiß mehr, bekommt aber meist eine niedrigere Quote, sobald sich ein Team als Favorit bestätigt hat.

Top-Favoriten für DFB-Pokal Wetten 2026/27

Der Wettanbieter Bwin bietet am 29. Juli 2026, noch vor der ersten Runde Siegerquoten für den DFB-Pokalsieger an. Nach dem Favorit FC Bayern München steigen die Quoten rasant an.

Rang

Team

Siegerquote

Erstrundengegner

1

FC Bayern München

2,15

VfL Osnabrück

2

Borussia Dortmund

5,50

HEBC Hamburg

3

RB Leipzig

9,00

Eintracht Trier

3

Bayer Leverkusen

9,00

SV Wehen Wiesbaden

5

VfB Stuttgart

13,00

Hansa Rostock

FC Bayern München

Bayern geht als klarer Favorit ins Turnier, und die Quote von 2,15 bildet das ab. In der abgelaufenen Saison 2025/26 wurde die Mannschaft mit 89 Punkten und 122:36 Toren Deutscher Meister, dazu ist sie amtierender Pokalsieger. Kein anderes Team der Spitzengruppe steht auf einer so niedrigen Quote. Das Gegenargument steckt in genau dieser Quote, denn 2,15 bindet viel Einsatz für vergleichsweise wenig Ertrag, und im K.-o.-Modus genügt ein schwacher Abend, um auch den Favoriten aus dem Wettbewerb zu werfen. Das hat sich auch in den letzten Jahren bestätigt. Bayern ging eigentlich immer als klarer Favorit in das Rennen, allerdings konnten sie nur einen der letzten sechs DFB-Pokale am Ende gewinnen.

Borussia Dortmund

Dortmund folgt mit deutlichem Abstand auf Rang zwei der Quoten, bei 5,50. Die Mannschaft wurde 2025/26 mit 73 Punkten Vizemeister, blieb damit aber klar hinter Bayern. Dieser Abstand aus der Liga findet sich in der Quote wieder, die mehr als doppelt so hoch liegt wie die des Meisters. Trotzdem haben sie mit dem Amateurverein HEBC Hamburg ein vergleichsweise einfaches Los in der ersten Runde.

RB Leipzig

Leipzig teilt sich mit Leverkusen bei je 9,00 den dritten Rang, und bei Leipzig lässt sich diese Einstufung am ehesten mit der Liga begründen. Die Mannschaft schloss 2025/26 als Tabellendritter ab, mit 65 Punkten. Der Sprung zur Spitze bleibt trotzdem groß, denn zwischen 5,50 und 9,00 liegt eine spürbare Lücke. Der Erstrundengegner Eintracht Trier ist wie HEBC Hamburg ein Amateurverein mit Heimrecht, auch Leipzig reist also zum Gegner.

Bayer Leverkusen

Leverkusen ist der auffälligste Fall der fünf. Das Team wird mit derselben Quote geführt wie Leipzig, obwohl es die Bundesliga 2025/26 nur als Sechster beendete, mit 59 Punkten und hinter der TSG Hoffenheim, die in den Siegerquoten keine Rolle spielt. In der Quote steht Leverkusen damit sogar vor dem Tabellenvierten Stuttgart. Das Argument für das Team ist genau diese hohe Einstufung durch die Wettanbieter; das Gegenargument liefert die Liga, in der fünf andere Mannschaften vor Leverkusen landeten.

VfB Stuttgart

Stuttgart bildet mit 13,00 das Schlusslicht der Spitzengruppe, und das ist bemerkenswert. Die Mannschaft schloss die Liga 2025/26 als Vierter ab, mit 62 Punkten, und stand damit vor Leverkusen. In der Siegerquote steht sie dahinter. Dazu war Stuttgart Finalist im Pokal 2026 und konnte ihn im Jahr 2025 sogar gewinnen. Das Argument liefern also die solide Ligasaison und der jüngste Finaleinzug; das Gegenargument ist die Einstufung durch die Wettanbieter, die Stuttgart trotz der besseren Ligaplatzierung hinter Leverkusen sehen.

Rekordsieger und Außenseiter in der Geschichte des DFB-Pokals

Rekord oder Ereignis

Was dahintersteckt

Erster Wettbewerb 1935

Der 1. FC Nürnberg gewann das erste Finale gegen den FC Schalke 04.

Rekordsieger

Der FC Bayern München holte mit dem 3:0 gegen den VfB Stuttgart im Finale 2026 seinen 21. Titel.

Finale in Berlin

Seit 1985 findet das Endspiel jedes Jahr in Berlin statt.

Außenseiter im Finale

Arminia Bielefeld zog 2025 als erst vierter Drittligist in ein Finale ein und unterlag dem VfB Stuttgart mit 2:4.

Außenseiter im Halbfinale

Der Drittligist 1. FC Saarbrücken erreichte 2023/24 das Halbfinale, nach Siegen gegen Bayern München und Eintracht Frankfurt.

Den Wettbewerb prägt ein Gegensatz. An der Spitze steht Beständigkeit, denn der FC Bayern München ist Rekordsieger und hat den Pokal öfter geholt als jeder andere Verein. Zugleich kommen im K.-o.-Modus immer wieder Außenseiter weiter, als viele denken. Dass ein Drittligist wie Saarbrücken auf dem Weg ins Halbfinale einen Rekordsieger ausschaltet, ist im Pokal keine Kuriosität, sondern Teil seiner Geschichte. Für DFB-Pokal Wetten ist das die eigentliche Lehre aus den Rekorden: Die Bundesligisten gewinnen den Titel am häufigsten, aber an einem einzelnen Abend ist immer alles möglich.