Bei Tour de France Wetten kann dein Fahrer drei Wochen lang keine einzige Etappe gewinnen und trotzdem in Gelb nach Paris kommen, oder fünf Tagessiege holen und im Gesamtklassement leer ausgehen. Wer die Tour mit einer einzigen Siegwette angeht, hat das Rennen deshalb nicht verstanden. 21 Etappen und vier Wertungen laufen gleichzeitig, und der erste Schritt ist nicht die Frage nach dem Sieger, sondern auf welche dieser Wertungen du überhaupt setzt.
Dazu kommt die Strecke 2026 von Barcelona nach Paris, die an genau bestimmten Tagen entscheidet: An den Flachetappen zählt der Sprint, in Pyrenäen und Alpen das Gesamtklassement, im Zeitfahren der Sekundenvorsprung. Über allem steht die Frage, wie viel ein Tipp auf den großen Favoriten überhaupt noch einbringt und wo sich eine Wette stattdessen lohnt.
Die Grundlagen von Tour de France Wetten
Wer zum ersten Mal auf die Tour de France tippen will, merkt schnell, dass eine einzelne Siegwette hier zu kurz greift. Die Tour ist kein Einzelwettkampf an einem Tag, sondern ein Etappenrennen über drei Wochen, vom 4. bis 26. Juli 2026, von Barcelona nach Paris. 21 Etappen, zwei Ruhetage, jeden Tag ein anderer Etappensieger und parallel dazu ein Gesamtklassement, das sich Sekunde für Sekunde verschiebt. Diese Mehrschichtigkeit ist das Eigene an Radsport Wetten: Du setzt nie nur auf ein Ergebnis, sondern entscheidest zuerst, auf welche der laufenden Wertungen du überhaupt tippst.
Vier Wertungen laufen gleichzeitig, jede mit eigenem Trikot und eigener Rechnung. Wer tippt, sollte sie auseinanderhalten können.
Trikot | Wertung | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
Gelb | Gesamtwertung | kürzeste Gesamtzeit über alle 21 Etappen |
Grün | Punktewertung | Punkte bei Zielankünften und Zwischensprints |
Gepunktet | Bergwertung | Punkte an den kategorisierten Anstiegen |
Weiß | Bester Jungprofi | beste Gesamtzeit der Fahrer bis 25 Jahre |
Der Träger des Gelben Trikots muss keine einzige Etappe gewinnen, er braucht nach drei Wochen nur die kürzeste Gesamtzeit. Der Mann im Grünen Trikot dagegen sammelt Punkte und steht im Gesamtklassement oft weit hinten. Das Gepunktete Trikot geht häufig an einen Ausreißer, der die Bergpunkte einsammelt, ohne je um den Gesamtsieg mitzufahren. Beim Weißen Trikot zählt dieselbe Gesamtzeit wie bei Gelb, gewertet werden aber nur die jungen Fahrer bis 25 Jahre. Wer auf den Gesamtsieger tippt, setzt also auf etwas völlig anderes als der, der auf den Tagessieg geht, obwohl beide Wetten am selben Tag im selben Rennen laufen. Schon hier entscheidet sich, ob dein Tipp über drei Wochen offen bleibt oder nach einem Nachmittag abgerechnet ist.
Dazu kommt der Fahrer selbst. Im Radsport startet keiner allein: Hinter jedem Kapitän stehen sieben Helfer, die ihn aus dem Wind nehmen, Verfolger einholen und ihn im Gebirge möglichst lange begleiten. Ein Topfahrer in einem schwachen Team kann am entscheidenden Anstieg isoliert sein, während ein gut besetztes Team das Rennen kontrolliert. Eine Wette auf einen Namen ist deshalb immer auch eine Wette auf dessen Mannschaft und auf die Strecke, die vor ihm liegt.
Schon der Auftakt 2026 zeigt diese Logik. Etappe 1 ist ein Mannschaftszeitfahren in Barcelona, bei dem aber jeder Fahrer seine reale Einzelzeit gutgeschrieben bekommt. Damit entstehen die ersten Zeitabstände im Gesamtklassement, bevor überhaupt ein Berg kommt. Wie das die frühe Wertung formt, steht weiter unten im Etappenteil.
Die wichtigsten Tour de France Wettarten
Die Auswahl bei Tour de France Wetten geht weit über die Frage hinaus, wer am Ende in Paris gewinnt. Üblich sind fünf Wettarten: die Wette auf den Gesamtsieger, auf den Etappensieger, auf die Nebenwertungen mit Grünem, Gepunktetem und Weißem Trikot, das direkte Duell zweier Fahrer und die Wette auf eine Podiums- oder Top-Platzierung. Welche davon dein Anbieter führt und wie er sie genau benennt, ist nicht überall gleich. Ein Blick ins konkrete Wettangebot vor dem Tipp erspart die Enttäuschung, dass es die gewünschte Wette dort gar nicht gibt.
Die Wette auf den Gesamtsieger ist eine Langzeitwette und damit der Klassiker. Sie ist oft schon Monate vor dem Start offen, teils bevor die Startliste endgültig feststeht, und bleibt bis zur Ankunft in Paris bestehen. Das ist ihr Reiz und zugleich ihre Falle: Über drei Wochen kann viel passieren, ein Sturz, ein Infekt, eine Aufgabe. Je länger dein Einsatz auf einem einzigen Namen liegt, desto mehr Tage gibt es, an denen dieser Name ausfallen könnte. Diese Wette passt zu dir, wenn du eine feste Meinung zum Gesamtklassement hast und das Geld drei Wochen ruhen lassen kannst. Warum sie bei einem überlegenen Favoriten trotzdem heikel ist, kommt im Prognoseteil.
Beim Etappensieger hängt alles am Etappentyp. Eine flache Ankunft endet fast immer im Sprint, eine Hochgebirgsetappe entscheidet sich unter den Kletterern, ein Zeitfahren liegt den Spezialisten. Ohne den Streckenplan ist diese Wette deshalb kaum sinnvoll zu spielen, dazu unten mehr. Die Trikotwetten auf Grün, Gepunktet und Weiß sind der speziellere Tipp: Du brauchst die Sprinter für Grün, die Bergfahrer für die Punkte und die jungen Namen für Weiß, sonst tippst du ins Leere.
Die Head-to-Head Wette ist der Tipp auf das direkte Duell. Der Anbieter stellt zwei Fahrer gegeneinander, und du tippst, welcher von beiden vorn landet, je nach Angebot über eine Etappe oder über die gesamte Tour. Der Vorteil: Du musst nicht das ganze Feld bewerten, sondern nur zwei Fahrer gegeneinander. Das passt, wenn du sicher bist, dass Fahrer A vor Fahrer B liegt, dir beim Rest des Feldes aber unsicher bist, etwa bei zwei Kletterern auf ähnlichem Niveau.
Die Wette auf Podium oder Top-Platzierung ist die Absicherung gegen einen klaren Favoriten. Statt auf den Sieg setzt du auf Top 3, Top 5 oder Top 10, was auch dann aufgeht, wenn dein Fahrer den Topfavoriten nicht schlägt.
Wettart | Was zählt | Wann sie passt |
|---|---|---|
Gesamtsieger | wer nach 21 Etappen das Gelbe Trikot trägt | klare Meinung zum Gesamtklassement, Geduld über drei Wochen |
Etappensieger | wer eine einzelne Etappe gewinnt | du kannst Etappentyp und Tagesform einschätzen |
Trikotwetten (Grün, Gepunktet, Weiß) | Sieger der jeweiligen Nebenwertung | du kennst Sprinter, Bergfahrer oder Jungprofis |
Head-to-Head | welcher von zwei Fahrern vorn liegt | du traust dir den direkten Vergleich zu |
Podium / Top-Platzierung | Top 3, Top 5 oder Top 10 statt Sieg | du glaubst an einen Fahrer, aber nicht an den Sieg gegen den Topfavoriten |
Tour de France Wetten auf den Gesamtsieg: die Favoriten 2026
Wer 2026 Favorit ist, lässt sich in einem Namen beantworten: Tadej Pogačar. Die spannendere Frage für deine Wette lautet nicht, ob er gewinnt, sondern wer hinter ihm der Beste ist und ob überhaupt jemand nah genug herankommt, um den Tipp auf einen anderen Sieger zu rechtfertigen.
Pogačar fährt für UAE Team Emirates-XRG und hat die Tour bereits viermal gewonnen, 2020, 2021, 2024 und 2025. Ein fünfter Sieg würde ihn mit Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain gleichziehen lassen, dem Rekordkreis der Fünffachsieger. Entsprechend kurz fällt seine Siegquote aus, mit 1,25 ist er der mit Abstand kürzeste Name im gesamten Feld. Wer auf ihn setzt, gewinnt im Erfolgsfall also wenig, trägt aber über drei Wochen das volle Risiko eines Sturzes oder Infekts.
Jonas Vingegaard ist der einzige Fahrer, dem die meisten den Sieg gegen Pogačar zutrauen. Der Däne vom Team Visma | Lease a Bike hat die Tour 2022 und 2023 gewonnen, also genau dann, wenn Pogačar zu schlagen war. 2026 reiste er nach einem überlegenen Giro-Sieg an, den er mit mehr als fünf Minuten Vorsprung holte, und jagt in Frankreich sein drittes Gelbes Trikot. Seine Quote von 4,50 zeigt die Lücke: ernsthafter Herausforderer, aber eben nicht auf Augenhöhe mit dem Topfavoriten.
Dahinter beginnt die nächste Reihe, und hier wird es für Wetten auf Außenseiter interessant. Paul Seixas vom Decathlon CMA CGM Team gibt 2026 sein Tour-Debüt und gilt als Frankreichs große Hoffnung auf das Podium. Florian Lipowitz von Red Bull-BORA-hansgrohe wurde 2025 Gesamtdritter und gewann das Weiße Trikot, er ist die klare deutsche Nummer eins für diese Tour.
Bei Red Bull-BORA-hansgrohe steht mit Remco Evenepoel ein zweiter Kapitän im selben Team, der Olympiasieger gegen die Uhr, der vor allem im Zeitfahren Zeit gutmachen kann. Dass Evenepoel und Lipowitz dieselbe Mannschaft anführen, ist Stärke und Risiko zugleich, denn zwei Kapitäne können sich stützen oder Kräfte binden. Juan Ayuso wechselte im Winter von UAE zu Lidl-Trek und nennt das Podium als Ziel. Isaac Del Toro gewann die wichtigste Generalprobe vor der Tour und mischt als Pogačars Teamkollege bei UAE mit. Tobias Halland Johannessen von Uno-X Mobility war 2025 Gesamtsechster und ist der Außenseiter mit Podiumsambition. Dahinter wird die Luft für Wetten dünn, die weiteren Fahrer starten mit Quoten jenseits der 60.
Fahrer | Team | Siegquote* | Kurz |
|---|---|---|---|
Tadej Pogačar | UAE Team Emirates-XRG | 1,25 | Titelverteidiger, vier Toursiege, jagt den fünften |
Jonas Vingegaard | Visma | Lease a Bike | 4,50 | Giro-Sieger 2026, einziger echter Herausforderer |
Paul Seixas | Decathlon CMA CGM Team | 8,50 | Tour-Debütant, Frankreichs Podiumshoffnung |
Florian Lipowitz | Red Bull-BORA-hansgrohe | 15,00 | 2025 Dritter und Weißes Trikot, deutsche Nummer eins |
Remco Evenepoel | Red Bull-BORA-hansgrohe | 20,00 | Olympiasieger, stark im Zeitfahren |
Juan Ayuso | Lidl-Trek | 34,00 | neues Team, Ziel Podium |
Isaac Del Toro | UAE Team Emirates-XRG | 41,00 | Sieger der Tour-Generalprobe |
Tobias Halland Johannessen | Uno-X Mobility | 101,00 | 2025 Sechster, Außenseiter aufs Podium |
*Siegquoten Stand: 25.06.2026 von Winmega.
Wer gewinnt die Tour de France 2026? Unsere Prognose
Pogačar ist der Favorit, daran gibt es nichts zu rütteln, und mit einer Siegquote von 1,25 ist er der mit Abstand kürzeste Name im Feld. Trotzdem ist die Prognose 2026 offener, als dieser Preis vermuten lässt. Sein ernsthaftester Herausforderer ist Jonas Vingegaard, der in einer überragenden Form in das Turnier geht.
Bei der Giro d'Italia 2026 fuhr der Däne überlegen zum Sieg, mit mehr als fünf Minuten Vorsprung und mehreren Etappenerfolgen. Diese Leistung zeigt, dass er auf dem Niveau ist, das es braucht, um Pogačar über drei Wochen zu fordern. Dazu kommt die Vorgeschichte, denn Vingegaard hat die Tour 2022 und 2023 bereits gewonnen, also genau dann, wenn Pogačar zu schlagen war. Die Strecke 2026 mit dem schweren Alpenfinale und den zwei Bergankünften an der Alpe d'Huez kommt einem Kletterer entgegen, der den Topfavoriten zermürben kann. Eine Wette auf Vingegaard ist damit keine Wette gegen die Wahrscheinlichkeit, sondern ein Tipp auf einen Mann, der es zweimal geschafft hat und in Topform ist. Bei einer Quote von 4,50 bringt sie zudem deutlich mehr ein als die 1,25 auf Pogačar.
Wer den Sieg ganz ausklammert, findet weiteren Spielraum. Der Kampf um Platz drei und das Podium ist offen, dort kommen Seixas, Lipowitz und Evenepoel infrage. Und auf den Bergetappen kann ein starker Kletterer den Etappensieg holen, ohne im Gesamtklassement vorn zu stehen, etwa auf der Königsetappe nach Alpe d'Huez.
Die Prognose 2026: Pogačar ist der Favorit, aber Vingegaards Giro-Form macht ihn zu einem echten Kandidaten für den Gesamtsieg, nicht nur für Platz zwei. Wer mehr will als die magere Quote auf Pogačar, hat mit einem Tipp auf Vingegaard oder mit den Wetten rund um Gelb die besseren Argumente.
Die 21 Etappen 2026: wo Tour de France Wetten entschieden werden
Die Strecke entscheidet, wo jede Wette fällt. Laut ASO stehen 3.333 Kilometer und 54.450 Höhenmeter auf dem Programm, verteilt auf sieben Flach-, vier Hügel- und acht Bergetappen sowie je ein Mannschafts- und ein Einzelzeitfahren. Der Auftakt ist ungewöhnlich: Etappe 1 ist ein 19,7 Kilometer langes Teamzeitfahren in Barcelona mit Ziel auf dem Montjuïc, bei dem jeder Fahrer seine reale Einzelzeit bekommt. Damit stehen die ersten Sekunden im Gesamtklassement schon vor dem ersten Berg fest. Tags darauf führt auch Etappe 2 auf den Montjuïc, ein Tag für die explosiven Kletterer, an dem wieder Sekunden verteilt werden. Wer auf den Gesamtsieger oder auf Platz zwei tippt, sollte dieses Wochenende ernst nehmen, denn hier formt sich die frühe Wertung.
Sprintchancen liegen auf den sieben Flachetappen. Die Ankünfte in Pau, Bordeaux, Bergerac, Nevers und Chalon-sur-Saône laufen fast sicher auf einen Massensprint hinaus, dazu kommt das Finale in Paris. An diesen Tagen passt die Wette auf den Etappensieger unter den Sprintern, während die Gesamtwertung kaum bewegt wird.
In den acht Bergetappen fällt die Entscheidung um Gelb. In der ersten Woche geht es über die Westseite des Col du Tourmalet zur Bergankunft in Gavarnie-Gèdre, am Nationalfeiertag wartet die schwere Etappe ins Zentralmassiv nach Le Lioran. Die zweite Woche endet in den Vogesen am Le Markstein und tags darauf am Plateau de Solaison, in der dritten kommt nach Orcières-Merlette das große Finale. Etappe 19 führt über 128 Kilometer von Gap die klassischen 21 Kehren nach Alpe d'Huez hinauf, die kürzeste Straßenetappe der Tour. Einen Tag später folgt die Königsetappe: 171 Kilometer und 5.600 Höhenmeter von Le Bourg-d'Oisans über Croix de Fer, Télégraphe und den Col du Galibier als Dach der Tour, dann über den Col de Sarenne zurück auf die letzten drei der 21 Kehren. An diesen Tagen gehören sowohl die Gesamtwertung als auch der Etappensieg unter den Kletterern zu den naheliegenden Wetten, weil sich hier das Klassement und der Tagessieg gleichzeitig entscheiden.
Das einzige Einzelzeitfahren steht auf Etappe 16, über 26 Kilometer von Évian-les-Bains nach Thonon-les-Bains. Es beginnt mit einem 9,7 Kilometer langen Anstieg von 4,3 Prozent, dann folgt eine Abfahrt, ehe die letzten Kilometer flach am Genfersee entlangführen. Gegen die Uhr wachsen die Zeitabstände im Gesamtklassement, was den Zeitfahrspezialisten wie Evenepoel entgegenkommt. Für die Wette heißt das: Tagessieg für einen starken Zeitfahrer, im Gesamtklassement ein möglicher Umschwung.
Den Schluss macht die Etappe nach Paris mit dem Anstieg zum Montmartre vor den Champs-Élysées. Die Auffahrt ist 2026 so gelegt, dass die Sprinter eine Chance behalten, doch der Berg kann einen reinen Massensprint noch sprengen.
Et. | Datum | Strecke (km) | Profil | Worauf wetten |
|---|---|---|---|---|
1 | 04.07. | Barcelona – Barcelona/Montjuïc (19,7) | Teamzeitfahren | Gesamtwertung, Zeitabstände |
2 | 05.07. | Tarragona – Barcelona/Montjuïc (182) | Hügel | Etappensieger (Puncheur) |
3 | 06.07. | Granollers – Les Angles (196) | Berg | Etappensieger (Ausreißer) |
4 | 07.07. | Carcassonne – Foix (182) | Hügel | Etappensieger (Ausreißer) |
5 | 08.07. | Lannemezan – Pau (158) | Flach | Etappensieger (Sprinter) |
6 | 09.07. | Pau – Gavarnie-Gèdre (186) | Berg | Gesamtwertung |
7 | 10.07. | Hagetmau – Bordeaux (175) | Flach | Etappensieger (Sprinter) |
8 | 11.07. | Périgueux – Bergerac (182) | Flach | Etappensieger (Sprinter) |
9 | 12.07. | Malemort – Ussel (185) | Hügel | Etappensieger (Ausreißer) |
10 | 14.07. | Aurillac – Le Lioran (167) | Berg | Gesamtwertung |
11 | 15.07. | Vichy – Nevers (161) | Flach | Etappensieger (Sprinter) |
12 | 16.07. | Magny-Cours – Chalon-sur-Saône (181) | Flach | Etappensieger (Sprinter) |
13 | 17.07. | Dole – Belfort (205) | Flach | Etappensieger (Ausreißer) |
14 | 18.07. | Mulhouse – Le Markstein (155) | Berg | Gesamtwertung |
15 | 19.07. | Champagnole – Plateau de Solaison (184) | Berg | Gesamtwertung |
16 | 21.07. | Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains (26) | Einzelzeitfahren | Gesamtwertung, Zeitabstände |
17 | 22.07. | Chambéry – Voiron (175) | Hügel | Etappensieger (Sprinter) |
18 | 23.07. | Voiron – Orcières-Merlette (185) | Berg | Gesamtwertung |
19 | 24.07. | Gap – Alpe d'Huez (128) | Berg | Gesamtwertung, Etappensieger (Kletterer) |
20 | 25.07. | Le Bourg-d'Oisans – Alpe d'Huez (171) | Berg | Gesamtwertung, Etappensieger (Kletterer) |
21 | 26.07. | Thoiry – Paris (130) | Flach | Etappensieger (Sprinter) |
Mit welcher Strategie gewinnst du bei Tour de France Wetten?
Eine gute Strategie beginnt nicht beim bekanntesten Namen, sondern beim Streckenprofil. Bevor du einen Einsatz platzierst, gehört er auf den passenden Etappentyp: eine flache erste Woche ist Sprinterland, das Gelbe Trikot fällt dagegen in den Bergen und im Zeitfahren. Wer auf einen Kletterer als Etappensieger tippt, schaut also zuerst, ob der Tag überhaupt am Berg endet, und wer auf den Gesamtsieg geht, prüft, wo die schweren Etappen liegen. Diese Zuordnung kostet ein paar Minuten und verhindert den häufigsten Fehler, einen guten Fahrer auf der falschen Etappe zu spielen.
Die Formkurve zeigt sich in den Vorbereitungsrennen. Die beiden letzten großen Tests vor der Tour waren 2026 das Critérium du Dauphiné, in diesem Jahr unter dem Namen Tour Auvergne-Rhône-Alpes ausgetragen (7. bis 14. Juni), und die Tour de Suisse (17. bis 21. Juni). Pogačar bestritt zur Vorbereitung erstmals die Tour de Suisse, während sich beim Dauphiné die nächste Generation traf: Isaac Del Toro gewann, Juan Ayuso wurde Dritter, Tobias Halland Johannessen Fünfter. Solche Ergebnisse sagen mehr über die aktuelle Verfassung aus als die Bilanz der ganzen Saison, weil sie nur wenige Wochen vor dem Start liegen. Ein Sieg oder Podium dort heißt nicht automatisch Tour-Form, zeigt aber, wer rechtzeitig in Schwung kommt. Genauso wichtig ist, wer ein Vorbereitungsrennen vorzeitig beendet oder geschwächt aufgibt, denn das ist ein Warnsignal für die Wette.
Im Gebirge zählt die Teamstärke. Ein Kapitän braucht an den langen Anstiegen Helfer um sich, die das Tempo machen und Angriffe kontrollieren; fehlen sie, ist er früh allein. Visma | Lease a Bike musste seine Mannschaft um Vingegaard nach dem Ausfall von Wout van Aert neu ordnen, UAE ist um Pogačar mit Del Toro breit aufgestellt, und Red Bull-BORA-hansgrohe geht mit Evenepoel und Lipowitz gleich mit zwei Kapitänen ins Rennen. Auf der Königsetappe nach Alpe d'Huez kann genau dieser Unterschied über Sekunden entscheiden.
Der Zeitpunkt der Wette ist die letzte Stellschraube. Ein früher Tipp, Monate vor dem Start, bringt eine höhere Quote, doch die Startliste steht laut ASO erst zwei Tage vor dem Beginn am 2. Juli endgültig fest, und bis dahin kann ein Fahrer ausfallen oder gar nicht erst antreten. Ein später Tipp kurz vor dem Start oder während der Tour stützt sich auf gesicherte Form und Aufstellung, zahlt dafür aber weniger.
Kein Faktor allein macht den Tipp, erst die vier zusammen ergeben ein Bild. Vor jeder Wette lohnt deshalb der Blick auf diese Punkte:
- Streckenprofil: Passt der Etappentyp zur Wette? Flach für Sprinter, Berg für Kletterer und Gesamtwertung, Zeitfahren für Spezialisten.
- Formkurve: Wie liefen die letzten Vorbereitungsrennen, vor allem das Dauphiné und die Tour de Suisse?
- Teamstärke: Hat der Fahrer im Gebirge genug Helfer um sich?
- Zeitpunkt: Längere Quote mit Ausfallrisiko früh oder gesicherte Startliste spät?
FAQ zu Tour de France Wetten
Kann man die Tour de France 2026 live wetten?
Ja, sofern dein Anbieter Live-Wetten zur Tour führt. Während einer Etappe kannst du auf den Etappensieger oder den Tagesverlauf tippen, etwa ob eine Ausreißergruppe vorn bleibt. Die Quoten ändern sich dabei mit der Rennsituation. Auf den Gesamtsieg sind Live-Wetten seltener, weil sich das Gelbe Trikot über Tage entscheidet.
Kann man auf die Tour de France Femmes wetten?
Ja, das Frauenrennen ist ein eigener Wettbewerb mit eigenen Quoten. Die Tour de France Femmes 2026 fährt vom 1. bis 9. August von Lausanne nach Nizza, also nach dem Männerrennen. Als Favoritinnen auf den Gesamtsieg gelten Demi Vollering und Pauline Ferrand Prévot. Die Wettarten sind dieselben wie bei den Männern, nur das Starterfeld ist ein anderes.
Was passiert mit meiner Wette, wenn ein Fahrer ausfällt?
Gibt dein Fahrer während der Tour auf, kann er nicht mehr gewinnen, deine Wette auf seinen Gesamtsieg ist damit verloren. Wetten auf andere Fahrer oder auf bereits entschiedene Etappen bleiben davon unberührt. Anders beim Nichtantritt: Tritt ein Fahrer gar nicht erst an, kann der Einsatz je nach Anbieter zurückerstattet werden. Wie dein Anbieter Aufgabe und Nichtantritt genau abrechnet, steht in seinen Wettregeln.



