Apple Pay Sportwetten brauchen kein neues Guthaben und keine erneute Eingabe der Kartennummer. Du wählst Apple Pay im Kassenbereich des Wettanbieters und gibst die Einzahlung am Gerät frei, abgebucht wird von der Karte, die in Apple Wallet liegt. Der Weg zurück folgt allerdings anderen Regeln als die Einzahlung, und auch die Beträge sind nach oben begrenzt. Welche Vorteile die Sportwetten Zahlungen über Apple Pay bieten und welche Limits es dort gibt erfährst du im folgenden Artikel.
Wettanbieter mit Apple Pay
Woher das Geld bei Apple Pay Sportwetten kommt
Eine eigene Zahlungskarte gibt Apple nicht heraus. Was in Apple Wallet liegt, ist eine Debit- oder Kreditkarte deiner Bank oder eines anderen Kartenherausgebers, und von genau dieser Karte wird abgebucht, wenn du bei einem Wettanbieter einzahlst. Ein separates Apple-Pay-Guthaben, das du vorher auflädst und aus dem die Einzahlung dann fließt, gibt es für deutsche Nutzer nicht. Apple Pay ist damit keine Zwischenstation für dein Geld, sondern die Freigabe für eine Kartenzahlung.
Die Karte muss von einem teilnehmenden Kartenherausgeber stammen. Teilnehmend heißt, dass der Herausgeber sie für Apple Pay freigegeben hat, sonst steht sie in Wallet für Zahlungen nicht zur Verfügung. Auf der anderen Seite steht der Wettanbieter, der Apple Pay anbieten und zusätzlich deine Karte und das Zahlungsnetzwerk dahinter akzeptieren muss.
Zwei Tipper mit demselben iPhone kommen dadurch zu verschiedenen Ergebnissen, wenn in ihren Wallets verschiedene Karten liegen. Beim einen erscheint Apple Pay im Kassenbereich und die Einzahlung geht durch, beim anderen fehlt die Zahlungsart. Ob du überhaupt einzahlen kannst, hängt bei Apple Pay Sportwetten also an der Karte und an der Akzeptanz beim Wettanbieter, nicht am Apple-Gerät in deiner Hand.
Wie funktionieren Sportwetten mit Apple Pay?
Vor der ersten Einzahlung muss die Karte in Apple Wallet liegen. Dafür brauchst du ein kompatibles Apple-Gerät, einen Apple Account, eine unterstützte Karte und einen aktiven Geräteschutz, also Face ID, Touch ID oder einen Gerätecode. Der Geräteschutz ist keine Empfehlung, sondern Bedingung, weil später jede einzelne Zahlung über genau diese Sperre freigegeben wird.
Im Kassenbereich des Wettanbieters wählst du Apple Pay als Zahlungsart. Danach zeigt das Gerät den Betrag und die Karte an, mit der bezahlt werden soll, und liegen mehrere Karten in Wallet, wechselst du an dieser Stelle auf die gewünschte. Erst die Bestätigung mit Face ID, Touch ID oder dem Gerätecode löst die Zahlung aus. Ein Abbruch vor dieser Freigabe bewegt kein Geld, auch wenn Betrag und Karte schon auf dem Bildschirm standen. Damit kannst du innerhalb von wenigen Sekunden einzahlen und sofort loslegen.
Ein Mac mit Touch ID nimmt die Bestätigung direkt am Rechner ab. Fehlt Touch ID, übernimmt ein verbundenes iPhone oder eine Apple Watch die Freigabe, und die Zahlung wird dort bestätigt statt am Mac. Sportwetten mit Apple Pay sind damit nicht auf das Telefon beschränkt, verlangen aber in jedem Fall ein Apple-Gerät, das die Freigabe leistet.
Einzahlung, Auszahlung und Limits bei Apple Pay Sportwetten
Der eingezahlte Betrag verlässt dein Konto als Kartenzahlung und erscheint als Guthaben auf dem Wettkonto. Ab diesem Moment liegt das Geld beim Wettanbieter, und an allem, was danach damit geschieht, ist Apple Pay nicht mehr beteiligt.
Die Auszahlung von Wettgewinnen ist deshalb ein eigener Vorgang beim Wettanbieter und nicht die Umkehr der Einzahlung. Über Apple Pay gibst du eine Zahlung an den Wettanbieter frei, den umgekehrten Weg gibt es nicht, und eine allgemeine Zusage, dass Gewinne über Apple Pay bei dir ankommen, ebenso wenig. Das liegt daran, dass Apple Pay deine Zahlung nur verwaltet, abgezogen wird es von deinem Konto. Deshalb kannst du Auszahlungen auch nur direkt auf dein Konto durchführen. Das ist bei ähnlichen Zahlungsmethoden wie Google Pay oder Klarna auch der Fall.
Für Apple Pay verlangt Apple keine Gebühr, weder im Web noch in Apps. An der Karte selbst ändert die Freigabe am Gerät nichts, weshalb die Kartenbedingungen unverändert weitergelten und die Einzahlung genauso abgerechnet wird wie eine Kartenzahlung ohne Apple Pay.
Das deutsche Einzahlungslimit liegt grundsätzlich bei höchstens 1.000 Euro im Monat, und zwar anbieterübergreifend, also über alle Wettkonten zusammen. Dieses kannst du nur durch eine Prüfung erhöhen lassen.
Ebene | Was dort gilt | Folge für deine Einzahlung |
|---|---|---|
Apple | keine Gebühr für Apple Pay | Die Grenzen für deinen Betrag entstehen auf den Ebenen darunter |
Karte und Kartenherausgeber | die Kartenbedingungen, weil die hinterlegte Karte belastet wird | Mehr, als die Karte hergibt, geht auch über Apple Pay nicht |
Wettanbieter | die Kassenlimits beim Einzahlen | Sie begrenzen, welcher Betrag in einem Vorgang durchgeht |
Gesetzliche Grenze in Deutschland | höchstens 1.000 Euro im Monat | Der Monatsbetrag zählt über alle Wettkonten zusammen, nicht je Wettkonto |
Sicherheit und typische Probleme bei Apple Pay Sportwetten
Die tatsächliche Kartennummer wird bei einer Onlinezahlung nicht an die App oder die Website gesendet. Beim Wettanbieter landet also nicht die Nummer, die vorne auf deiner Karte steht, und im Kassenbereich tippst du sie auch nicht ein.
Dazu kommt die Freigabe am Gerät, die vor jeder einzelnen Zahlung steht. Face ID, Touch ID oder der Gerätecode müssen jedes Mal neu bestätigt werden, weshalb ein bereits eingeloggtes Wettkonto allein für eine Einzahlung nicht genügt. Wer dein iPhone in die Hand bekommt, kann ohne diese Freigabe kein Geld einzahlen.
Fehlt Apple Pay im Kassenbereich oder wird die Karte abgelehnt, arbeitest du die Beteiligten der Reihe nach ab, vom eigenen Gerät bis zur Bank.
- Gerät und Wallet. Liegt eine unterstützte Karte in Apple Wallet, ist das Gerät mit deinem Apple Account angemeldet und der Geräteschutz aktiv? Fehlt eines davon, kommt die Zahlung nicht zustande.
- Kartenherausgeber. Hat der Herausgeber deine Karte für Apple Pay freigegeben? Eine Karte, die dort nicht teilnimmt, hilft auch in Wallet nicht weiter.
- Wettanbieter und Zahlungsnetzwerk. Bietet der Wettanbieter Apple Pay an, und akzeptiert er deine Karte samt ihrem Zahlungsnetzwerk? Erscheint die Zahlungsmethode im Kassenbereich gar nicht erst, ist an dieser Stelle Schluss, so gut das Gerät auch eingerichtet ist.
- Bank oder Kartenherausgeber. Wird die Karte bei der Zahlung abgelehnt, führt der Weg zur Bank oder zum Kartenherausgeber. Die Ablehnung fällt dort und lässt sich weder am iPhone noch beim Wettanbieter aufheben.
Vor- und Nachteile von Apple Pay Sportwetten
Praktisch ist Apple Pay für den, dessen Karte bereits in Wallet liegt und vom Wettanbieter akzeptiert wird. Vor der Einzahlung fehlt dann kein Schritt mehr, es bleibt die Freigabe am Gerät. Weniger passend ist die Zahlungsart, wenn unklar ist, ob Karte, Zahlungsnetzwerk und Wettanbieter zusammenpassen, oder wenn du erwartest, dass Gewinne später auf demselben Weg zurückkommen.
Dafür spricht | Dagegen spricht |
|---|---|
Die Einzahlung wird mit Face ID, Touch ID oder Gerätecode freigegeben, statt die Kartennummer einzutippen | Ohne Apple-Gerät mit eingerichteter Wallet und aktivem Geräteschutz steht die Zahlungsart gar nicht bereit |
Der Wettanbieter bekommt die tatsächliche Kartennummer nicht zu sehen | Ohne die Freigabe des Kartenherausgebers und einen Wettanbieter, der Karte und Zahlungsnetzwerk annimmt, läuft keine Einzahlung |
Die Karte liegt schon in Wallet, es braucht kein zusätzliches Zahlungskonto und keine Aufladung | Für Wettgewinne ist Apple Pay kein Rückweg, die Auszahlung läuft getrennt |
Auch am Mac nutzbar, mit einem verbundenen iPhone oder einer Apple Watch als Freigabe | Bei einer Ablehnung sind mehrere Beteiligte im Spiel, und geklärt wird sie bei Bank oder Kartenherausgeber |
Alle Vorteile beruhen auf demselben Punkt, nämlich auf einer Karte, die eingerichtet und akzeptiert ist. Genau dort sitzen auch die Nachteile, denn wenn Kartenherausgeber oder Wettanbieter nicht mitziehen, nützt die schnellste Freigabe nichts. Für regelmäßige Einzahlungen mit einer breit akzeptierten Karte ist Apple Pay deshalb der bequemere Weg, und wer vor allem an die Auszahlung denkt, bekommt hier nur die halbe Antwort.
Geschichte von Apple Pay bis zur Onlinezahlung
Angekündigt hat Apple die Zahlung am 9. September 2014, verfügbar sein sollte sie ab Oktober desselben Jahres in den USA, als Teil eines kostenlosen Updates auf iOS 8. Bezahlen ließ sich damit an zwei Orten, an kontaktlosen Terminals im Handel und innerhalb von Apps, wo sich Waren und Dienstleistungen mit Touch ID freigeben ließen. Eine Zahlung im Webbrowser gehörte noch nicht dazu.
Der Browser kam 2016 mit macOS Sierra hinzu. Auf knapp 300.000 teilnehmenden Websites ließ sich beim Bezahlen die Schaltfläche für Apple Pay anklicken, und damit war die Zahlung dort angekommen, wo auch der Kassenbereich eines Wettanbieters sitzt.
Für Apple Pay Sportwetten laufen deshalb bis heute zwei Wege nebeneinander, die aus verschiedenen Jahren stammen. Zahlst du in der App eines Wettanbieters ein, nutzt du den Weg, den es von Anfang an gab. Zahlst du über den Browser ein, geht das erst seit dem Schritt von 2016, und der ist für Sportwetten der entscheidende, weil Apple Pay ohne ihn bei Wettanbietern auf deren Apps beschränkt geblieben wäre.
In Deutschland startete Apple Pay am 11. Dezember 2018, auf iPhone, Apple Watch, iPad und Mac, im Handel, in Apps und im Internet. Der technische Weg war damit vollständig offen.
Sparkassen und Volksbanken fehlten noch zum Start, während unter anderem die Deutsche Bank, N26 und American Express dabei waren. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken hatten sich gegen Apple Pay entschieden und boten mobiles Bezahlen selbst an, die Sparkassen hatten kurz zuvor eine eigene App gestartet, und für einige weitere Institute war die Teilnahme erst für 2019 angekündigt. Wer sein Konto bei einem dieser Häuser hatte, konnte Apple Pay zum Deutschlandstart also nicht nutzen, gleich welches Apple-Gerät er besaß.






