Paysafecard Sportwetten laufen über ein Guthaben, das du an einer Verkaufsstelle oder im Webshop kaufst, bevor du es einsetzt. Am Wettkonto selbst ändert diese Zahlung nichts, weder an der Registrierung noch an der Ausweisprüfung. Neu ist nur der Weg, auf dem das Geld hereinkommt, und dieser Weg ist nicht automatisch auch der Rückweg. Zwischen dem Kauf und dem Wettkonto steht dabei der Code selbst.

Paysafecard Wettanbieter

3 Anbieter gefunden

Vorausbezahltes Guthaben statt direkter Kontobelastung

Wer per Karte oder Überweisung einzahlt, bezahlt erst mit der Bestätigung im Wettkonto, und das Geld geht dann direkt von seinem Konto ab. Beim vorausbezahlten Guthaben ist die Reihenfolge umgedreht. Du bezahlst zuerst und bekommst dafür einen 16-stelligen Code, dessen Betrag von da an feststeht, und erst danach entscheidest du, wohin dieses Guthaben geht. Zwei Formen gibt es dafür, denn Paysafecard funktioniert mit dem Code selbst oder mit einem registrierten Paysafecard-Konto. Dort bündelst du gekaufte Codes und bezahlst mit deinen Login-Daten. Auch bei Wettanbietern mit deutscher Erlaubnis ist diese Zahlung zu finden.

Das Prinzip dahinter stammt aus der Gründungszeit des Unternehmens. Paysafecard entstand im Jahr 2000, und der Code aus 16 Ziffern gehörte von Anfang an zum Produkt. Dass Paysafecard Sportwetten heute noch nach derselben Grundidee ablaufen, liegt weniger an der Technik als an ihrem praktischen Ergebnis: Der Betrag ist bezahlt und gedeckelt, ehe er irgendein Wettkonto erreicht.

Wie funktionieren Sportwetten mit Paysafecard?

Bezahlt wird bei Sportwetten nicht mit dem Code, den du in der Hand hast, sondern über das registrierte Paysafecard-Konto. Vom gekauften Guthaben bis zur platzierten Wette sind es vier Schritte.

  1. Guthaben kaufen. An einer Verkaufsstelle oder im Webshop erwirbst du einen Code über einen festen Betrag. Damit ist das Geld bezahlt, bevor ein Wettkonto davon überhaupt weiß.
  2. Code im Paysafecard-Konto einlösen. Das Guthaben des Codes wandert in dein registriertes Paysafecard-Konto. Mehrere Codes liegen dort zusammen, sodass du für eine Einzahlung nicht an den Betrag eines einzelnen Codes gebunden bist.
  3. Im Wettkonto einzahlen. In der Kasse deines Wettkontos wählst du Paysafecard und bestätigst die Einzahlung mit den Login-Daten des Paysafecard-Kontos. Eine Kartennummer tippst du dabei nicht ein.
  4. Wette abgeben. Sobald der Betrag dem Wettkonto gutgeschrieben ist, setzt du daraus deine Wette.

Die Registrierung liegt bei Paysafecard Sportwetten damit auf der Zahlungsseite und nicht nur beim Wettanbieter. Nötig ist sie wegen der Anonymität des Codes, denn er kann von Hand zu Hand gehen, und niemand sieht ihm an, wer ihn bezahlt hat. Auf dem Weg ins Wettkonto darf dein Geld aber nicht namenlos sein, und im registrierten Paysafecard-Konto liegt es unter deinem Namen.

Wie wird der Wettgewinn ausgezahlt?

Ein Gewinn landet zuerst auf deinem Wettkonto, und das ist keine Entscheidung des Wettanbieters, sondern Vorschrift: Gewinne sind dem Spielkonto unverzüglich gutzuschreiben, und abgezogen wird davon erst, wenn du eine Auszahlung anforderst.

Der Einzahlungsweg und der Auszahlungsweg fallen bei Paysafecard Sportwetten auseinander. Ein Prepaid-Code ist ein bezahltes Guthaben, das in eine Richtung eingelöst wird, kein Konto, auf dem etwas eingehen kann. Auf denselben Code, mit dem du eingezahlt hast, kommt dein Gewinn deshalb nicht zurück, und ein neuer Code entsteht bei einer Auszahlung auch nicht.

Das registrierte Paysafecard-Konto kann dagegen Geld aufnehmen. Steht es im Wettkonto als Auszahlungsweg zur Auswahl, kann ein Gewinn dort ankommen, und für solche Auszahlungen gilt ein jährliches Transaktionslimit von 30.000 Euro. Ist es dort nicht aufgeführt, geht die Auszahlung auf einen anderen zulässigen Zahlungsweg, und das lässt sich über die Wahl der Einzahlung nicht steuern. Gefangen ist Guthaben im Paysafecard-Konto ohnehin nicht, denn du kannst es per Banküberweisung zurücktauschen. Kostenlos ist dieser Rücktausch allerdings nicht.

Sind Paysafecard Sportwetten in Deutschland legal?

Legal oder nicht legal entscheidet sich an der Erlaubnis des Wettanbieters, nicht an der Zahlungsart. Maßgeblich ist die amtliche Whitelist der GGL, die Glücksspielanbieter mit deutscher Erlaubnis oder Konzession aufführt. Ist es ein Wettanbieter mit deutscher Lizenz, sind Wetten bei diesem Wettanbieter erlaubt, ob du per Überweisung, per Karte oder per Paysafecard einzahlst. Fehlt er dort, ändert eine Einzahlung mit vorausbezahltem Guthaben daran nichts.

OASIS ist die bundesweite Spielersperre und gilt spielformübergreifend, also nicht nur für Sportwetten. Wer dort gesperrt ist, gibt bei einem erlaubten Wettanbieter keine Wette ab, weil die Sperre an der Person und an ihrem Spielkonto hängt und nicht an der Herkunft des Geldes. Ein vorausbezahlter Code verschiebt daran nichts, denn er ändert nur, woher das Guthaben stammt.

Gebühren, Limits und Bonus bei Paysafecard Sportwetten

Wer Paysafecard Sportwetten nutzt, zahlt für die Einzahlung selbst nichts. Gebühren entstehen erst, wenn Guthaben liegen bleibt oder die Richtung wechselt.

Posten

Was anfällt

Codezahlung

grundsätzlich kostenlos

Restguthaben auf einem ungenutzten Code

nach 30 Tagen 3 Euro monatlich

Rücktausch von Guthaben

5 Prozent, höchstens 5 Euro

Inaktives Paysafecard-Konto

ab dem 13. Monat 2 Euro monatlich

Die beiden monatlichen Gebühren zahlt niemand, der sein Guthaben einsetzt, sondern nur, wer zu viel kauft und den Rest liegen lässt. Beim Rücktausch gilt bis 100 Euro derselbe Satz von 5 Prozent, egal wie hoch der Betrag ist: 5 Prozent von 100 Euro sind genau 5 Euro, und ab diesem Betrag bleibt die Gebühr bei 5 Euro stehen, während sie darunter entsprechend niedriger ausfällt. Anteilig günstiger wird der Rücktausch damit erst oberhalb von 100 Euro, und wer sein Guthaben einsetzt statt es zurückzuholen, zahlt diese Gebühr gar nicht.

Wie viel in einer einzelnen Transaktion überhaupt möglich ist, hängt am Status des Paysafecard-Kontos.

Status

Höchstbetrag pro Transaktion in Deutschland

ohne Registrierung

50 Euro

mit registriertem Paysafecard-Konto

bis zu 1.500 Euro

Für Sportwetten zählt allein die Grenze mit registriertem Konto, weil die Einzahlung ohnehin über das Paysafecard-Konto läuft. Die 50 Euro sind die allgemeine Grenze der anonymen Codezahlung und kein kleinerer Nebenweg zum Wettkonto.

Bankdaten braucht die Codezahlung nicht. Weder ein Bankkonto noch eine Kreditkarte muss bei Paysafecard hinterlegt sein, damit ein gekaufter Code funktioniert. Auch für die Einzahlung ins Wettkonto bleiben beide außen vor.

Ob eine Einzahlung für einen Wettbonus zählt, entscheiden die Bedingungen der jeweiligen Aktion. Bei erlaubten Wettanbietern gelten einzahlungsgebundene Aktionen für die angebotenen Zahlungswege, Paysafecard und PayPal eingeschlossen, wobei die speziellen Aktionsbedingungen Vorrang haben. Weil der Bonus an genau der Einzahlung hängt, mit der du ihn beanspruchst, ist die Reihenfolge entscheidend: erst die Bedingungen, dann das Geld.

Vor- und Nachteile von Paysafecard Sportwetten

Vorteile

Nachteile

Der Einsatzrahmen steht mit dem Betrag des Codes fest, bevor die erste Wette läuft

Von einem Code, der ungenutzt liegen bleibt, geht monatlich eine Gebühr ab

Bei der Codezahlung braucht Paysafecard weder Bankkonto- noch Kreditkartendaten

Guthaben aus dem Paysafecard-Konto zurückzuholen kostet eine Gebühr

Mehrere kleine Codes ergeben im Paysafecard-Konto zusammen eine Einzahlung, statt einzeln liegen zu bleiben

Ein Paysafecard-Konto, das lange ungenutzt bleibt, kostet monatlich eine Gebühr

Die Einzahlung auf das Wettkonto bleibt ohne Gebühr

Der Code nimmt keine Auszahlung an, Auszahlungen gehen nur über das Paysafe Konto

Paysafecard Sportwetten lohnen sich vor allem für den Tipper, der seinen Einsatz vor der ersten Wette festlegen will und der im Wettkonto keine Kartennummer und keine Bankverbindung sehen möchte. Für ihn ist der gekaufte Code kein Umweg, sondern die Grenze selbst: Er kann nur einsetzen, was er vorher bezahlt hat.

Störend werden die Grenzen dort, wo Geld häufig hin und her läuft. Wer regelmäßig ein- und auszahlt, zahlt beim Weg zurück eine Gebühr und braucht dafür ohnehin einen zweiten Zahlungsweg, weil der Code selbst nichts annimmt. Wer Guthaben auf Vorrat kauft und liegen lässt, verliert monatlich etwas davon, und wer die Registrierung vermeiden wollte, kommt damit bei Sportwetten gar nicht erst an den Start. Je öfter du also Geld bewegst, desto schwächer wird der Vorteil des festen Guthabens.

Die Geschichte der Paysafecard

Als Paysafecard entstand, führte im Internet fast kein Weg an der Kreditkarte vorbei, und genau die hatten viele nicht. Vier Gründer starteten das Unternehmen im Jahr 2000 in Wien mit einer Idee, die sie Bargeld für das Internet nannten. Ihre Antwort war eine Karte, die man an der Kasse kauft und deren aufgedruckter Code aus 16 Ziffern online eingegeben wird. Noch im Gründungsjahr kam sie in Österreich in den Verkauf, ein Jahr darauf in Deutschland.

Danach wuchs das Produkt in zwei Richtungen, in die Breite des Vertriebs und in die Zahl der Länder. Ab 2002 gab es Paysafecard nicht mehr nur als Plastikkarte, sondern auch als gedruckten Beleg, womit jede Kasse zur Verkaufsstelle werden konnte. 2005 kam eine EU-Förderung für die internationale Ausweitung und für das Bezahlen im Netz ohne Kreditkarte. Zum zehnten Geburtstag war Paysafecard in 26 Ländern verfügbar, im selben Jahr kamen die USA und Mexiko hinzu.

2013 kam das Paysafecard-Konto dazu, zunächst in 22 Ländern. Bis dahin war jeder Code ein Gegenstand für sich, der bezahlt und weitergegeben werden konnte; ab dann gab es einen Ort, an dem das Guthaben unter einem Namen liegt. Seit 2015 gehört das Wiener Unternehmen zur Paysafe-Gruppe.

Für Sportwetten ist dieser eine Schritt aus dem Jahr 2013 der wichtigste der ganzen Reihe. Am Grundprinzip hat sich dagegen nichts geändert: Der Betrag ist bezahlt und gedeckelt, ehe er irgendein Wettkonto erreicht. Genau deshalb laufen Paysafecard Sportwetten heute noch nach derselben Idee wie der erste verkaufte Code.