Klarna Sportwetten laufen über eine Überweisung von deinem eigenen Girokonto, die du im Onlinebanking freigibst. Auf dem Wettkonto landet das Geld ohne Rechnung und ohne Zahlungsaufschub, der Weg zurück sieht dagegen anders aus. Wie hoch der Betrag ausfallen darf, entscheiden am Ende deine Bank und der Gesetzgeber, nicht Klarna. Hinter dem Namen Klarna stecken allerdings mehrere Zahlungsarten, und für Wetten kommt nur eine davon in Frage.
Welche Zahlungsart steckt hinter Klarna Sportwetten?
Wer bei Klarna zuerst an den Kauf auf Rechnung denkt, liegt bei Klarna Sportwetten falsch. Gemeint ist die direkte Bankzahlung innerhalb von Klarna Payments, und die ist mit deiner Freigabe im Kassenbereich vollständig erledigt. Es bleibt keine Rechnung offen, die später fällig wird.
Die Klarna Card ist davon getrennt. Sie ist ein eigenes Kartenprodukt und für Online Wetten nicht zugelassen, für eine Einzahlung beim Wettanbieter kommt sie also nicht in Frage. Dasselbe gilt für das spätere Bezahlen, ein eigenes Produkt, das mit der direkten Bankzahlung nichts zu tun hat.
Ob du überhaupt so einzahlen kannst, entscheidet sich daran, ob die Zahlungsart im Kassenbereich des Wettanbieters als eigene Option steht. Ein Klarna Account allein genügt dafür nicht, denn ausgelöst wird die Zahlung dort und nicht bei Klarna selbst.
Wie funktionieren Sportwetten mit Klarna?
Einen Klarna Account brauchst du für die Sofortüberweisung in jedem Fall. Die Freigabe selbst passiert im Onlinebanking deiner eigenen Bank, mit dem Verfahren, mit dem du dort auch sonst Überweisungen bestätigst.
- Im Kassenbereich des Wettanbieters wählst du Klarna als Zahlungsart und trägst den Betrag ein.
- Du wählst dein Land und deine Bank aus.
- Du meldest dich mit deinem Klarna Account an.
- Du gibst den Zahlungsauftrag frei, nach dem Verfahren deiner Bank und mitunter mit einer zusätzlichen Bestätigung.
- Klarna stößt die Überweisung an und meldet dem Wettanbieter, dass die Zahlung übermittelt ist. Danach steht der Betrag auf dem Wettkonto.
Diese Meldung geht raus, sobald du freigegeben hast, also noch bevor deine Kreditkarte die Überweisung tatsächlich ausgeführt hat. Deshalb kannst du auf dem Wettkonto schon über den Betrag verfügen, während das Geld dein Girokonto noch gar nicht verlassen hat.
Einzahlung, Auszahlung und wie viel du bewegen darfst
Ein- und Auszahlungen dürfen nur über persönliche Zahlungskonten laufen, so steht es im Glücksspielstaatsvertrag 2021. Das Konto eines Bekannten oder das eines Familienmitglieds scheidet damit auf beiden Seiten aus, ganz gleich, welche Zahlungsart im Kassenbereich steht.
Die Einzahlung vom eigenen Girokonto
Belastet wird dein Girokonto, kein Guthaben bei Klarna, und der Betrag geht von dort an den Wettanbieter. Vorausgesetzt ist damit ein Girokonto mit freigeschaltetem Onlinebanking, und die Summe muss in dem Moment darauf liegen, in dem du die Zahlung freigibst.
Warum die Auszahlung einen anderen Weg nimmt
Für den Rückweg gibt es im Kassenbereich keinen entsprechenden Vorgang, denn Klarna Payments führt Geld nur in Richtung Wettanbieter. Ausgezahlt wird vom Wettkonto aus, und für das Empfängerkonto gilt dieselbe Regel wie für die Einzahlung. Damit funktioniert das ähnlich wie bei der Zahlung per Apple Pay, da Klarna hier nur als Vermittler fungiert.
Was kostet die Zahlung, und wo liegen die Limits?
Für die Sofortüberweisung verlangt Klarna weder Zinsen noch Gebühren. Begrenzt wird dein Betrag trotzdem, und zwar an drei Stellen gleichzeitig. Gesetzlich darfst du grundsätzlich höchstens 1.000 Euro im Monat einzahlen, gerechnet über alle Wettanbieter zusammen, und zusammengeführt werden diese Beträge in der Limitdatei LUGAS. Dieses Limit kannst du nur durch eine Prüfung erhöhen lassen. Dann könntest du je nach deinem neuen Limit bis zu 5000 Euro pro Transaktion einzahlen. Dazu kommen jedoch auch das Tageslimit deiner Bank für Überweisungen, das je nach Institut und Kontomodell unterschiedlich ausfällt, und schließlich die Grenzen, die der Wettanbieter selbst für Einzahlungen setzt.
Sind Klarna Sportwetten in Deutschland legal?
Erlaubt sind Klarna Sportwetten dann, wenn das Geld an ein Wettangebot geht, das in Deutschland zugelassen ist. Welcher Wettanbieter eine deutsche Erlaubnis hat, steht in der amtlichen Whitelist der GGL. Fließt Geld dagegen zu einem unerlaubten Angebot, ist die Zahlung selbst verboten.
Verboten sind außerdem Darlehen. Weder der Wettanbieter noch ein von ihm beauftragter Dritter darf dir Geld zum Wetten leihen. Damit fällt auch ein Kauf auf Rechnung weg, bei dem der Betrag erst nach der Wette fällig würde.
Vor- und Nachteile von Klarna Sportwetten
Der Aufwand liegt bei Klarna Sportwetten fast ganz vor der ersten Einzahlung, jede weitere besteht dann aus Auswahl, Anmeldung und Freigabe.
Vorteile | Nachteile |
|---|---|
Die Bestätigung an den Wettanbieter hängt an deiner Freigabe, nicht daran, wann deine Bank die Überweisung ausführt | Ohne Klarna Account und ohne Zugang zum Onlinebanking kommt die Zahlung nicht zustande |
Klarna verlangt für die Sofortüberweisung weder Zinsen noch Gebühren | Die Zahlungsart steht nur dort bereit, wo sie im Kassenbereich als eigene Option geführt wird |
Bezahlt wird mit deinem eigenen Geld und nicht auf Kredit | Klarna Card und späteres Bezahlen scheiden für Wetten aus |
Die Freigabe läuft im Onlinebanking deiner Bank, Kartendaten gibst du dafür nicht ein | Eine gescheiterte Einzahlung kann im Monatslimit stehen bleiben |
Die Einzahlung funktioniert innerhalb von wenigen Sekunden. |
Drei dieser vier Nachteile klärst du vor der ersten Einzahlung. Ob du einen Klarna Account und Zugang zum Onlinebanking hast, weißt du selbst, und ob der Wettanbieter die Zahlungsart führt, siehst du im Kassenbereich. Der vierte lässt sich vorher nicht ausschließen: Was bei einer gescheiterten Einzahlung einmal in LUGAS steht, ist dort nachträglich nicht mehr zu korrigieren.
Die Geschichte von Klarna und SOFORT
In Schweden starteten 2005 drei junge Gründer das Unternehmen Kreditor, und im selben Jahr entstand in München SOFORT mit der Sofortüberweisung. Kreditor heißt seit 2010 Klarna. Zusammen kamen beide 2014, als Klarna SOFORT übernahm, abgeschlossen war die Zusammenführung der Marken allerdings erst 2017.
In dasselbe Jahr 2017 fällt die volle Banklizenz, die Klarna erhielt. Seitdem steht hinter dieser Zahlung eine Bank und nicht nur ein Zahlungsdienstleister, der zwischen deinem Girokonto und dem Wettanbieter vermittelt.
Im Juli 2024 kündigte Klarna an, die Sofortüberweisung in Klarna Payments zu überführen. Seitdem gehört ein Klarna Account zu dieser Zahlung dazu. Für die meisten änderte das wenig, denn 95 Prozent der Sofort-Kunden hatten zum Zeitpunkt der Ankündigung bereits einen. Die Zahlungen laufen seither im Klarna Account zusammen, dort lassen sie sich verfolgen, und die Zahlungsdaten müssen nicht erneut eingegeben werden.
Der alte Name blieb dabei erhalten: In Deutschland steht Sofortüberweisung weiterhin im Bezahlvorgang, weil er hier bekannt ist und sich von selbst erklärt. Wer nach Klarna Sportwetten sucht, stößt deshalb in Suchergebnissen, in älteren Übersichten und im Kassenbereich auf die Namen Sofortüberweisung, SOFORT und Klarna, hinter denen ein und dieselbe direkte Bankzahlung steht.



