Die US Open sind der letzte Grand Slam der Saison, gespielt auf Hartplatz in New York, bei den Herren über drei Gewinnsätze und Ende August oft bei enormer Hitze. Für US Open Wetten zählt dieser Rahmen genauso wie die großen Namen, denn Belag, Format und Bedingungen entscheiden mit, ob ein Favorit souverän durchkommt oder eine enge Partie kippt.
Die besten Wettanbieter für die US Open
Hartplatz, fünf Sätze und Hitze: Der Rahmen des letzten Grand Slams
In Flushing Meadows wird auf Hartplatz gespielt, seit 2020 auf einem Belag der Marke Laykold, der den von 1978 bis 2019 genutzten Pro DecoTurf ablöste. Wichtiger für die Wette als der Belag selbst ist das Format: Die Herren spielen über drei Gewinnsätze (Best of Five), die Damen über zwei. Über drei Gewinnsätze wiegt ein einzelner schwacher Satz weniger, ein Spieler kann zwei Sätze abgeben und die Partie trotzdem drehen. Das gibt bei den Herren dem besseren Spieler mehr Raum, einen Durchhänger zu korrigieren, während bei den Damen ein einziger verlorener Satz schon die halbe Miete für den Gegner ist.
Der Entscheidungssatz endet seit 2022 an allen vier Grand Slams gleich: Steht es 6:6, bringt ein Tiebreak bis 10 Punkte die Entscheidung. Für Wetten auf die Zahl der Games oder auf einen extrem langen Matchverlauf setzt das im letzten Satz eine feste Obergrenze.
Ende August ist es in New York oft heiß und schwül, viele Partien beginnen erst am Abend in der Nachtsession unter Flutlicht. Das Arthur Ashe Stadium hat seit 2016 ein versenkbares Dach, und bei geschlossenem Dach fallen Wind und Sonne weg. Wer live auf einzelne Matches wettet, sollte Tageszeit und Dachstatus beachten, weil sich die Bedingungen zwischen der Mittagshitze und dem geschlossenen Dach am Abend deutlich unterscheiden.
Der Hartplatz und die Spielertypen, die er belohnt
Der Hartplatz gilt als einer der schnelleren Beläge im Tennis. Gemessen an der Zahl der Asse der letzten Jahre liegt das Tempo aber im Mittelfeld der Hartplätze und nicht an der Spitze: Der Ruf als schnellster Grand Slam ist mehr Marketing als Messwert. Schneller als auf Sand geht es zu, moderner Rasen ist nur noch wenig schneller, und einzelne Hallenturniere spielen klar schneller als New York. Trotzdem ist der Aufschlag hier enorm wichtig, weshalb Spieler mit einem wuchtigen Aufschlag auf Hartplatz viele freie Punkte bekommen
Für die Wette zählt weniger die genaue Zahl als der Charakter des Platzes. Das Tempo belohnt aggressives Tennis: Wer gut aufschlägt und den Ball früh und flach nimmt, ist im Vorteil, während Spieler, die von hohem Absprung und langen Ballwechseln leben, es bei der US Open schwerer haben. Die Punkte enden im Schnitt nach rund vier Schlägen und bleiben damit im üblichen Rahmen. Der Platz entscheidet sich also nicht allein über den Aufschlag.
Für US Open Wetten auf den Titel passt dieser Charakter zu den Favoriten. Ein mittelschnelles Tempo hilft reinen Aufschlagspezialisten weniger als ein sehr schneller Untergrund und belohnt eher die kompletten, druckvollen Spieler an der Spitze.
Welche US Open Wettarten lohnen sich?
Die interessanteste unter den US Open Wetten ist die Langzeitwette auf den Turniersieg, gesetzt lange bevor der letzte Ballwechsel gespielt ist. Wer lieber Runde für Runde entscheidet, findet daneben die klassischen Wetten auf die einzelnen Spiele. Bei einem Turnier über zwei Wochen und sieben Gewinnrunden hat jeder der beiden Wege seine eigene Logik.
Langzeitwetten auf das Turnier
Das Einzelfeld umfasst 128 Spieler, bis zum Titel sind also sieben Runden am Stück zu gewinnen. Genau das macht den Tipp auf den Gesamtsieger reizvoll und riskant zugleich: Eine hohe Quote früh im Turnier schmilzt mit jeder gewonnenen Runde, wer erst kurz vor dem Finale einsteigt, bekommt für denselben Spieler deutlich weniger zurück.
Neben dem Gesamtsieger stehen der Finaleinzug und der Einzug ins Halbfinale zur Wahl. Diese Wetten verlangen keinen Tipp auf den exakten Sieger, sondern nur, dass dein Spieler eine bestimmte Runde erreicht. Für einen Favoriten in der schwächer besetzten Hälfte der Auslosung ist der Halbfinaleinzug oft die ruhigere Wette als der ganze Titel. Herren und Damen werden getrennt gewertet, es gibt also zwei eigenständige Wetten auf den Turniersieg.
Standardwetten auf einzelne Matches
Wer nicht das ganze Turnier überblicken will, wettet auf den Sieger einer einzelnen Partie. Dazu kommen Handicap Wetten, bei dem ein Spieler mit einem Satz Vorsprung oder Rückstand ins Rennen geht, und die Over/Under Wette auf eine bestimmte Zahl an Games oder Sätzen.
Gerade bei den Herren über Best of Five lohnt der Blick auf die Zahl der Games: Ein glatter Sieg in drei Sätzen und ein enges Fünfsatzmatch bringen sehr unterschiedlich viele Games. Wer hier tippt, schätzt vor allem ein, ob die Partie einseitig verläuft oder eng wird.
Die US Open 2026: Termine, Teilnehmerfeld und die jüngsten Sieger
Das Hauptfeld der US Open 2026 wird vom 30. August bis zum 13. September gespielt, das Damenfinale steigt am 12. September, das Herrenfinale einen Tag später. Davor läuft ab dem 23. August die Woche mit Qualifikation und Fan Week. Die Titel verteidigen Carlos Alcaraz bei den Herren und Aryna Sabalenka bei den Damen, beide haben 2025 in New York gewonnen.
Die Siegerliste der vergangenen Jahre führt bei beiden Geschlechtern mehrere verschiedene Champions, nur Alcaraz und Sabalenka tauchen doppelt auf.
Jahr | Sieger Herren | Siegerin Damen |
|---|---|---|
2021 | Daniil Medvedev | Emma Raducanu |
2022 | Carlos Alcaraz | Iga Świątek |
2023 | Novak Djokovic | Coco Gauff |
2024 | Jannik Sinner | Aryna Sabalenka |
2025 | Carlos Alcaraz | Aryna Sabalenka |
Wer früh eine Langzeitwette platziert, tut das vor der Auslosung. Die Setzliste und die Auslosung stehen erst kurz vor dem Start fest, und ob ein Name wie Novak Djokovic tatsächlich antritt, klärt sich ebenfalls erst dann. Das ist der Preis der hohen Quote früh im Feld: Du weißt noch nicht, wie schwer der Weg deines Spielers wird.
US Open Quoten 2026: Wie offen ist das Titelrennen?
Für US Open Wetten auf den Gesamtsieger sieht die Ausgangslage 2026 bei Herren und Damen völlig verschieden aus: Bei den Herren ragt ein klarer Favorit heraus, bei den Damen ist das Feld weit offen. Die folgenden Titelquoten stammen von dem Wettanbieter Bwin, Stand 15. Juli 2026.
US Open Favoriten der Herren
Herren | Quote |
|---|---|
Jannik Sinner | 1,57 |
Carlos Alcaraz | 3,00 |
Alexander Zverev | 7,00 |
Novak Djokovic | 8,00 |
Jack Draper | 15,00 |
Taylor Fritz | 23,00 |
Sinners Quote von 1,57 entspricht rund 64 Prozent eingepreister Siegchance, ein Wert, den bei einem Feld aus 128 Spielern sonst kaum jemand erreicht. Dabei gab es 2026 schon drei Grand-Slam-Turniere mit drei verschiedenen Siegern. In New York ist Sinner trotzdem der klare Favorit, Alcaraz folgt mit Abstand. Das liegt vor allem daran, dass Alcaraz gerade erst von seiner Handgelenksverletzung zurückkommt, die ihn seit April vom Platz ferngehalten hat.
Dahinter klafft die nächste Lücke zu Zverev, der in diesem Jahr zwei Grand Slam Finals erreicht hat, wovon er auch mit der French Open eins gewinnen konnte. In der Weltrangliste steht er nach diesem Sommer vor Alcaraz, bei den Titelquoten ist Alcaraz dagegen die deutliche Nummer zwei. Djokovic, Draper und Fritz führt Bwin als Außenseiter mit realer, wenn auch kleiner Titelchance.
US Open Favoriten der Damen
Damen | Quote |
|---|---|
Aryna Sabalenka | 3,75 |
Iga Świątek | 7,00 |
Coco Gauff | 7,00 |
Elena Rybakina | 7,00 |
Mirra Andreeva | 8,00 |
Naomi Osaka | 8,00 |
Amanda Anisimova | 10,00 |
Sabalenka steht mit 3,75 für rund 27 Prozent, ein ganzes Stück entfernt von Sinners Dominanz auf der Herrenseite. Dahinter drängt sich ein breites Feld bei ähnlichen Quoten: Świątek, Gauff und Rybakina teilen sich mit je 7,00 den Rang der ersten Verfolgerinnen, Andreeva und Osaka folgen dicht dahinter. Hier ist das Feld deutlich offener, da keine der Spielerinnen in diesem Jahr alleine dominiert hat.
Die besten Titelkandidaten für US Open Wetten 2026
Jannik Sinner und Carlos Alcaraz teilten 2024 und 2025 alle acht Grand-Slam-Titel unter sich auf, und dieses Duo gibt auch in New York den Maßstab vor. 2026 ist das Feld dahinter enger zusammengerückt, an der Spitze bleibt trotzdem wenig Zweifel.
Die Herren
Sinner steht an der Spitze der Weltrangliste und gewann die US Open 2024, dazu kommen fünf Grand-Slam-Titel und der Wimbledon-Sieg 2026. Der Haken aus seiner Sicht: Das Endspiel 2025 verlor er ausgerechnet hier gegen Alcaraz. Selbst der Topfavorit hat in New York also einen Gegner auf Augenhöhe.
Alcaraz verteidigt seinen Titel und hat in New York schon zweimal gewonnen, 2022 und 2025. Mit dem Australian-Open-Sieg 2026 komplettierte er den Karriere-Grand-Slam und steht bei insgesamt sieben Grand-Slam-Titeln. Das große Fragezeichen ist seine Verletzung: Seit einer Entzündung im rechten Handgelenk Mitte April hat er kein Match mehr bestritten und die gesamte Sand- und Rasensaison ausgelassen, darunter die French Open und Wimbledon. Sein Comeback ist erst für August geplant, kurz vor New York ist sein Start damit noch nicht gesichert, auch wenn vieles zurzeit darauf hindeutet, dass er bei der US Open wieder auf dem Platz stehen wird.
Alexander Zverev ist seit dem French-Open-Sieg 2026 endlich Grand-Slam-Champion, der erste deutsche Grand-Slam-Sieger der Herren seit Boris Becker 1996. Daneben stand er dieses Jahr auch im Finale von Wimbledon, auch wenn dort gegen Jannik Sinner in vier Sätzen verloren hat. Trotzdem ist er zurzeit in einer überragenden Form und wird ziemlich sicher auch bei der US Open wieder gute Leistungen zeigen. Auf Hartplatz hat er seine Klasse früh gezeigt, 2020 stand er im US-Open-Finale und verlor erst im fünften Satz gegen Dominic Thiem. Ein Titel bei den US Open fehlt ihm bis heute.
Die Gastgeber setzen auf zwei Namen. Taylor Fritz stand 2024 im Endspiel, das er gegen Sinner verlor, und war lange die klare Nummer eins der USA. Inzwischen hat ihm Ben Shelton diesen Rang abgelaufen: Der Linkshänder erreichte 2023 das Halbfinale, schlägt mit über 230 km/h auf und gewann 2026 bereits zwei Turniere. Vor heimischem Publikum ist beiden eine Überraschung zuzutrauen. Shelton tat sich dieses Jahr jedoch vor allem bei den Grand Slams etwas schwerer. Dort war seine beste Leistung die Viertelfinalteilnahme bei der Australian Open, während er in beiden darauffolgenden Grand Slams nicht über die zweite Runde hinauskam.
Zwei Routiniers darf man nie abschreiben. Daniil Medvedev gewann die US Open 2021 und stand 2019 und 2023 im Finale, auf Hartplatz zählt er weiter zu den stärksten Spielern der Tour. Novak Djokovic hat hier viermal triumphiert und hält bei 24 Grand-Slam-Titeln, doch mit Jahrgang 1987 ist offen, ob über fünf Sätze noch ein fünfter Titel in New York möglich ist.
Für die große Außenseiterwette bietet sich der Nachwuchs an. João Fonseca, mit 19 Jahren die brasilianische Nummer eins, schlug bei den French Open 2026 Djokovic aus einem 0:2-Rückstand heraus und gilt mit seiner wuchtigen Vorhand als Geheimtipp. Jack Draper stand 2024 im Halbfinale, verpasste 2026 aber verletzungsbedingt fast die gesamte Saison, weshalb bei ihm derzeit mehr das Talent spricht als die Form.
Die Damen
Aryna Sabalenka geht als Weltranglistenerste und Titelverteidigerin ins Turnier. 2024 und 2025 gewann sie in New York, die erste erfolgreiche Titelverteidigung bei den US Open seit Serena Williams 2014. Ihr wunder Punkt in diesem Jahr: Im Endspiel der Australian Open unterlag sie Elena Rybakina, ein Grand-Slam-Titel blieb 2026 bislang aus.
Coco Gauff hat 2023 in New York gewonnen und 2025 die French Open, vor heimischem Publikum zählt sie immer zu den ersten Namen. Das Feld dahinter ist allerdings tief, und 2026 hat gezeigt, wie schnell neue Siegerinnen nachrücken.
Die anderen beiden Grand-Slam-Titel 2026 gingen an Mirra Andreeva in Paris und Linda Nosková in Wimbledon. Alle drei Siegerinnen des Jahres haben bewiesen, dass sie ein großes Turnier gewinnen können, und machen das Rennen bei den Damen zur offensten Titelfrage 2026.







